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Land Cruiser

Von der Kopie zum Kult

Am Samstag (18.1.) kommt der neue Toyota Land Cruiser in den Handel. Für auto.t-online.de Anlass, die über 50-jährige Geschichte der einstigen Jeep Willys-Kopie genauer zu beleuchten.

17.01.2003

Am Samstag (18.1.) startet der Verkauf des neuen Toyota Land Cruiser. Für auto.t-online.de der Anlass, die über 50-jährige Geschichte der einstigen Jeep Willys-Kopie genauer zu beleuchten.

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Rückblick: Bereits 1950 begann Toyota mit den Arbeiten am Prototyp eines Geländewagens. Der erste Typ, der 1951 dem Publikum präsentiert wird, orientiert sich unverkennbar am amerikanischen Jeep Willys und heißt BJ 40. Er wird zunächst nur von japanischen Behörden eingesetzt. Angetrieben wird das Ur-Modell von einem kräftigen Dieselmotor mit 3,4 Liter Hubraum und 85 SAE-PS. Ausgestattet mit Blattfedern, Starrachse und großen 16-Zoll-Rädern, kommt der BJ 40 als robustes Arbeitstier auf den Markt. 298 Fahrzeuge wurden auf Bestellung produziert, nur vier exportiert.

Land Cruiser: Die Kopie bekommt einen Namen

1954 folgt die Taufe: der BJ wird in Land Cruiser umbenannt und feiert sein internationales Debüt mit nur leichten Retuschen: Die zuvor freistehend auf den Kotflügeln montierten Scheinwerfer der J2-Typen waren bereits in die Karosserie integriert. 1956 ersetzt Toyota zudem den Diesel-Motor mit 85 PS durch einen 3,9-Liter-Benziner mit 109 PS. Rund die Hälfte der 1.000 Land Cruiser der dritten Generation (J3) gingen in den Export.

Schon 1957 verdreifachte sich die Produktion auf 2.887 Einheiten, von denen nur 450 Exemplare in Japan bleiben. Der FJ 25-Land Cruiser erscheint offiziell auf dem US-Markt. 1960 präsentiert Toyota den BJ4 mit 135 PS, der bis 1986 in unzähligen Varianten gefertigt wird.

Ab 1972 bekommt der Geländegänger wieder einen Diesel

Der Benziner FJ 4 ist mit unterschiedlichen Radständen erhältlich: FJ 40: 2.285 Millimeter, FJ 43: 2.430 Millimeter, FJ 45: 2.650 Millimeter. Optisch unterscheidet er sich vom Vorgängermodell durch die auffällige weiße Blende um Kühlergrill und Scheinwerfer. Auch das neu entwickelte Getriebe bietet jetzt eine echte Gelände-Untersetzung, die mithilfe von manuell bedienten Freilaufnaben den Frontantrieb zuschaltet. 1967 ergänzt Toyota das Land Cruiser-Programm mit einer Hardtop-Version auf Basis des FJ 40 mit kurzem Radstand. Der offene Land Cruiser heißt jetzt Vinyl Top BJ 43. 1968 wird der 3,9 Liter-Motor durch einen 4,2 Liter-Sechszylinder mit 135 PS ersetzt. Ab April 1972 können Land-Cruiser Käufer dann parallel zum 3,9 Liter-Benziner wieder einen Dieselmotor kaufen. Das neu entwickelte Triebwerk trägt den Kennbuchstaben H, verfügt über 3,6 Liter Hubraum und leistet wie zu Beginn der Karriere 85 PS.

Mit der ersten Ölkrise 1973/74 stellt Toyota dem 3,6 Liter Diesel einen zweiten Selbstzünder zur Seite. Dieser verfügt über drei Liter Hubraum, vier Zylinder und 76 DIN-PS. Der neue Motor mit dem Kennbuchstaben B ist moderner und besitzt bereits eine elektronisch gesteuerte Einspritzpumpe E.D.I.C. (Electronic Diesel Injection Control).

