Lancia Fulvia: Klassisches Remake

Lancia hat auf der IAA in Frankfurt die Fulvia Coupé-Studie enthüllt - eine Neuinterpretation des im Frühjahr 1965 erstmals auf dem Genfer Autosalon gezeigten Fulvia 1.2 mit V4-Motor.

Auf der technischen Basis des Lancia Ypsilon haben die Designer im Centro Stile Lancia das klassische Design der Fulvia von damals auf die heutige Lancia-Designsprache angewendet. Das stilistische Stufenheck wurde vom Vorgänger übernommen, auch die Dimensionen stimmen überein. Nach Angaben von Lancia liegt ein absolut dominantes Designelement der Studie im Bereich der Vorderräder, wo das gesamte Fahrzeuggewicht optisch als Schwerpunkt lagert und so die Wirkung des Frontantriebs unterstreichen soll. Von oben gesehen wirkt die Fulvia tropfenförmig, mit einer sehr breiten Front und einer zulaufenden Heckpartie. In Anlehnung an das Original wurde auch das Fastback der Studie nüchtern-klassisch gestaltet und mit senkrecht angeordneten Rücklichter versehen.

Während die äußere Optik sehr an das Design der 60er-Jahre erinnert, ist der Innenraum im Stile der 70er gehalten. Die Bedienelemente sollen an damalige Hi-Fi-Geräte erinnern. Als Highlight ziehen analoge klassische Rundinstrumente die Blicke auf sich. Armaturenblende und Mitteltunnel sind in hellem Edelholz gehalten und mit Leder bezogen. Das Drei-Speichen-Lenkrad setzt die Design-Sprache vor. Einziger Kontrapunkt bildet die mittig angeordnete Bedieneinheit für Navi-System und Klimaanlage.

Schönheit ist nicht alles

Natürlich kann die zweitürige Fulvia nicht nur schön sein: Unter der lang gezogenen Motorhaube schlägt ein 1,8 Liter großer 16V-Vierzylinder, der 140 PS leistet. Dadurch ergibt sich ein Leistungsgewicht von sieben Kilo pro PS - schließlich bringt die Dame mit ihrer Alu-Karosse nur 990 Kilo auf die Waage. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Lancia 213 km/h an, den Sprint von Null auf 100 Sachen soll die Studie in 8,6 Sekunden hinlegen. Erreicht der Fahrer diese Werte im Straßenverkehr, dürfte der Verbrauch allerdings deutlich über dem Durchschnitt von 7,3 Liter pro 100 Kilometer liegen.

Käuflich soll die Fulvia ab Ende 2004 werden, dann wollen die Italiener jährlich 2.500 Autos des Zweisitzers auf den Markt bringen. Gefertigt wird der Retro-Klassiker aber nicht direkt bei Lancia, sondern beim Karosseriebauer Maggiora.

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hwi

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