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Land Rover Defender Neuauflage

Kommt der Landy doch zurück?

Land Rover Defender, England, Abschiedfahrt, Impression Foto: Craig Pusey 42 Bilder

Angeblich will ein britischer Milliardär den Defender wieder bauen. Fans in aller Welt sind elektrisiert. Was ist dran an dem Gerücht?

19.07.2016 Torsten Seibt 1 Kommentar Powered by

Jim Ratcliffe ist nicht irgendwer, obwohl in Deutschland wohl kaum einer den öffentlichtkeitsscheuen Industrieboss aus Großbritannien kennt. Der 64jährige James Arthur Ratcliffe gründete 1998 das Unternehmen Ineos, aus dem ein Chemie-Gigant mit mehr als 50 Milliarden Euro Jahresumsatz erwuchs. Ratcliffs Privatvermögen wird auf rund vier Milliarden Euro geschätzt.

Milliardär und Landy-Fan

Das muss vorausgeschickt werden, um das Gerücht zu untermalen, welches am 18. Juli von der Insel nach Festland-Europa schwappte. Denn laut mehreren britischen Medienberichten plant Ratcliffe die Neuaufnahme der Defender-Produktion. Land Rover hatte Anfang 2016 die Produktion des Defender eingestellt, seitdem gehen die Preise für gebrauchte Modelle des Geländewagens durch die Decke.

Ratcliffe ist nicht nur ausgesprochen reich, er ist auch ein erklärter Land Rover-Enthusiast. Und er möchte nun wohl prüfen lassen, wie sich eine Neuproduktion des Urgesteins realisieren ließe. Rund 300 Millionen Euro will er in die Hand nehmen, um ein neues Werk zu gründen und dort einen neuen Defender zu bauen.

Land Rover dementiert

Allerdings weder unter dem Namen Land Rover noch als Defender: Jaguar Land Rover hat umgehend erklärt, dass es undenkbar sei, eine Drittfirma ein Auto unter diesem Namen bauen zu lassen. Eine Geschäftsvereinbarung hierzu mit Ineos wird kategorisch verneint. Auch sei die von Ratcliffe aufgrund des Alters der Baureihe vermutete Rechtsfreiheit zum Bau eines Defender-lookalike-Geländewagen in Wahrheit keine. Alleine durch das Land Rover „Reborn“-Programm, bei dem ältere Modelle im ehemaligen Defender-Werk in Sollihull wieder in Neuzustand versetzt und vermarktet werden, bestehe ein aktueller Business Case und damit auch entsprechende Designrechte, ganz abgesehen von den Namensrechten.

Nachbau wäre kein Problem

Dass sich ein einfach aufgebautes Auto wie der Defender auch ohne die originalen Produktionsanlagen problemlos fertigen lässt, steht dabei außer Frage. Motoren, Getriebe, Achsen und die Peripherie sind als Zuliefererteile auf dem Markt, es müsste lediglich eine Karosserie designt und das Konglomerat zusammengefügt werden. Ob hierfür und für die notwendigen zulassungsrechtlichen Genehmigungen selbst bei einer Kleinserienproduktion im Stil des Morgan Threewheeler 300 Millionen Euro ausreichen, wäre die nächste Frage.

Zuletzt hatte Iveco versucht, mit dem Massif am Erfolg des Defender zu partizipieren, dabei hatte man damals sogar noch alte Rechte aus einer Zusammenarbeit von Land Rover und dem von Iveco übernommenen spanischen Hersteller Santana. Der Iveco Massif wurde allerdings wegen anhaltender Erfolglosigkeit wieder eingestellt. Ob Käufer ein Auto akzeptieren würden, das zwar wie ein Land Rover Defender aussieht, aber weder so heißt noch dessen Technik besitzt?

Ein Land-Rover-Sprecher hat jedenfalls auf unsere Anfrage unterstrichen, dass der Konzern in jedem Fall rechtlich gegen einen Hersteller vorgehen würde, der eine Defender-Kopie herstellt und vermarktet.

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Neuester Kommentar

Bitte nicht! Der Landy ist endlich Geschichte, noch aber werden die nächsten 50 Jahre wohl genug Modelle auf dem Weltmarkt sein um ihn weiter zu fahren.
Jetzt beginnt die neue Defender Zeit und auf die freue ich mich schon heute.

Curious 19. Juli 2016, 17:12 Uhr
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