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Lamborghini Urus 2018

650-PS-SUV mit Biturbo-V8 ab rund 180.000 Euro

Lamborghini Urus Erlkönig Foto: Stefan Baldauf 42 Bilder

Lamborghini hatte 2012 mit dem Urus auf der Auto China in Peking einen Ausblick auf die dritte Baureihe der Marke gegeben. Nach dem Aventador und dem Huracan wagen die Italiener also den Weg ins SUV-Segment. Der Urus kommt Mitte 2018 auf den Markt und wird rund 180.000 Euro kosten. Auch eine Hybridversion ist geplant. Jetzt wurde ein erster Erlkönig erwischt.

18.05.2017 Holger Wittich, Andreas Haupt 4 Kommentare Powered by

Ganz in der Tradition, seine Modelle nach berühmten Stieren zu nennen, bleibt sich die italienische Marke auch beim neuen Modell treu: Urus bezeichnet den wilden Ur-Bullen – quasi den Vorfahren der spanischen Kampfstiere.

Lamborghini Urus ist der zweite SUV der Marke

Bereits zwischen 1986 und 1993 hatte Lamborghini einen Offroader im Portfolio. LM002 nannten die Italiener den Geländewagen mit Pritsche, der von einem 5,2-Liter-V12 mit 450 PS angetrieben wurde. 32 Liter auf 100 Kilometer genehmigte sich der LM002 bei moderater Fahrweise, manche Fahrer berichteten sogar von 50 Litern (mehr zum Lamborghini LM002 bei unseren Kollegen von www.motor-klassik.de).

Lamborghini Urus 5:20 Min.

50 Liter? Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 1.185 Gramm pro Kilometer – ein Wert, bei dem sich heutzutage die Bevölkerung einer mittelgroßen Umweltzone kollektiv entleiben würde. Doch Lamborghini hat sich mit dem Urus ganz andere CO2-Ziele gesetzt und strebt nach eigenen Angaben den besten Wert im Segment der Fullsize-SUV an.

650 PS müssen im Urus schon sein

Nichtsdestotrotz muss ein Lamborghini aber entsprechend motorisiert sein. Die Entscheidung, welches Aggregat den Lamborghini Urus künftig antreiben soll, ist bereits gefallen. Die Italiener setzen im Urus einen Vierliter-V8-Biturbo-Motor ein. Dieser soll in deiser Konfiguration nur bei Lamborghini zum Einsatz kommen, wird aber vom Konzern-V8 abgeleitet, der bereits in verschiedenen Bentley- und Audi-Modellen zum Einsatz kommt.

Lamborghini Urus Foto: Schulte
So hatte sich die Urus-Studie präsentiert.

Mit den Lambo eigenen V10- und V12-Aggregaten wären offensichtlich die Verbrauchsvorgaben nicht zu schaffen. Der Konzernbruder Bentley Bentayga durfte in die Vollen gehen. Seine 608 PS entspringen einem Sechsliter-W12-Motor. Die stärkste Variante des Konzern-V8 hat aber auch 605 PS sowie 750 Nm und treibt aktuell den Audi S8 Plus sowie die Performance-Varianten von RS6 und RS7 an – im Urus soll der Achtzylinder sogar 650 PS abgeben, wie Lamborghini-Chef Stefano Domenicali jetzt verraten hat. Klar ist auch: Der Urus wird nicht bei 250 km/h abgeriegelt, sondern darf weit schneller rennen. Der angestrebte Grundpreis für den Urus liegt bei rund 180.000 Euro aufwärts - plus Steuern.

Bereits 2019 will Lamborghini mit einer Hybridversion des Urus nachlegen. Im Vergleich zu einem Sportwagen lassen sich die Batterien in einem Crossover deutlich leichter unterbringen. Weil einfach mehr Platz vorhanden ist. Zweiter Punkt: Das Leistungsgewicht nimmt in einem SUV eine nicht ganz so vordergründige Rolle ein. Denkbar wäre ein Antriebsstrang wie im Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid. Dort kommt der Plug-in auf eine Systemleistung von 680 PS.

