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Lada Taiga 4x4

Ende einer Ära – aus Niva wird Taiga

Foto: Archiv 25 Bilder

Nach 37 Jahren wird der Niva zum Taiga. Dank Umbenennung soll Deutschlands billigster Geländewagen noch ein paar Jahre laufen.

21.05.2013 Torsten Seibt Powered by

Es hat sich ausgeackert: Der Lada Niva (Niva bedeutet auf deutsch "Feld" oder "Acker") wird ab sofort zum Lada Taiga. Mit diesem kleinen Trick sichert sich der Importeur eine Art Gnadenfrist, um den kompakten Geländewagen auch weiterhin in Deutschland anbieten zu können.

Lada Taiga soll noch ein paar Jahre laufen

Über die neuerliche Typisierung – der Lada Taiga erhält eine neue Herstellerkennung bei der Fahrgestellnummer – gilt damit ein Kleinserien-Sonderstatus, mit dem der Lada Taiga nicht die neuesten Crashnormen erfüllen muss. So will der Hersteller die Zeit bis zum 2016 erwarteten Nachfolgemodell überbrücken.

Lada Deutschland bereitet die aus Russland gelieferten Taiga nochmals umfangreich auf, dazu gehören unter anderem eine verbesserte Rostvorsorge, neue Scheibenwischer und andere Räder. Der Preis bleibt unverändert bei 10.990 Euro. Damit ist der Lada Taiga nicht nur weiterhin billigster Geländewagen in Deutschland. Er wird auch bereits seit Jahren ohne Preiserhöhung zu diesem Tarif angeboten.

Am längsten gebauter Geländewagen der Welt

Der Lada Niva kam 1976 auf den Markt und avancierte in kürzester Zeit zum Exportschlager der damaligen UDSSR. Auch in Deutschland gehörte er lange Zeit zu den meistverkauften Geländewagen. Mit seiner fortschrittlichen Technik – selbsttragende Karosserie, permanenter Allradantrieb, vordere Einzelradaufhängung – nahm der Geländerusse auch in Sachen Fahrkomfort eine Sonderrolle unter den damaligen Konkurrenzmodellen ein, die mit blattgefederten Starrachsen durchs Leben holperten.

Der Lada Niva, offiziell Typ 2121, sollte bereits seit 1998 durch einen Nachfolger, den Typ 2123, ersetzt werden. Doch nach wirtschaftlichen Turbulenzen wurde das Projekt eingedampft und der 2123 nicht für den Verkauf in Westeuropa homologiert. Das Modell läuft seit 2002 unter der Flagge des US-russischen Jointventures GM-Avtovaz als Chevrolet Niva (siehe Bildergalerie), wird aber nicht in die EU exportiert.

Von leichten Facelift-Maßnahmen abgesehen, die dem Lada Niva/Taiga im Laufe der Jahrzehnte behutsam modernisierte Motoren, Servolenkung und sogar ein ABS bescherten, blieb der kleine Kraxler in der Grundkonstruktion seit 1976 unverändert – und ist damit noch vor dem Land Rover Defender und dem Mercedes G der mit Abstand am längsten produzierte Geländewagen weltweit. Sein letztes größeres Facelift bekam der Lada Niva/Taiga 2010, unter anderem mit geänderten Blinkern und größeren Außenspiegeln.

In unserer Fotogalerie lassen wir noch einmal die bewegte Geschichte des Lada Niva Revue passieren.

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