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Lamborghini Gallardo LP560-4

Sechs Gründe für den Gallardo LP560-4

Lamborghini Gallardo LP560-4 Foto: Hans-Dieter Seufert 24 Bilder

Am Beispiel des 560 PS starken Gallardo LP560-4 mit 5,2-Liter-V10 Antrieb und 325 km/h Höchstgeschwindigkeit finden sich locker sechs gute Gründe, die einen Lamborghini absolut einzigartig machen.

02.08.2009 Powered by

1. Er ist ein Archetyp

Wie ein Sportwagen im Unterbewusstsein verankert ist? So wie ein Gallardo: keilförmig, kantig und klar. Mit einer zerfurchten Front, die seit dem jüngsten Facelift noch fieser schaut. Mit scharfen Gesichtszügen, Lufteinlässen, Hutzen und einem enormen Heck. Mit einer durchsichtigen Motorhaube. Mit vier Endrohren. Das alles ist Riechsalz für die Instinkte, für das Unbewusste in uns. Und wer sich zur offenen Tür vorwagt, den ergreift die Macht: Ein Sog entsteht hinein in die Unterdruck-Kabine mit dem raumgreifenden Armaturenbrett. Dann sitzt man eingepfercht in der Kanzel mit den Präzisions-Instrumenten. Festgezurrt, gedrungen verharrend. Nicht als Fahrer, sondern als Pilot. Countdown läuft. Triebwerk zünden. Fehlt nur noch Sauerstoffmaske und Jethelm. Start frei. 

Lamborghini Gallardo LP 560-4 1:26 Min.

2. Er ist eine Autorität

Respekt, den fordert der Gallardo 560-4 ein. Mit maximaler Präsenz betritt er die Bühne, magnetisiert die Aufmerksamkeit. Und seine Daten belegen, dass er kein inhaltsleerer Selbstdarsteller ist: 560 PS Leistung, 540 Nm Drehmoment, Abregeldrehzahl bei 8.200/min. Höchstgeschwindigkeit bei 325 km/h. Direkteinspritzung, leichter Ventiltrieb, geringe Schwungmasse, Trockensumpfschmierung, Sportreifen. Autoritär knallt die optionale sequenzielle Schaltung die Gänge in den Antriebsstrang – im 120-Millisekunden-Takt. Ein Rennwagen? Nein, aber fast so respekt-einflößend. Wie der Preis: 173.740 Euro.

3. Er ist ein Speed Metal

Hard Rock? Heavy Metal? Nein, ein Lamborghini ist Speed Metal. Schnell, hart, laut, direkt. Keine Rüschen, keine Umschweife. Wie die frühen Metallica. Der hoch verdichtete 5,2-Liter-V10 lärmt seine Wut in die weite Welt hinaus, die Straße wird zum Monsters-of-Rock-Festival. Zwei Fünfzylinder, erst durch einen Verzerrer, dann durch die Verstärkerwände der Rock-Gitarristen gejagt – so klingt der Gallardo. Schon beim Start: Ein Aufschrei gellt, ein Grölen aus vollem Hals. Und wenn er hochdreht, dann kreischt er bis über die Schmerzgrenze – fräst sich einen Weg durchs Trommelfell, wirbelt Hammer und Amboss aus dem Takt, sirrt den Gehörnerv empor, bis das Hirn bersten will. Dezibel wie Rasiermesser. Im Nachhall bleiben ekstatisierte Sound-Fetischisten zurück. Und verstörte Bürger: Sie werden den Kopf schütteln. Dabei sollten sie doch headbangen.

4. Er ist ein Alphatier

Fremdbestimmtes Leben? Für einen Lamborghini unakzeptabel. Er ist aktiv, hyperaktiv. Kennt nur Aktion, nie Reaktion. Er gibt vor, wo’s langgeht, peitscht seinen Willen durch, muss vorn fahren. Nie hinterher. Ein wenig Gas geben? Nein, Vollgas. Ein Getriebener, der getrieben werden will, nach festen Zügeln verlangt. Der Gallardo spürt den mutlosen Fahrer, wenn dieser im Scheitelpunkt mit dem Gasfuß zuckt. Dann keilt – Mittelmotor! – das Heck aus, unerwartet, will den Fahrer sinnbildlich abwerfen. Und wenn er im Aus steht, ist nichts mehr wie vorher: Man hat ihn verloren, ist ein Looser. Die Schmach des Abflugs. Doch Jungs, die sich im Sattel halten, werden zu Männern. Und Männer zu Machos. Oder selbst zu Alphatieren.

5. Er ist ein Fiesling

Ein Ferrari F430 in Tarnfarben? Gott, nein. In Mattschwarz? Wohl kaum. Aber ein Lamborghini – der kokettiert mit dem Abgründigen. Da passt ein abweisender Lack, mattes Nato-Olivgrün. Gekleidet wie ein Outlaw, der sich ins Unterholz schlägt. Auf der Pirsch. Oder als Anführer einer Höllen-Legion von 560 Pferdestärken. Erst im letzten Moment wird er entdeckt, wenn er sich angriffslustig formiert. Der Frontspoiler mit seinem Unterbiss lässt erschauern, drohend hervorgeschoben wie vor einem Wutausbruch. Und die Xenon-Pupillen in den dunklen Höhlen sind der böse Blick; einmal gebannt, gibt es kein Entrinnen. Der Gallardo ist nicht nett. Niemals. Stattdessen brüsk, abstoßend, verschlagen. Er will reizen, man soll sich an ihm schneiden, vor ihm zurückzucken. Ein satanisches Auto. Authentisch mit 666 im Nummernschild.

6. Er ist ein Thriller

Eine Beschleunigung im Gallardo ist ein Thriller ohne Kino. Eine Steigerung von Spannung über Nervenkitzel zum atemstockenden Höhepunkt – und erlösender Entspannung. Der Thrust Mode ist die eingebaute Abschussrampe des Gallardo; damit lässt sich der perfekte Rennstart in den Asphalt brennen. Man wählt das Fahrprogramm Corsa vor, schaltet ESP aus und steht mit dem linken Fuß auf der Bremse. Dann legt man den ersten Gang ein, gibt Vollgas und löst die Bremse. Der Zehnzylinder brüllt, die Karosserie vibriert kurz, geht in die Knie – und der Gallardo startet durch. Nahezu ohne Schlupf und Verlust. Es reißt den Körper aus seiner Ruheposition. Druck auf dem Nacken, auf den Ohren. Und auf dem Hirn. Man ist benommen, benebelt, aufgeladen. Wenn die Gedanken wieder entrauschen, steht der Tacho bei 75 km/h und das sequenzielle Getriebe knallt automatisch den zweiten Gang in den Antrieb. Nach 3,7 Sekunden ist die 100-km/h-Marke erstürmt, man geht vom Gas, erschöpft, erlöst, entspannt.

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