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Leseraktion: Mercedes GLK

Was kann das neue Mercedes-SUV?

Foto: Reinhard Schmid 12 Bilder

27 Leser von auto motor und sport durften den neuen Mercedes GLK einen Tag lang im Gelände und auf Asphalt testen.

17.10.2008 René Olma

Steil bergauf

E s regnet in Strömen, der Boden im Offroad-Park Camp4Fun beim Nürburgring ist matschig und glitschig. Solche Bedingungen steigern nicht gerade die Zuversicht des Piloten. Karl-Heinz Hebentanz soll den GLK eine steile Anhöhe hinauffahren. Auf halbem Weg bittet Instruktor Kurt Mitschele den 64-jährigen Geschäftsführer zu halten. "So, jetzt erleben Sie die Berganfahrhilfe. Einfach wieder von der Bremse und sachte Gas geben." Der Audi Q7-Besitzer folgt den Anweisungen, und der GLK kriecht problemlos bergauf.

Mercedes GLK - der neue SUV von Mercedes 1:31 Min.

Härtetest der Leser

"Wahnsinn", findet Hebentanz, der schon Nissan Patrol und Mitsubishi Pajero besessen hat und einer von 27 auto motor und sport-Lesern ist, die den GLK auf Herz und Nieren testen. Klar, dass dabei die Probefahrt durch tiefe Pfützen und Schlamm nicht fehlen darf, auch wenn der GLK im echten Leben wohl nur selten im Morast wühlen dürfte – auch, weil die Besitzer Beschädigungen fürchten. Marco Rinne bemerkt schon auf der Zufahrt zu den Hindernissen: "Gut, dass es nicht mein Auto ist."

Pro und Contra

Immerhin lernen die Teilnehmer an diesem Tag, dass es im Gelände vor allem auf reduziertes Tempo ankommt. "Je langsamer sie fahren, desto besser kann die Technik arbeiten", erklärt Mercedes-Entwickler Mitschele. "Wer in der Wüste einmal zu schnell ist, muss lange laufen."

Da fühlen sich die Leser auf der Straße schon mehr in ihrem Element.Der erste Eindruck vom Mercedes? Das kantige Design kommt an. Till Funke gefällt das Styling jedenfalls sehr - außen wie innen. Seine Co-Pilotin Claudia Sikorski sieht das differenzierter: "Innen ist er mir zu eckig." Außerdem findet sie den GLK, wie andere Leser übrigens auch, zu teuer. Angenehm überrascht äußert sich der Volvo XC 90-Fahrer Funke hingegen über den Fahrkomfort des mit 20-Zoll-Rädern bestückten GLK 320 CDI: "Trotz der großen Räder fährt er sich sehr komnfortabel." Ebenfalls positiv fällt ihm das Automatikgetriebe auf: "Man merkt die Schaltvorgänge fast gar nicht."

Bei einem Boxenstopp haben die Testfahrer dann die Gelegenheit, die Ausstattung des Kompakt-SUV genauer unter die Lupe zu nehmen. Schon beim Aussteigen wird erste Kritik laut: Die breiten Schweller sind so geformt, dass man beim Verlassen des Wagens mit der Wade darüberstreift. "Da wird beim Aussteigen immer die Hose dreckig", moniert die 40-jährige Anja Büschner. Grundsätzlich überzeugt der GLK die Passagiere, daher richtet sich ihr Augenmerk auf Details: Vielen missfällt der in Relation zur Außengröße zu kleine Kofferraum. Allerdings hängt das Urteil auch davon ab, was die Teilnehmer privat fahren und im Alltag unternehmen.

G-Klasse-Besitzer Lutz Brüggemann ist das Raumangebot für eine Familie mit zwei Kindern und großem Hund zu klein. Stefan Zander, der derzeit in einem Audi A4 unterwegs ist, empfindet den GLK hingegen als ausreichend für eine vierköpfige Familie. Klaus Thanscheidt lobt, dass er geräumiger als sein BMW X3 ist.

Dass auto motor und sport-Leser einen Blick für Details haben, zeigen einige der bemängelten Punkte. So kritisiert nicht nur Kai Müller, dass der Hebel für den Tempomat just da platziert ist, wo man instinktiv den Blinker vermutet. Matthias Puschert fühlt sich schnell wohl und lobt die Übersichtlichkeit im Innenraum. Dem pflichtet Karl-Heinz Hebetanz bei, "doch es fehlen Ablagen. Was will ich mit einem Getränkehalter, wenn ich mein Handy nirgendwo verstauen kann?"

Gelungener Kompromiss

Dass Mercedes mit dem kantigen GLK neue Zielgruppen erschließen könnte, lässt die Aussage von Matthias Puschert erahnen. Der BMW Fünfer-Besitzer bemerkt anerkennend, dass er sich "nicht wie ein Mercedes, sondern richtig dynamisch fährt. Ein guter Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Außerdem sind Benziner und Diesel sehr ruhige Motoren." Angesichts der Testautos GLK 320 CDI und GLK 350 bleibt für viele allerdings eine wichtige Frage unbeantwortet: Wie fahren sich die kleinen Motoren? Denn Downsizing ist alles andere als ein Tabu-Thema, der GLK für manchen Teilnehmer eine echte Alternative zu ML und Co.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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