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Landesweiter Streik bei Fiat - Großdemonstration in Rom

Foto: Fiat

Update ++ Fiat im Ausstand: Die Mitarbeiter des angeschlagenen italienischen Konzerns haben am Freitag (11.3.) landesweit die Arbeit niedergelegt, um gegen die Sanierungsmaßnahmen der Unternehmensspitze zu demonstrieren.

11.03.2005

Mit dem achtstündigen Streik wollte die Belegschaft auf ihre "große Besorgnis über die Zukunft des Turiner Autohauses und die Krise des gesamten Sektors" aufmerksam machen, berichteten italienische Medien. An einer Großdemonstration in Rom nahmen Gewerkschaftsangaben zufolge rund 20.000 Menschen teil, dabei neben den Arbeitnehmern auch Oppositionspolitiker und der Turiner Bürgermeister Sergio Chiamparino.

Vor allem gehe es den Gewerkschaften darum, neue Verhandlungen über die Sanierung des krisengeschüttelten Unternehmens einzuleiten, hieß es. Angesichts der neuen Situation nach der Trennung von US-Partner General Motors (GM) im vergangenen Monat müsse der Rettungsplan völlig neu überdacht werden. Stellenkürzungen und Unternehmensschließungen allein würden als Lösungen so nicht akzeptiert: «Fiat produziert Motoren in Polen, Getriebe in der Türkei und Arbeitslose in Turin», war auf einem Spruchband zu lesen.

Eine Delegation von Gewerkschaftsvertretern traf sich am Mittag zu Gesprächen mit Regierungspolitikern. Gewerkschaftsangaben zufolge beteiligten sich durchschnittlich 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten an dem Ausstand. Für das Turiner Hauptwerk Mirafiori handele es sich um den größten Streik seit 1980, sagte ein Gewerkschafter. Fiat teilte hingegen mit, die Streik-Beteiligung sei weit niedriger gewesen.

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