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Le Mans 2008

Peugeot setzt auf F1-Piloten

Foto: Peugeot 20 Bilder

Peugeot will 2008 mit aller Macht zum dritten Mal das 24 Stunden-Rennen von Le Mans gewinnen. Bei den vier Neuverpflichtungen für das neunköpfige Fahrerteam für die drei Werks-908 HDI FAP setzen die Franzosen auf geballte Formel 1-Erfahrung.

18.02.2008 Powered by

Neu bei Peugeot sind die beiden Österreicher Alex Wurz und Christian Klien, der Franzose Franck Montagny sowie der Brasilianer Ricardo Zonta. Wieder im Team ist Formel 1-Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve, der bereits im letzten Jahr beim Le Mans-Debüt des 908 bei dem französischen Team zum Einsatz kam. Auch Marc Gené aus Spanien, Stéphane Sarrazin aus Frankreich und Pedro Lamy aus Portugal verfügen über Formel 1-Erfahrung. Lediglich der Franzose Nicolas Minassian war nicht in der Königsklasse aktiv.

Präsentation in Paris

Zusammen mit Testfahrer Anthony Beltoise kann das zehnköpfige Peugeot-Fahrerpersonal auf die Erfahrung von insgesamt 393 Formel 1-Grand Prix und 32 LeMans-Teilnahmen zurückblicken. Bei der Präsentation des Fahrer-Teams und des neuen Autos in Paris versprühte Peugeot-Sportchef Michel Barge schier unbegrenzten Optimismus. Er ist sich sicher: "Wir haben ein Traumteam. Der zweite Platz von 2007 war ein außergewöhnlicher Erfolg für die erste Teilnahme. Aber jetzt wollen wir ganz oben auf das Podium. Dafür haben wir hart gearbeitet."

"Der neue 908 ist in allen Bereichen besser geworden", erklärte Teammanager Serge Saulnier. "Speziell an der Aerodynamik, am Motor und am Getriebe haben wir viel gearbeitet. Dabei wurde vor allem auf die Zuverlässigkeit größten Wert gelegt." Durch das Gewicht des Diesels liege der Bolide allerdings immer noch über dem vom Reglement vorgeschriebenen Mindestgewicht von 900 Kilogramm, sagt Technikchef Bruno Fabin. Seit Juni 2007 arbeiten die Techniker bereits daran, auch noch die letzten Fettpölsterchen abzubauen.

Dauerspurt in LeMans

Im vergangenen Jahr hat zum Sieg vor allem die Konstanz gefehlt. Diese Schwäche soll nun behoben sein. Das 24 Stunden-Rennen von Le Mans wird immer mehr zum Sprint: "Wir wollen im Rennen den gleichen Rhythmus vorlegen wie im Training", kündigte Saulnier an. Sportchef Barge ist sich sicher: "Der neue 908 kann über 24 Stunden spurten." Peugeot-Neuling Wurz prophezeit: "Wir sind das Team, das es zu schlagen gilt."

Das erste Duell mit dem Erzrivalen Audi geht bereits im März über die Bühne. Bei den zwölf Stunden von Sebring soll das erfahrene Fahrer-Trio Stéphane Sarrazin, Nicolas Minassian und Pedro Lamy siegen. Die Vorzeichen für einen französischen Erfolg sind nicht schlecht: Bei den Wintertestfahrten auf dem rumpeligen Flugplatz-Kurs in Zentral-Florida fuhr Peugeot einen neuen inoffiziellen Streckenrekord und war damit deutlich schneller als Audi.

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