Das Fahrwerk des permanent allradgetriebene Lamborghini Urus inklusive Traktionssystem soll höhenverstellbar sein und zusammen mit dem höhenverstellbaren Frontspoiler einen guten Rampenwinkel erreichen. 4,99 Meter misst der Urus in der Länge und kommt auf eine Breite von 1,99 Meter und eine Höhe von 1,66 Meter. Den Vergleich zum LM002 braucht er nicht zu scheuen. Der Ur-SUV der Marke kam auf  4,8 Meter Länge und 1,85 Meter Höhe. Dafür brachte er auch 2,7 Tonnen auf die Waage, ein Gewicht, das Lamborghini heutzutage nicht mehr akzeptieren kann. Schließlich hat sich die Sportwagenschmiede dem konsequenten Leichtbau verschrieben. Nicht nur die Karosserie wird vermutlich einen hohen Anteil an CFK aufweisen, auch im Innenraum kommt die von der Studie Aventador J bekannte Kohlefasertechnologie Forged Composite zum Einsatz.

Neuer Lamborghini Urus mit wildem Stil-Mix

Optisch zieht der viertürige Lamborghini Urus als Concept Car alle Register. Eine Design-Mischung aus Estoque, Sesto Elemento und Aventador J prasselt auf die Augen der Betrachter nieder. Schlitzförmige schmale Scheinwerfer schauen in der Studie grimmig aus einer mächtigen Front mit riesigen Lufteinlässen und einer stark konturierten Motorhaube. Auf Außenspiegel verzichtet die Studie, stattdessen transportieren Kameras das Umfeld in den Innenraum.

Die Dachlinie neigt sich rapide gen Heck und bilden mit der aufstrebenden Fensterlinie eine schmales Fensterband. B- und C-Säule des Urus werden kaschiert, so dass eine komplette Glasfläche entsteht. In der Seitenansicht dominieren zudem die riesigen Radläufe mit 24 Zoll großen Leichtmetallfelgen im Doppelspeichen-Design und gen Heck die kräftig ausgestellten „Backen“. Mitja Borkert, Chef-Designer erklärt: „Der Urus trägt die Design-Philosophie unserer Supersportwagen in das SUV Segment und wird eindeutig als Lamborghini erkennbar sein.“

Hochbeinig präsentiert sich die Rückansicht – nicht zuletzt dank des schwarz abgesetzten Diffusors. Das zackige Design der Front spiegelt sich am Heck mit den doppelflutigen Auspuffendrohren und dem schmalen Leuchten wider. Ein kleines Heckfenster verspricht eine recht schlechte Sicht nach hinten. Der Deflektor oberhalb der Heckscheibe soll den Luftstrom über die Scheibe zu dem adaptiven Heckspoiler lenken, der bei schnellerer Fahrt für Abtrieb sorgen soll. Das finale Design des kommenden Urus steht derzeit noch nicht zu 100 Prozent. Doch im Vergleich zur Studie will Lamborghini das Aussehen des SUV nochmals deutlich weiterentwickeln.

Wie bei Porsche: Der SUV bringt die Stückzahlexplosion

Für einen Geldsegen soll der Lamborghini Urus ohnehin sorgen, schließlich plant das Unternehmen Im ersten Verkaufsjahr rund 1.000 Stück des Urus auszuliefern. 2019 sollen es bereits 3.500 Stück werden. Zur Einordnung: Das entspräche ziemlich genau der gesamten Lamborghini-Jahresproduktion von 2016. Die Vorproduktion des Urus läuft in einer Werkserweiterung in Sant'Agata Bolognese mit eigener Lackiererei bereits seit April.

Neuester Kommentar

eine "deutliche weiterentwicklung" im design ist nicht zu sehen, vieles scheint 1 zu 1 vom concept übernommen, und das ist auch gut so, eigentlich, das concept war doch echt gelungen.
nur schade das dessen knackige proportionen nicht ganz überlebt haben, dieser erlkönig lässt den MLB doch (zu) deutlich erkennen, besonders die vordere hälfte erinnert jetzt viel eher an Audi als an Lamborghini.
naja, nachdem das nur-drei-bestimmte-scharfe-winkel-design von Lamborghini auf den ganzen konzern aufgeweitet wurde, wäre es ja an der zeit, das auch Lamborghini endlich ein reinrassiges konzernprodukt anbietet...
nein, sarkasmus beiseite, ich hatte zumindest auf Porsches MSB gehofft, da wären markenkompatible proportionen, gewicht, fahrverhalten eher möglich gewesen.

naja... 20. Mai 2017, 16:32 Uhr
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