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Land Rover Defender VDS Automatik

Der stufenlose Landy

Land Rover Defender VDS Automatik Foto: VDS Getriebe GmbH 13 Bilder

Aus Österreich kommt ein neues Automatikgetriebe speziell für Geländewagen. Erster Einsatzort ist der Land Rover Defender.

03.12.2015 Torsten Seibt Powered by

Wer oft in schwerem Gelände unterwegs ist, kennt die Vorzüge eines Automatikgetriebes. Unterbrechungsfreie Zugkraft, optimale, situationsgerechte Übersetzung, Entfall der mechanischen Kupplung als mögliche Defektquelle und nicht zuletzt natürlich der höhere Bedienkomfort. Im Geländewagensektor wird hierfür nahezu ausschließlich die klassische Wandlerautomatik angeboten, stufenlose Variomatikgetriebe konnten sich hier ebensowenig durchsetzen wie die moderneren automatischen Doppelkupplungsgetriebe, die nicht für die hohe Belastung im Offroadeinsatz geeignet sind. Aus Österreich kommt nun ein neuer Ansatz: ein stufenloses Planetenradgetriebe, das seinen Weg aus dem Nutzfahrzeugbereich in die Geländewagenszene finden soll. Als Versuchsträger für das neue Getriebekonzept der VDS Getriebe GmbH dient der Land Rover Defender.

Defender mit stufenloser Automatik

Als hoch geländegängiger Offroader bietet der Defender die perfekte Basis, die Vorzüge des stufenlosen Automatikgetriebes darzustellen. "Variable Twin Planet", kurz VTP, nennen die Entwickler das Getriebe und geben damit auch gleich die Funktionsbeschreibung an: ein Doppel-Planetensatz am Getriebeausgang ist das Herzstück des neuen Getriebes. Das VTP-Getriebe arbeitet als sogenanntes leistungsverzweigtes Getriebe. Das bedeutet, dass neben dem Planetensatz eine zusätzliche hydrostatische Einheit verbaut ist, die über eine Ölpumpe und einen davon angetriebenen Hydromotor bei niedrigen Geschwindigkeiten den Radantrieb übernimmt. Eine funktionsähnliche Bauweise findet sich in den Hybrid-Pkw von Toyota, allerdings mit anderer Zielsetzung und Elektro- statt Hydromotor.

Das VTP-Getriebe hat VDS ursprünglich für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge entwickelt, im Schlepperbereich sind solche Getriebe seit langem Serienstandard. Die im Vergleich zu solchen Nutzfahrzeug-Getrieben verkleinerte Bauform, wie sie im Land Rover Defender-Versuchsträger zum Einsatz kommt, bringt die Vorteile dieser Technik nun erstmals in den Geländewagenbereich.

Das Beste aus zwei Welten

Für Offroad-Fahrer besonders bemerkenswert: das VTP-Getriebe merzt das größte Manko einer herkömmlichen Wandlerautomatik, die geringe erzielbare Motorbremswirkung bei steilen Bergabfahrten, komplett aus. Durch die permanente Verbindung zwischen Motor und Getriebe kann die volle Motorbremswirkung bis zum Stillstand eingesetzt werden. Am Berg ermöglicht das VTP-Getriebe das Anfahren ohne Zugkraftunterbrechung auch mit niedrigen Motordrehzahlen. Durch die stufenlose Übersetzung entfällt außerdem das Verteilergetriebe mit der Geländeübersetzung – es gibt (im Versuchsträger per Mittelkonsole mit Tastern realisiert) nur noch die Auswahl zwischen Vorwärts und Rückwärts, eine Längssperre für die starre Verbindung beider Achsen ist ebenfalls integriert. Außerdem im VTP-Getriebe integriert ist ein Tempomat.

Das VTP-Getriebe für Geländewagen befindet sich derzeit noch im Erprobungsbetrieb, der Defender ist der erste Versuchsträger. Entsprechend gibt es seitens des Herstellers noch keine Angaben zu möglichen Preisen im Serienbau. Ausgelegt ist das Getriebe für ein Eingangsdrehmoment von bis zu 450 Newtonmeter und Eingangsdrehzahlen bis zu 3.600 U/min, was entsprechend in erster Linie Diesel-Geländewagen für den Einsatz prädestiniert.

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