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Laserlicht im BMW i8

Es werde Licht

Laserlicht, BMW i8, Frontansicht Foto: Achim Hartmann 20 Bilder

Dieses Jahr wird es hell auf Rennstrecken und Landstraßen – das Laserlicht kommt. Wir lassen uns vom BMW i8, der das Laserlicht optional erhalten wird, erleuchten.

24.04.2014 Jens Dralle Powered by

Die Bedeutung des Lichts für den Fahrspaß wird allgemein unterschätzt. Im Motorsport ist man da schon weiter, dort geht es schließlich um Sieg oder Niederlage – und da darf man die Piste mit deutlicheren Freiheiten, als sie die StVZO vorsieht, bestmöglich ausleuchten. Audi setzt dieses Jahr beim R18 e-tron quattro, der in Le Mans starten wird, erstmals eine Kombination aus LED- und Laserlicht ein. BMW ermöglicht einem größeren Kundenkreis den Zugang zu dieser Technologie.

BMW i8 mit Laserlicht erhältlich

Wobei: Der Hybrid-Sportwagen BMW i8, für den das Laserlicht zunächst verfügbar sein wird, kostet 126.000 Euro – ohne die neue Option. Was also kann der neue Wunderscheinwerfer? Zunächst einmal knausern, denn gegenüber der bisherigen LED-Technik benötigt das Laserlicht weder mehr Bauraum noch mehr Energie.

"Eine Laserdiode misst nur rund ein Zehntel einer einzelnen LED. Beim i8 beispielsweise ist sie gerade mal drei Zentimeter hoch, ein entsprechender Xenon-Scheinwerfer wäre rund neun Zentimeter hoch", erklärt Stefan Weber, Projektleiter Laserlicht bei BMW.

Das wiederum ermöglicht den Designern einen größeren Gestaltungsspielraum. ungeachtet der Kompaktheit strahlt das Laserlicht gegenüber einem LED-Fernlicht dreimal heller, insgesamt bis zu 600 Meter weit. Die Beleuchtungsstärke liegt also bei 300 statt 100 Lux pro Scheinwerfer – und es ward hell auf der einsamen Allee im Münchner Hinterland. Die Leuchtkraft des BMW i8 beeindruckt, die Präzision der Lichtquelle ebenfalls.

Laserlicht sendet einen eher punktuellen Strahl in die Ferne

Und wie funktioniert’s? Zunächst einmal baut die neue Technik auf der bisherigen auf. "Die Basis bildet der bekannte LED-Scheinwerfer, den Laser-Boost nutzen wir lediglich für das Fernlicht unter bestimmten Voraussetzungen", sagt Weber. Der Grund: Das Laserlicht sendet einen eher punktuellen Strahl in die Ferne, während das LED-Fernlicht mehr in die Breite streut. Je nach Fahrsituation kann das durchaus gewünscht sein, beispielsweise bei langsamerer Fahrt auf Landstraßen, um potenzielle Gefahren am Fahrbahnrand früher erkennen zu können.

Weber bringt es auf den Punkt: "Wir nutzen jede Lichtquelle für das, was sie am besten kann." Nach welchen Parametern der BMW i8 sein Licht verändert, will der Projektleiter derzeit allerdings noch nicht verraten. Neben dem Geschwindigkeitssignal könnte der Sportwagen auch Daten des Navigationssystems nutzen. Ähnlich verfährt Audi: Noch bevor die R18-Piloten einlenken, leuchtet der Scheinwerfer bereits die Kurve aus. Wird der Laser aktiviert – was innerhalb weniger Millisekunden mit maximaler Stärke geschieht –, leuchtet er senkrecht von oben in einen Reflektor und strahlt in der Breite einer Landstraßenfahrbahn ab.

Eine automatische, um 0,1 Grad genaue Leuchtweitenregulierung minimiert die Blendgefahr beim Beschleunigen. Weiterer Vorteil der neuen Technik: Durch die geringere Streuung vermindert sich auch der sogenannte Weiße-Wand-Effekt bei Nebel, lässt sich jedoch nicht vollständig eliminieren. Aber bei Nebel macht Fahren sowieso keinen Spaß mehr.

Der Projektleiter

Stefan Weber treibt für BMW die Entwicklung des Laserlichts voran: "Die Vorteile sind offensichtlich: mehr Lichtleistung ohne Einschränkung bei Bauraum und Energieverbrauch. Bei gleicher Energiezufuhr strahlt das Laserlicht dreimal heller als LED."

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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