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Leser fahren Mercedes

Wochenende im Wald

Leser fahren Mercedes 21 Bilder

Natur erleben, Ruhe genießen, Tiere beobachten: Im herbstlichen Büdinger Wald fühlen sich die zehn Gewinner unserer Fahrveranstaltung fast wie in Kanada. Es ist die dritte Veranstaltung mit Mercedes, bei der 4Wheel Fun-Leser die Möglichkeit haben, zwei Tage mit den neuesten Offroadern der Schwaben Deutschland neu zu entdecken.

28.12.2008 Powered by

Neugierig lugt der Rehbock aus dem Dickicht: So eine Prozession hat er hier noch nicht gesehen. Vor seinen wachsamen Augen defilieren in Schrittgeschwindigkeit zwölf Mercedes-Geländewagen vorbei. Es ist nicht ganz sicher, wer hier wen genauer beobachtet. Denn auch in den Autos werden die Hälse gereckt, um den seltenen Anblick zu genießen. Normal ist das nicht: Mitten durch den Büdinger Wald fahren allenfalls Forstarbeiter oder Waidmänner. Die Öffentlichkeit darf das Revier nur zu Fuß betreten.

Der Büdinger Forst in Hessen ist mit seinen 8500 Hektar der größte deutsche zusammenhängende Wald in Privatbesitz – und für die Teilnehmer ein einzigartiges Erlebnis, zu dem nicht nur das Kaiserwetter und die atemberaubende Farbenpracht des Herbstlaubs beitragen. Dabei gibt es nur einen Ausschnitt zu besichtigen. Für eine komplette Tour müsste man sich wohl einige Wochen Urlaub nehmen: Allein die befestigten Wege im Büdinger Forst sind mehrere Hundert Kilometer lang, dazu kommen unzählige Feldwege, Rückepfade, Wurzelpisten …

Unterwegs sind wir – wie schon einen Monat zuvor bei der letzten Aktion in Horstwalde – mit einer ziemlich exklusiven Flotte: ML, GL und G-Klasse strahlen in der Herbstsonne, als die Gewinner unserer Verlosung am Veranstaltungshotel ankommen. Und die müssen nicht lange warten: Nach kurzem Briefing und einer kleinen Vorstellungsrunde bekommt jeder einen Zündschlüssel in die Hand gedrückt, kurze Zeit später starten die Sechs- und Achtzylinder in den Nachmittag. Auf dem Programm steht die freie Natur. Der geschichtsträchtige Forst, der uns kurz darauf verschluckt, hat schon manch andere außergewöhnliche Karawane erlebt, wie Forst-Geschäftsführer Thilo Kolster bei den zahlreichen Stopps an besonders sehenswerten Punkten zu erzählen weiß. Beispielsweise Napoleons Armee, die auf dem Durchmarsch Richtung Leipzig hier Quartier nahm und vor lauter Feiern fast vergaß, in die Schlacht zu ziehen. Der Lagerplatz „Garderuh“ unter viele Hundert Jahre alten Eichen ist bis heute zu besichtigen.

Die Herausforderungen für die Geländewagen sind zunächst gering, Sightseeing steht im Vordergrund. Das heißt hier neben dem in spektakuläre Herbstfarben getauchten Wald vor allem: Wildbeobachtung. Es ist Brunftzeit. Wildwechsel im Minutentakt. Aus dem Unterholz und auf Lichtungen spähen die Tiere interessiert zu uns – und wir zurück. Safari in Hessen. Erst im Verlauf der Tour wird von Schotterpisten auf Waldpfade gewechselt, werden die Furchen tiefer und der Untergrund schlammiger. Ein kleiner Rundkurs in engem Baumbestand beendet den ersten Tag. Zum Ausklang wartet an einem im Wald versteckten Forsthaus ein besonderer Leckerbissen: Wildschweinbraten vom Spieß – der den meisten Teilnehmern am prasselnden Lagerfeuer noch besser schmeckt als in der urigen Hütte.

An Charakteren ist alles dabei: Jenny Wahlfeld zum Beispiel ist mit ihrem Mini angereist und hat an diesem Tag zum ersten Mal selbst einen Geländewagen gesteuert. Wolfgang Knacke wiederum kennt die Welt vom Hochsitz aus: Mit seinem expeditionstauglich umgerüsteten Mercedes G steuerte er bereits durch Nordafrika, Spanien und Skandinavien, im nächsten Jahr steht Island auf dem Programm. Oder Norbert Jung: Er besitzt unter anderem einen ziemlich wild umgerüsteten Samurai –höher, mit Sperren, kurzem Verteilergetriebe und Überrollbügel. Norbert fährt in seiner Freizeit Trial, geht entsprechend geübt mit den luxuriösen Geländegängern um.

Das kann er am zweiten Tag verstärkt nutzen, denn programmgemäß steigen die Anforderungen ans Material. Neben einer zweiten ausgedehnten Waldtour führt der Rundkurs durch einen weitläufigen Steinbruch samt spektakulärer Steilabfahrt mit Blick auf den im Wald verborgenen „Silbersee“. Es braucht nur wenig Fantasie, um sich hier spontan wie in Kanadas Wildnis zu fühlen. Die letzte Rast – mit Lagerfeuer und Eintopf – wird für den Abschlusswettbewerb genutzt. Ganz im Sinne der Veranstaltung ist Geschicklichkeit gefragt – präzises Rangieren und behutsames Fahren. Trialprofi Norbert gewinnt, Nissan-Pick-up-Fahrer Johann Baier wird Dritter. Und mittendrin ein Neuling: Ramona Bela. Sie spart noch auf einen eigenen Geländewagen. Dass sie damit gut umgehen kann, hat sie hier bewiesen.

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