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Lamborghini Aventador LP 700-4 in Genf

Das ist der Murcielago-Nachfolger

Lamborghini Aventador Autosalon Genf 2011 Foto: Newspress 25 Bilder

Der Lamborghini Aventador feiert auf dem Genfer Autosalon Premiere. Der 700 PS starke Erbe des Supersportlers Murcielago verfügt über einen neu konstruierten 6,5-Liter-V12 und ein neues ISR-Getriebe. Für den Spurt von 0 auf 100 km/h sollen nur 2,9 Sekunden vergehen.

03.03.2011 Powered by

Bei der Namensfindung für den neuen Keil aus St. Agata Bolognese blieb sich Lamborghini treu. Denn auch der Lamborghini Aventador ist nach einem Kampfstier benannt, einem besonders tapferen zudem. Aventador leistete im Oktober 1993 in der Kampfarena von Saragossa besonders zähen Widerstand im Kampf mit dem Torero.

2,25 kg/PS, 350 km/h schnell, 303.450 Euro teuer

Jetzt ist er zurück. Der Lamborghini Aventador soll der Supersportwagenkonkurrenz ab Spätsommer 2011 besonders tapfer die Stirn bieten. Muskulös und in der gewohnten Keilform, aber dennoch mit einem von Grund auf neu gezeichneten Design. Dank seines komplett neu entwickelten, traditionell längs eingebauten 6,5 Liter-V12 kann der neue Lambo auch munter die Muskeln spielen lassen. Seine 700 PS und 690 Nm treffen auf lediglich 1.575 Kilogramm. Dies entspricht einem Leistungsgewicht von gerade einmal 2,25 Kilogramm pro PS. Der Lamborghini Aventador LP 700-4 profitiert hierbei von seinem nur 147,5 Kilogramm schweren Monocoque aus Kohlefaser.

Gegenüber seinem Vorgänger, dem Lamborghini Murcielago, legte der Aventador um acht Prozent an Leistung zu - soll sich jedoch beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen besonders in Zurückhaltung üben. Lamborghini verspricht Verbrauchs- und CO2-Einsparungen von rund 20 Prozent im Vergleich zum Murcielago.

Tapferkeit muss wohl auch die Sportwagen-Konkurrenz beweisen, denn auf dem Papier setzt sich der Lamborghini Aventador mit an die Spitze der Supersportler. Nach nur 2,9 Sekunden soll bereits die 100 km/h-Marke fallen. Mit verantwortlich für diese Fabelzeit - immerhin 0,4 Sekunden schneller als bei der letzten, 670 PS starken Murcielago-Ausbaustufe mit dem Beinamen Superveloce - zeichnet das neue ISR-Getriebe ("Indepedent Shifting Rod"), das mit Schaltzeiten von 50 Millisekunden brillieren soll. Es soll deutlich schneller agieren als ein Doppelkupplungsgetriebe und zum schnellsten automatisierten Schaltgetriebe avancieren. Gleichzeitig dürfen sich zukünftige Eigner des 303.450 Euro teuren Lamborghini Aventador künftig über das laut Lamborghini-Diktion "emotionalste Schaltgefühl der Welt" freuen. Die Höchstgeschwindigkeit beziffern die Italiener auf 350 km/h.

Allradantrieb und Fahrwerk mit Pushrod-Radaufhängungen im Aventador

Traditionell wird die Kraft des Stieres auch beim Lamborghini Aventador permanent auf alle vier Räder übertragen. Eine elektronisch gesteuerte Haldex-Kupplung verteilt sie zwischen Vorder- und Hinterachse. Zusätzlich sorgen ein selbstsperrendes Differenzial an der Hinterachse sowie eine ESP-gesteuerte elektronische Differenzialsperre dafür, dass der Lamborghini Aventador auch in Kurven stets von der optimalen Kraftverteilung profitiert.

Apropos Kurven: Die soll der Kampfstier dank seines neuen, erstmals mit Pushrod-Radaufhängungen bestückten Fahrwerks noch zügiger durcheilen als sein Vorgänger. Die Charakteristik von Motor, Getriebe, Differenzial, Fahrdynamikregelung und Lenkung kann der Fahrer über das so genannte Drive Select Mode-System in drei Stufen variieren: Strada (Straße), Sport und Corsa (Rennstrecke). Wer die galoppierenden Cavalli besonders zügig wieder in Zaum bringen will, kann im Lamborghini Aventador auf eine Kohlefaser-Keramik-Bremsanlage mit 380er Scheiben vorn und 350 Millimeter großen Tellern an der Hinterachse vertrauen.

Auch im Innenraum überrascht der Lamborghini Aventador mit einer gekonnten Symbiose aus Tradition und Revolution. Zwei TFT-Bildschirme versorgen den Piloten mit allen Informationen. Wer es mit dem Kampfstier aufnehmen will, muss jedoch erst im Stile eines Toreros den roten Schleier lüften, der sich in Form einer Klappe über den Start-Knopf in der Mittelkonsole legt. Dann und erst dann kann der Lamborghini Aventador beweisen, dass er sich tapfer in die Schlacht um die Krone der Supersportwagen wirft und seinen Namen zurecht trägt.

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