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24h-Rennen von Le Mans 2013

Die Le Mans-Tradition lebt

24h von Le Mans, Legends, mokla, 0613 Foto: Bernhard Schoke 15 Bilder

60 historische Rennwagen starteten im Rahmen des 24-Stunden-Rennens von Le Mans. 245.000 Zuschauer erlebten Autos aus den 1950er und 60er Jahren im Vorprogramm zum aktuellen Rennen.

28.06.2013 Dirk Johae Powered by

Das Rennen der klassischen Sportwagen über 45 Minuten auf der 13,69 Kilometer langen Strecke war die sichere Beute von Rennprofi Alex Buncombe. Der 31-jährige Engländer feierte in einem Costin-Lister Jaguar aus dem Baujahr 1959 einen Start-Ziel-Sieg. Dieser Rennsportwagen von Lister, der mit einem 300 PS starken Jaguar-Sechszylinder ausgestattet ist, verfügt über eine von Frank Costin entwickelte windschlüpfige Karosserie. Die Vorzüge dieser Karosserie erweisen sich auf den langen Geraden von Le Mans als besonders vorteilhaft.

1959 setzte Lister drei dieser offenen Zweisitzer mit Costin-Karosserie ein. Aber alle Autos der Marke aus Cambridge fielen damals aus. Nur wenige Monate nach dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans schloss Brian Lister seine Firma. 1963, vor 50 Jahren also, setzten zwei englische Privatfahrer einen Costin-Lister ein, der mit einer geschlossenen Karosserie versehen wurde. Das Team schied aber durch einem Defekt an der Kupplung nach vier Stunden aus.  Dieses Auto startete ebenfalls beim Le Mans Legend  und landete im Mittelfeld.  

Ehemaliges Cunningham-Auto

Lister verkaufte das Auto, mit dem Buncombe in Le Mans startete, zusammen mit einem Schwestermodell  an das US-amerikanische Team des reichen Kaliforniers  Briggs Cunningham.  Dessen Fahrer Walt Hansgen feierte mit diesem Costin-Lister (Chassisnummer 123) die Meisterschaft des Sports Car Club of America (SCCA) 1959. Vor drei Jahren wurde der weiße Zweisitzer mit blauem Streifen für über 1 Million US-Dollar versteigert.

Schwierige Streckenbedingungen und Le Mans-Ferrari im Aus

Pech hatte dagegen Carlos Monteverde, der Sieger des historischen Laufs im Rahmen des 24 Stunden-Rennens 2010, musste das Rennen  nach Problemen mit seinem Ferrari 250 LM vorzeitig bereits nach zwei von neun Runden beenden. 1965 erreichte dieser Ferrari als Gesamtzweiter das Ziel des französischen Langstreckenrennens. Die belgischen Fahrer Pierre Dumay und Gustave Gosselin passierten hinter Jochen Rindt und Masten Gregory, die ein Schwestermodell steuerten, mit sechs Runden Rückstand die Ziellinie. Es war übrigens der letzte Gesamtsieg von Ferrari in Le Mans.

Wie das aktuelle 24-Stunden-Rennen im Anschluss fand das „Le Mans Legend“ unter schwierigen Bedingungen bei gemischten Bedingungen aus regennasser und abtrockenender Strecke statt. Besonders schlimm erwischte es den Fahrer eines Aston Martin DB2, der sich überschlug, zum Glück aber nach einigen Minuten unverletzt aus dem Auto klettern konnte.

Reizvolles Starterfeld zum Le-Mans-Jubiläum

Zu m 90-jährigen Jubiläum versammelte der Rennorganisator erlesene Autos für das berühmteste Langstreckenrennen der Welt. Zum interessanten und abwechslungsreichen Starterfeld gehörten die in Le Mans besonders erfolgreichen Jaguar D-Type ebenso wie Exoten: Rudolf Ernst brachten seinen Kieft-Climax 1100 aus dem Jahr 1954 an den Start. Ein HRG Le Mans Lightweight von 1947 war zum Beispiel ebenso zu bewundern wie ein Alpine A210 von 1965.

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