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Leoni will wachsen

Foto: Leoni

Nach Rekordzahlen 2005 erwartet der Kabel- und Bordnetzhersteller Leoni weiteres kräftiges Wachstum und peilt die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro an. Im laufenden Jahr solle der Konzernumsatz auf 1,7 Milliarden und 2007 auf 1,8 Milliarden Euro steigen, kündigte Vorstandschef Klaus Probst am Mittwoch (22.3.) an.

22.03.2006

"Weitere Firmenübernahmen und neue Großprojekte sind dabei nicht berücksichtigt", sagte er. In zwei bis drei Jahren sei ein Umsatz von zwei Milliarden Euro realistisch. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde in den nächsten beiden Jahren jeweils eine Marge von rund sieben Prozent erwartet.

Gute Wachstumschancen sehe der Konzern in China, berichtete der für Bordnetz-Systeme verantwortliche Vorstand Uwe H. Lamann. 2005 wurde mit dem Bau eines Werkes und eines Entwicklungszentrums im Großraum Shanghai begonnen. Von dort soll der größte chinesische Automobilhersteller SAIC beliefert werden. Mittelfristig solle China mehr als zehn Prozent zum Bordnetz-Umsatz beitragen.

Leoni produziert an rund 60 Standorten in 23 Ländern. Zum Jahresende 2005 beschäftigte der Konzern 32.638 Mitarbeiter (plus 2.681), davon fast 90 Prozent im Ausland. In Inland stieg die Zahl der Beschäftigten vor allem durch Firmenübernahmen um 687 auf 3.698.

Das vergangene Jahr schloss Leoni mit einem Umsatzplus von 24 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro ab. Das EBIT stieg um 80 Prozent auf 102,8 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss wurde auf 56,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Dividende für 2005 solle von 0,42 Euro auf 0,57 Euro erhöht werden, teilte die im M-DAX notierte Leoni AG (Nürnberg) mit.

Großprojekte für neue Automodelle der wichtigsten Kunden General Motors (Opel), DaimlerChrysler und BMW sorgten im Bereich Bordnetz-Systeme für ein Umsatzplus von 29 Prozent auf 879,4 Millionen Euro. "Nahezu alle von Leoni belieferten Pkw-Modelle sind sehr gut am Markt etabliert", sagte Konzernchef Probst. Etwas rückläufig sei dagegen der Umsatz mit VW und Audi gewesen. Nach Probsts Angaben hängen drei Viertel des Leoni-Geschäfts von der Automobilindustrie ab, die auch der größte Absatzmarkt für den Unternehmensbereich Draht und Kabel ist. Die Erlöse in dieser Sparte stiegen um 18 Prozent auf 668,6 Millionen Euro.

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