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Leoni mit Gewinnwarnung

Foto: Leoni

Der Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni hat wegen der Schwäche der Autoindustrie seine Geschäftsprognose gesenkt. Der Vorstand erwarte nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 110 bis 120 Millionen Euro (bislang: rund 140 Mio Euro) und einen Umsatz von mindestens 2,9 Milliarden Euro (bislang: mindestens 3,0 Mrd Euro), teilte das Unternehmen am Dienstag (14.10.) in Nürnberg mit.

14.10.2008

Das vierte Quartal werde in der Bordnetzsparte deutlich schwächer ausfallen. Die Leoni-Aktie verlor bis Dienstagmittag rund 15 Prozent und notierte bei 13,20 Euro.

Wesentlicher Grund für die geänderte Prognose sei, dass die Bordnetzsparte von einem deutlich schwächeren vierten Quartal ausgehe, teilte die Leoni AG mit. Es sei zu befürchten, dass die Automobilindustrie neben den bereits angekündigten Produktionsdrosselungen weitere Kürzungen vornehmen werde. Als Reaktion darauf müsse Leoni seine Bordnetz-Produktion anpassen, die ausschließlich an ausländischen Standorten stattfinde, vor allem in Nordafrika und Osteuropa. Abgemildert werde dies jedoch Anfang 2009 durch einen Kapazitätsaufbau für neu anlaufende Pkw-Projekte. Das Bordnetz sind alle elektrischen und elektronischen Bauteile in einem Fahrzeug.

Spürbare Absatzrückgänge sind nach Unternehmensangaben auch in der Draht- und Kabelsparte zu verzeichnen, nämlich bei Automobil-Leitungen und Anschlussleitungen für die Hausgeräteindustrie. Ein Großteil dieser Sparte weise aber dank hoher Nachfrage nach Spezialkabeln weiterhin eine stabile Entwicklung auf. Auf die EBIT-Prognose wirke sich auch der stark gefallene Kupferpreis aus, der zu einer Abwertung von Lagerbeständen führe.

Zugleich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm an. Die Gesellschaft wolle bis zu zehn Prozent der 29,7 Millionen eigenen Papiere erwerben, teilte Leoni mit. Der Kauf erfolge über die Börse und werde aus dem operativen Cash-Flow finanziert. Die Aktien könnten als Akquisitionswährung bei möglichen Übernahmen oder bei Beteiligungen an Unternehmen dienen, hieß es.

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