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Leserausfahrt

Klassische-Leser-Zirkeln

Foto: Beate Jeske 11 Bilder

Zwölf Teams starteten bei der ersten Motor Klassik-Leserausfahrt und drehten eine große Runde über die Schwäbische Alb. Mit dabei im exklusiven Zirkel: Klassiker von Mini Cooper S über Dodge Polara bis Iso Grifo.

04.09.2008 Sebastian Renz Powered by

Wenn es um Europas Traumstraßen geht, scheint beispielsweise die Strecke zwischen Monte Carlo und Nizza offensichtlicher dazu zu gehören als der betonierte Feldweg zwischen Upflamör und Gauselfingen. So über die Schwäbische Alb zu juckeln, klingt gleich viel weniger mondän als am Mittelmeer entlang zu flanieren. Dass aber auch die Alb ein Traum für Oldtimerfahrer sein kann, bewies die Schwäbische Alb Tour 2008.

Gemischtwagen-Truppe: Supersportwagen, Roadster und 45 PS-Japaner

Zwölf Teams starteten bei der ersten Motor Klassik-Leserausfahrt. Das Feld war so vielfältig wie die Klassikerszene: Lamborghini Jarama S und Iso Grifo GL 350 vertraten die Klasse der Supersportwagen, dahinter rottete sich mit MGB, Sunbeam Tiger, Triumph TR 4 und Austin Healey 3000 MK II ein Rudel britischer Roadster zusammen. Alfa Romeo Giulia Sprint GTA und Mini Cooper S verteidigten die Renn- und Rallyeehre ihrer Erbauer. Das seltene Dodge Polara Convertible, das Ford Mustang Cabrio und das Fiat 1500 Cabriolet übernahmen die Rollen der offenen Cruiser, der Mercedes-Benz 280 CE rundete als Youngtimer den lockeren Konvoi ab.

Wenn die Leser schon solche Pretiosen auffahren, dann holen die Motor Klassiker auch ihre privaten Wagen aus dem Streichelzoo: Die Redakteure Hans-Jörg Götzl und Sebastian Renz führten die Gruppe im 1972er Porsche 911 an, Online-Redakteur Kai Klauder und Freundin Valeska Schwarz hielten den Konvoi im 1975er Datsun Cherry in der Mitte zusammen, Anzeigenleiter Gerhard Merkel im Alfa Spider trieb das Feld als Nachhut vor sich her.

Von Ohmden aus kletterte die Strecke die Alb hinauf, schlängelte sich über Plateaus und über sanfte Hügel, um sich dann auf dem Weg zum Mittagessen ins Große Lautertal zu stürzen: Links ragen schroffe Felsen empor, rechts plätschert die ziemlich kleine Große Lauter dahin. Nach gut einem Drittel der insgesamt rund 200 Kilometer erreichten die 15 Autos die Wimsener Höhle zur Mittagspause. Die wurde zu einer Bootsfahrt in die tiefgründige Höhle genutzt, aber auch, um sich Geschichten der Autos zu erzählen.

Erst in 1:87 und nach Jahrzehnten in 1:1: Traumwagen Iso Grifo

Über den Iso Grifo von Andreas Dobler etwa: Als er zehn Jahr alt war, hatte Dobler ein Spielzeugmodell des Grifo bekommen, der daraufhin zu seinem Traum wurde, den er sich Jahre später erfüllte. Oder über das Fiat 1500 Cabriolet, das Marcus Klecha und Sebastian Gillner in Italien fanden. Es ist nicht das einzige Auto, das die beiden über die Alpen nach Hildesheim geholt haben. Vor zwei Wochen trailerten sie einen MG TD nach Deutschland.

Auch der Mini Cooper S von Friedrich-Wilhelm und Karin Nohl kam aus dem Ausland. Sie brachten sich den kleinen Briten aus einem Schwedenurlaub mit, restaurierten ihn komplett und bauten ihn rallyetauglich um - alles in ihrer Norm-Garage. Karin Nohl: "So viel Zeit, wie wir in den letzten Jahren in ihn investiert haben - da ist er schon ein Teil unseres Lebens geworden."

Das gilt auch für den Mustang von Markus Plum: "Eigentlich wollte ich den Wagen nur als Geldanlage kaufen. Inzwischen kann ich mir aber nicht mehr so recht vorstellen, ihn einmal zu verkaufen." Noch weniger konnte er das nach dem zweiten Teil der Ausfahrt und gar nicht mehr nach dem dritten. Während das Roadbook der zweiten Etappe bis zur Kaffeepause über weite Hochplateaus und verschlungene Wäldchen führte, stand bei der dritten der Albabstieg an. Der Klang des Ford V8 echote zwischen den Felsen, dazu drehte Plum die Stereoanlage samt Kofferraum füllendem Subwoofer bis zum Anschlag auf.

Seither hat der Mustang ein dauerhaftes Bleiberecht, soll sogar noch einen Spielkameraden bekommen: "Ein Porsche 911 wäre doch sicher eine weitere gute Wertanlage", meinte Plum beim Abend-Diner, "mit dem könnte ich nächstes Mal mitfahren." "Wir bringen dann die Pagode oder unseren Topolino mit", versprach Christian Rubi. Schon zuvor hatte Grifo-Besitzer Dobler gehofft, dass es bald wieder eine Leserausfahrt gibt: "Da möchte ich mit meinem Jeep über diese fantastischen Straßen fahren." Wen interessiert da noch Nizza?

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