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Beseitigung von Lackschäden 12 Bilder Zoom

Lackpflege am Klassiker: Glanzleistung - waschen, kneten, polieren

Hier sagen wir Ihnen, was Sie brauchen und wie Sie vorgehen müssen, damit der Lack ihres Klassikers wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Eine hochglänzende, wolkenfreie Lackoberfläche ist der Stolz jedes Oldtimerbesitzers. Wie und mit welchen Produkten man die schöne Hülle in Bestform hält, wird von Kennern beinahe wie eine Wissenschaft behandelt.

Erster Schritt bei der Lackpflege: waschen und sauberkneten!

Steinschlag, Luftverschmutzung, Flugrost, saurer Regen, Baumharz, Vogelkot, Insektenexkremente - die schöne Hülle des Autos steht praktisch permanent unter Beschuss. Wenn ein Fahrzeug trotzdem über Jahre und Jahrzehnte glänzend auftreten soll, ist konsequente und sachgerechte Lackpflege unerlässlich. Bevor man sich um frische Brillanz kümmern kann, muss der alte Dreck runter. Eine gründliche Autowäsche vorab ist selbstverständlich. Pflegeprofis empfehlen, die Lackflächen anschließend mit einer mineralischen Knetmasse schonend von Ablagerungen und Unebenheiten zu befreien. Dabei wird die zu behandelnde Fläche mit einem speziellen Vorbereitungsmittel eingesprüht, anschließend mit der Reinigungsknete und sanftem Druck bearbeitet. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis Flugrost, Lacknebel und andere Sedimente des automobilen Alltags beseitigt sind und sich die Oberfläche wieder schön glatt anfühlt.

Professioneller Auftakt der Lackpflegezeremonie kann auch eine Trockeneisreinigung in der Werkstatt sein. Profis schwören auf die High-tech-Methode - gerade wenn es um die Pflege von Oldtimern geht. Dabei wird auf minus 78 Grad heruntergekühltes Kohlendioxidgas mit Schallgeschwindigkeit auf die Karosserie geschossen. Dabei wird auf minus 78 Grad heruntergekühltes Kohlendioxidgas mit Schallgeschwindigkeit auf die Karosserie geschossen. Das Gas trifft dabei in fester, feinkörniger Form auf den Lack. Dadurch werden die Schmutzpartikel in Sekundenbruchteilen schockgefroren und von der Oberfläche abgestoßen. Vorteil der Methode: Sie erreicht auch schwerzugängliche Fugen und Winkel der Karosserie und soll ebenso schonend für den Wagen wie für die Umwelt sein.

Die Pflege-Cremes fürs Auto: Lackreiniger und Politur

Im nächsten Schritt wird eine lackreinigende Politur aufgebracht. Bei der Vielzahl von Produkten, die der Zubehörhandel in seinen Regalen präsentiert, lassen sich in erster Linie solche mit oder ohne Schleifmittel unterscheiden. Schleifkörnchen rücken zwar effektiv gegen Baumharz, Teer und andere hartnäckige Lackverschmutzer vor. Sie machen aber auch vor tiefer liegenden, gesunden Lackschichten keinen Halt und schrubben so mehr ab, als nötig ist. Welches Produkt im konkreten Fall das geeignete ist, können Profis in einer guten Werkstatt am besten beurteilen und es empfiehlt sich, dort vor dem großen Einkauf Rat einzuholen.

Mit einer guten Politur lassen sich kleine Kratzer und Abriebspuren auf dem Lack herauspolieren. Tiefere Beschädigungen sind Sache der Fachwerkstatt, die sie mit ihren smart repair-Methoden beseitigen kann. Beim Auftragen des Lackreinigers geht man Stück für Stück vor, bearbeitet jeweils nur eine kleine Fläche von höchstens einer DIN-A3-Seite. Im nächsten Schritt wird das Auto mit einem sauberen Poliertuch auf Hochglanz gebracht. Auch dabei nimmt man sich stets nur kleine Flächen vor und bearbeitet sie mit leichtem Druck in kurzen Auf- und Ab-Bewegungen. Als Alternative zur Handarbeit bietet sich eine Poliermaschine mit variabler Drehzahlregelung an. Dabei ist wichtig, dass man die in Profi-Qualität meist Winkelschleifer-ähnliche Maschine vorsichtshalber nicht auf höchster Stufe arbeiten lassen sollte. Von besonders günstigen Poliermaschinen ist abzuraten, sie besitzen oft schwache Motoren und grobe Polierkissen, die mehr Schaden anrichten können als sie helfen.

Dritter Schritt: Die Versiegelung mit Wachs

Krönender Abschluss der Lachpflege ist die Versiegelung mit einem hochwertigen Wachs. Weil Lack nicht gleich Lack ist, bietet der Handel auch hier eine breit gefächerte Produktpalette. So haben sich Pflegespezialisten einiges einfallen lassen. Sie haben zum Beispiel Wachs für besondere Drei-Schicht-Lackierungen japanischer Autos im Programm, speziell abgestimmtes Wachs für Porsche 356er oder für den 911er oder auch Produkte, die auf die anspruchsvollen Bedürfnisse von hochwertigen Klassikern oder auf die Lackierungen von Ferrari, Maserati, Alfa & Co zugeschnitten sind. Einige Spezialwachse erfordern zusätzlich eine Wachsvorbehandlung. Die Wachsschicht selbst sollte möglichst dünn und gleichmäßig aufgetragen werden - mit Tüchern, speziellen Applikatoren oder, wie ein Hersteller hochkarätiger Produkte empfiehlt, mit den bloßen Händen. Dafür wird das Wachs noch im Behälter durch kreisende Bewegungen mit den Fingerspitzen erwärmt, anschließend werden kleine Mengen davon in den Handflächen verrieben und dann direkt in kleinen kreisenden Bewegungen auf die Karosserie massiert.

Der Wachsfilm sollte einige Minuten einwirken. Danach werden die Flächen noch einmal mit einem sauberen, fuselfreien Tuch bearbeitet. Das Tuch wird dabei immer wieder gewendet, solange bis kein überschüssiges Wachs zurückbleibt und das automobile Schmuckstück brilliert. Sollte sich der es stattdessen zu schmieriger Streifenbildung kommen, sollte man es mit längerer Einwirkzeit versuchen. Weil horizontale Flächen wie die Motorhaube am stärksten von Verunreinigungen betroffen sind, benötigt der Lack hier öfter mal ein intensives Wellnessprogramm als an anderen Stellen. Den lackierten Teilen im Innenraum sollte man die Kur selbstverständlich auch von Zeit zu Zeit gönnen.

Foto

Werner Popp

Datum

3. Mai 2011
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