Aufteilung: der Hardcore-Land Cruiser bekommt Zuwachs

1977 feiert der J4 Deutschland-Premiere. Mit diesem Modell beginnt die bis heute andauernde Koexistenz von "light duty“-Versionen mit Schraubenfedern und "heavy duty“-Cruisern mit den traditionell bewährten Blattfedern. Weltweit hat Toyota zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als eine halbe Million Land Cruiser verkauft.

Mit der Einführung des J7 1985, wird auch stilistisch ein neuer Weg beschritten. Die Neuauflage verfügt erstmals über eine schräg stehende Frontscheibe, Servolenkung sowie eine umklappbare Rücksitzbank. Sie ist mit einem 2,4-Liter-Benziner mit 105 PS sowie einem 2,4-Liter-Saugdiesel mit 72 PS verfügbar, der schon 1986 durch Turbo und Feintuning auf 86 PS getrimmt wird. Das maximale Drehmoment steigt von 155 auf 188 Nm bei 2.400/min. Neben der besseren Beschleunigung erreicht der Turbo auch eine geringfügig höhere Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h.

Kein Benziner mehr, dafür flaniertaugliche Chrom-Sondermodelle

Und dann geht es im Jahresrythmus weiter: 1987 fällt der 2,4-Liter-Benziner in Deutschland komplett weg. Dafür bringt Toyota im selben Jahr ein flaniertaugliches Sondermodell mit verchromten Rädern, Breitreifen, polierten Trittbrettern und verchromten Stoßstangen auf. Im Januar 1988 kommt der LJ 73 mit Hardtop, um 290 Millimeter verlängertem Radstand und breiterer Spur hinten. 1989 folgt das Sondermodell LJ 73 Hardtop Special, aufgewertet unter anderem durch Velours Sitzpolster, verchromten Sporträdern mit 15 Zoll-Breitreifen, mattschwarzen Radlaufverbreiterungen, verchromten Stoßfänger und hochglänzenden Trittbretter.

Im April 1990 wertet Toyota die J7-Reihe mit Breitband-Scheinwerfern und Sporträdern im Format 215/80 R 16 auf. Außerdem: Der 2,4-Liter-Turbodiesel mit 66 kW (90 PS) und manuellem Fünf-Gang-Getriebe wird vorgestellt. Ein zuschaltbarer Allradantrieb mit Geländereduktion sowie eine automatische Differentialsperre an der Hinterachse sorgen von nun an für Vortrieb abseits befestigter Strecken. 1993 folgt der Land Cruiser KJ 70 mit 3,0-Liter-Turbodiesel, 125 PS und 295 Nm vor. Alle Modelle verfügen ab dem Zeitpunkt serienmäßig über einen Seitenaufprallschutz.

Stadt, Land, Cruise: Limousinen-SUV für alle

Die J9-Baureihe löst1996 nach elf Jahren die beliebten J7-Modelle ab. Sie zeichnet sich durch ein völlig neu entwickeltes Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorn und Mehrlenkerachse hinten aus. Zwei Radstände stehen zur Wahl, alle J9-Modelle verfügen über einen permanentem Allradantrieb. 1999 werden Karosserie und Innenraum des J9 geringfügig modifiziert, die Modellbezeichnung lautet ab sofort Land Cruiser 90. Toyota stellt den Ausführungen Basis und Special zudem eine Limited-Variante zur Seite. Zwei Motoren stehen zur Wahl: Der Drei-Liter-Turbodiesel mit 125 PS und der 3,4-Liter-V6-Benziner mit 178 PS. Die letzte Neuerung der Baureihe vor dem Modellwechsel erfolgt 2000: Der Turbodiesel wird durch den neuen 3,0-Liter-D-4D-Turbodiesel mit vier Ventilen pro Zylinder und Commonrail-Direkteinspritzung abgelöst, der 163 PS bei 3.400 U/min leistet und auch die neue Modellreihe befeuern wird.

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