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Lamborghini Urus Konzeptfahrzeug

Sportliche Expansion ins SUV-Segment

Lamborghini Urus Foto: Lamborghini 23 Bilder

Mit dem Lamborghini Urus gibt der italienische Sportwagenhersteller auf der Auto China in Peking 2012 einen Ausblick auf die dritte Baureihe der Marke. Nach dem LM002 wagt Lamborghini erneut den Weg ins SUV-Segment – vermutlich ab 2015 soll das Modell dann auch den Markt kommen.

23.04.2012 Holger Wittich Powered by

Ganz in der Tradition, seine Modelle nach berühmten Stieren zu nennen, bleibt sich die italienische Marke auch beim neuen Modell treu: Urus bezeichnet den wilden Ur-Bullen – quasi der Vorfahre der spanischen Kampfstiere.

Lamborghini Urus ist der zweite SUV der Marke

Bereits zwischen 1986 und 1993 hatte Lamborghini einen Offroader im Portfolio. LM002 nannten die Italiener den Geländewagen mit Pritsche, der von einem 5,2-Liter-V12 mit 450 PS angetrieben wurde. 32 Liter auf 100 Kilometer genehmigte sich der LM002 bei moderater Fahrweise, manche Fahrer berichteten sogar von 50 Litern (mehr zum Lamborghini LM002 bei unseren Kollegen von www.motor-klassik.de).

50 Liter? Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 1.185 Gramm pro Kilometer – ein Wert, bei dem sich heutzutage die Bevölkerung einer mittelgroßen Umweltzone kollektiv entleiben würde. Doch Lamborghini hat sich mit dem Urus ganz andere CO2-Ziele gesetzt und strebt nach eigenen Angaben den besten Wert im Segment der Fullsize-SUV an.

600 PS müssen im Urus schon sein

Nichtsdestotrotz muss ein Lamborghini aber entsprechend motorisiert sein. Die Entscheidung, welches Aggregat den Lamborghini Urus künftig antreiben wird ist noch nicht gefallen – fix scheint indes die Marke 600 PS zu sein. Ob diese Leistung nun über einen V10 aus dem eigenen Hause oder einen aufgeladenen Audi-V8 erreicht wird – womöglich in Kombination mit einem Hybridantrieb – ist reine Spekulation. Ebenso wie der kolportierte Preis von 180.000 Euro.

Harte Fakten, die liefert der permanent allradgetriebene Lamborghini Urus inklusive Traktionssystem selbst: Höhenverstellbar soll er sein und zusammen mit dem höhenverstellbaren Frontspoiler einen guten Rampenwinkel erreichen. 4,99 Meter misst er in der Länge und kommt auf eine Breite von 1,99 Meter und eine Höhe von 1,66 Meter. Den Vergleich zum LM002 braucht er nicht zu scheuen. Der Ur-SUV der Marke kam auf  4,8 Meter Länge und 1,85 Meter Höhe. Dafür brachte er auch 2,7 Tonnen auf die Waage, ein Gewicht, das Lamborghini heutzutage nicht mehr akzeptieren kann. Schließlich hat sich die Sportwagenschmiede dem konsequenten Leichtbau verschrieben. Nicht nur die Karosserie wird vermutlich einen hohen Anteil an CFK aufweisen, auch im Innenraum kommt die von der Studie Aventador J bekannte Kohlefasertechnologie Forged Composite zum Einsatz.

Neuer Lamborghini Urus mit wildem Stil-Mix

Optisch zieht der viertürige Lamborghini Urus alle Register. Eine Design-Mischung aus Estoque, Sesto Elemento und Aventador J prasselt auf die Augen der Betrachter nieder. Schlitzförmige schmale Scheinwerfer schauen grimmig aus einer mächtigen Front mit riesigen Lufteinlässen und einer stark konturierten Motorhaube. Auf Außenspiegel verzichtet der Lamborghini Urus, stattdessen transportieren Kameras das Umfeld in den Innenraum.

Die Dachlinie neigt sich rapide gen Heck und bilden mit der aufstrebenden Fensterlinie eine schmales Fensterband. B- und C-Säule des Urus werden kaschiert, so dass eine komplette Glasfläche entsteht. In der Seitenansicht dominieren zudem die riesigen Radläufe mit 24 Zoll großen Leichtmetallfelgen im Doppelspeichen-Design und gen Heck die kräftig ausgestellten „Backen“. Filippo Perini, Chef-Designer erklärt: „Der Urus hat die gleiche Design-Philosophie wie unsere Supersportwagen, aber er ist dank der weichen Rundungen etwas sinnlicher.“

Hochbeinig präsentiert sich die Rückansicht – nicht zuletzt dank des schwarz abgesetzten Diffusors. Das zackige Design der Front spiegelt sich am Heck mit den doppelflutigen Auspuffendrohren und dem schmalen Leuchten wider. Ein kleines Heckfenster verspricht eine recht schlechte Sicht nach hinten. Der Deflektor oberhalb der Heckscheibe soll den Luftstrom über die Scheibe zu dem adaptiven Heckspoiler lenken, der bei schnellerer Fahrt für Abtrieb sorgen soll. Für einen Geldsegen soll der Lamborghini Urus ohnehin sorgen, schließlich plant das Unternehmen mit einem Jahreabsatz von 3.000 Modellen.

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