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Land Rover in Big Apple

Mit dem Range Rover über den Dächern von New York

Range Rover Foto: press-inform 21 Bilder

Wo könnte Land Rover seine überarbeitete Modellpalette aus Range Rover, Range Sport und Discovery IV besser vorstellen als in New York. Big Apple ist die Range-Rover-Stadt Nummer eins.

16.04.2009

Auch in London, Moskau und Los Angeles fahren unzählige Geländewagen der britischen Nobelmarke durch die überfüllten Straßen. Besonders beliebt sind die trutzburgartigen Range-Rover-Modelle jedoch in "Big Apple". Nirgends auf der Welt ist ihre Anzahl pro Quadratmeter höher. Ein Grund dafür ist sicher, dass die Kunden an der Ostküste als besonders anglophil gelten. 

Dementsprechend geht es in den Verkaufsräumen von Land Rover of Manhattan an der 11th Avenue zu.  "Bevor bei uns ein Kunde einen Range Rover kauft, geht es erst einmal aufs Dach zur Testtour", lacht Verkaufsleiter Jeff Drajin, "jeder Land-Rover-Händler muss so einen Parcours haben. Doch wir sind zumindest in den USA der einzige, der ein Offroad-Trainingsgelände auf dem Dach eines Hochhauses hat."

30.000 Land Rover für die USA, jeder Fünfte für New York

Im vergangenen Jahr verkaufte Land Rover in den USA knapp 30.000 Autos. "Davon jeden fünften Wagen allein in New York", so Chris Marchand, Chef von Land Rover USA. Offiziell auf dem Markt ist Land Rover in den USA seit 1987. Der erste Händler startete – natürlich - in New York. So geht es mit dem Aufzug in den achten Stock, von hier aus über ein Treppenhaus aufs Dach in Etage neun. "In den 20er Jahren war in diesem Gebäude der Autohersteller Packard untergebracht", erzählt Jeff weiter, "vieles von den Dachbauten stammt noch von damals."

Die Ansammlung von gebrauchten Modellen von Land Rover oder den einstigen Markenschwestern Ford oder Volvo zieht hier oben über den Dächern von Manhattan jedoch kaum Blicke auf sich. Der Ausguck über den südlichen Teil von Manhattan ist grandios. Bis zum Hudson, der Manhattan von New Jersey trennt, sind es in Richtung Westen nur 200 Meter. Gerade bei Sonnenschein sollte man das ungewöhnliche Panorama genießen. Erst kurz danach fällt einem auf, das schräg gegenüber der BMW von Manhattan in einem Glaspalast auf Kundenfang geht.  

Teststrecke auf der Dachterasse

Doch die meisten Kunden, mit denen Jeff Drajin und sein Verkaufsteam aus sechs Leuten hier hinauf fährt, ist der Ausblick einerlei. Man kennt ihn, zumeist spektakulärer von deutlich höheren Gebäuden. Doch auf keinem anderen Dach kann man offroad fahren und schon gar nicht mit einem Range Rover. Neben einem kleinen Rundkurs befindet sich die Teststrecke auf dem östlichen Teil der ungewöhnlichen Dachterrasse. Hier strahlen rechtzeitig zum Frühlingsbeginn bereits die frisch gepflanzten Blumen und ein angelegter Steingarten. Dahinter eingebettet ein kurzer Geländeparcours mit An- und Abstieg, Geröllfelsen und viel Rindenmulch. "Auf dem künstlich angelegten Geröll kann der Range sogar hier auf dem Dach seine Verschränkung zeigen. Wer das schafft, der ist auch auf den Straßen von New York durch kaum etwas zu überraschen", erzählt Jeff Drajin, als einer seiner Verkäufer mit einem schwarzen Ungetüm die ungewöhnliche Konstruktion zu dritten Mal hinauffährt. 

Schlaglöcher groß wie Kleinwagen

Zudem gibt es für jeden Interessenten eine Testtour über die katastrophalen Straßen von New York. Schlaglöcher so groß, dass darin Kleinwagen verschwinden könnten, sind keine Ausnahme. Das ist auch der Grund dafür, weshalb sich die meisten der rund 14.000 New Yorker Taxis fahren, als hätten sie schon Millionen von Meilen auf dem Buckel. In Wirklichkeit sind es pro Jahr nur rund 100.000 Meilen – die jedoch eine tägliche Marterstrecke sind.  "Neben dem Design ist auch das ein Grund dafür, weshalb wir hier so beliebt sind", so Jeff Drajin, "der Wagen gibt den Leuten schon wegen der hohen Sitzposition Sicherheit und man wird entsprechend im Straßenverkehr wahrgenommen. Und von der Geländegängigkeit profitiert man zusammen mit der Motorleistung auf jedem Meter in der City."

Das Range Rover Top-Modell steht in der Käufergunst ganz oben

Chris Marchand, Chef von Land Rover USA: "Der Range Rover ist das perfekte Auto für New Yorks Reichen – gut in der Stadt und ideal, wenn es raus in die Hamptons geht."   Auch wenn es infolge der Wirtschaftskrise gerade besser laufen könnte, ist die Nachfrage nach Range-Rover-Modellen nach wie vor groß. Nur die Planung fällt schwerer. Jeff: "An manchen Tagen geht bei uns nicht viel. Dann geht es plötzlich ein paar Tage wieder ganz gut." Die Kundschaft von Land Rover stammt in New York in erster Linie aus dem Finanzsektor und der hat gerade in Big Apple anderes als die Auswahl eines neuen Geländewagens im Sinn. In einem guten Jahr verkauft Land Rover allein in der Metropolitan Area von New York mehr als 1.200 Range Rover. Zuletzt war der Anteil der Sport-Modelle mit 60 Prozent höher als dem normalen Nobel-Range.

Für Discovery und Freelander interessiert sich wegen des müden Images hier kaum jemand. "Wir waren letztes Jahr der Händler mit den meisten verkauften Supercharged-Modellen", berichtet Drajin nicht ohne Stolz. Heißt, das knapp 400 PS starke Topmodell steht in der Gunst der Kunden hier besonders weit oben. Ein Grund dafür, weshalb Land Rover seine überarbeitete 2010er Modellfamilie auch auf der New York Autoshow ein paar Meilen weiter südlich im Javits-Messecenter erstmals der Öffentlichkeit präsentierte.

Der Diesel für die USA wird kommen

Die neuen Modelle bieten einen aufgewerteten Innenraum, sowie Modifikationen an Schürzen, Schwellern und den Leuchteinheiten. Zudem gibt es neue Triebwerke. Die New Yorker Kundschaft freut sich über die neuen Achtzylinder. Das neue Topmodell leistet 510 PS und tut sich damit noch leichter, den knapp 2,5 Tonnen schweren Koloss leistungsstark von Ampelkreuzung zu Ampelkreuzung zu beschleunigen. Und die Land-Rover-Verantwortlichen haben das Thema Diesel nicht aus den Augen verloren. Ähnlich wie die deutschen Geländewagenhersteller scheint die Einführung eines leistungsstarken Dieselmotors in den USA nur eine Frage der Zeit.

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