Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Takata Airbag-Desaster

Weitere 17 Millionen Rückrufe allein in den USA

Foto: Bosch 12 Bilder

Die Rückrufwelle wegen lebensgefährlicher Airbags des japanischen Zulieferers Takata schwillt zum Tsunami an: Allein in den USA müssen die Airbags von insgesamt 33,8 Millionen Fahrzeugen getauscht werden. Das bedeutet nahezu eine Verdoppelung der Rückrufe (bislang etwa 17 Millionen) für diesen Markt.

19.05.2015 Gerd Stegmaier

Die Detroit News berichtet, dass die National Highway Safety Administration (NHSA) den japanischen Hersteller zu diesem Schritt gezwungen hat.  

Schon 2014 mussten zehn Autohersteller, deren Fahrzeuge mit Takata-Airbags bestückt sind, weltweit mehr als 21 Millionen Autos zurückrufen, erst kürzlich kamen 6,5 Millionen Rückrufe von Toyota und Nissan, sowie 4,8 Millionen von Honda hinzu. Von mehr als 36 Millionen Autos weltweit war bislang bekannt, dass sie mit den Airbags von Takata bestückt sind, die bereits sechs Todesopfer und mehr als 100 Verletzte forderten. Bislang ist unklar, ob die neuerliche Eskalation bedeutet, dass auch für die Zahl der weltweiten Rückrufe eine Verdoppelung droht.

Tödliche Splitter oder gefährliche Nicht-Auslösung

Die Defekte in den Sensoren der Luftkissen, die eigentlich die passive Sicherheit verbessern sollen, haben inzwischen mehrere Auswirkungen: Bei den Rückrufen zuletzt hieß es, der Airbag könne im Falle eines Unfalls „nicht mehr ordnungsgemäß“ auslösen, weil Feuchtigkeit in den Gasgenerator eindringen könne. Es besteht aber zudem die Gefahr, dass die Airbags wegen ohne Unfallauslösung platzen. Und bei der Explosion der Takata-Airbags kann es außerdem passieren, dass  Teile der Metallverkleidung wie Geschosse durch den Fahrzeugraum geschleudert werden und so zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen führen.

Auch BMWs vom Airbag-Desaster betroffen

Die zehn betroffenen Autohersteller – BMW, Fiat Chrysler, Ford, General Motors, Honda, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Subaru und Toyota – haben inzwischen ein übergreifendes gemeinsames Testprogramm gestartet, um des Problems Herr zu werden. Takata hat die Produktions zahlen der Ersatz-Kits von 350.000 auf 450.000 Stück pro Monat erhöht und will im September auf 900.000 Stück pro Monat kommen. 

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden