Leserfahraktion : Leser testen Mercedes Umweltautos

Leserfahraktion Mercedes Umweltautos

Ab in die Zukunft: Einen Tag lang durften auto motor und sport-Leser jetzt schon testen, was wir morgen erst fahren. Mercedes stellte dafür sein komplettes Portfolio alternativer Antriebsarten zur Verfügung.

Auf dem Mercedes-Testgelände in Malmsheim bei Stuttgart surrte und brummte es wie in einem Bienenschwarm. Der Grund: 30 auto motor und sport-Leser durften die neuesten Antriebstechnologien von Mercedes selbst er-fahren. Vom Elektro- Smart über Gas- und Hybridvarianten bis hin zur B-Klasse mit Brennstoffzelle und Elektromotor.

Die auto motor und sport Testfahrer waren vom Mercedes F-Cell begeistert

Besonders vom Mercedes F-Cell-Prototyp waren die Leser ausnahmslos begeistert. "Ich bin beeindruckt, wie ruhig das Auto beschleunigt. Wenn es möglich wäre, würde ich sofort dazu wechseln", kommentierte Diethelm Beisiegel den ersten E-Auto-Trip seines Lebens. Und VW Golf TDI-Fahrer Harald Frenzel pflichtete bei: "Super, das ist Zukunft, wie die Mercedes B-Klasse antritt. Aber es kommt natürlich auf den Preis an, ob ich mir so was kaufen würde." Carsten Stamm stellt sich die Preis-Leistungs-Frage schon beim aktuellen Mercedes S 400 Hybrid (der Mercedes S400 Hybrid im Fahrbericht): "Das Fahren im Hybrid finde ich toll - dieser Komfort und die Ruhe. Aber ich würde mir das Auto schon wegen des Preises nicht kaufen."

Die geringe Reichweite der E-Autos schreckt manche Test-Leser ab

Die hohen Kosten der E-Mobilität beschäftigten die Leserschar ebenso sehr wie die geringe Reichweite batterieversorgter Elektro-Autos. Für die tägliche Fahrt zur Arbeit genügen den meisten 100 Kilometer. Stephan Kohler, der privat einen Mercedes C 320 CDI pilotiert, wünscht sich einen Smart mit Elektroantrieb als Zweitwagen: "Mir reichen 60 bis 80 Kilometer pro Tag völlig aus." Reinhard Heege hingegen sieht bei seinem üblichen Fahrpensum mit weniger als 200 Kilometer Reichweite ein Problem. Das Thema Geräusch von Elektromotoren spaltet ebenfalls. Auf der einen Seite freuen sich die meisten Leser-Tester, dass während der Fahrt kaum etwas zu hören ist, auf der anderen werden Sicherheitsbedenken laut, im Stadtverkehr von Fußgängern überhört zu werden.

Mercedes F-Cell wirkt schon serienreif

Melanie Wald bekennt freimütig: "Ich bin eher ein Fan des klassischen Motorgeräuschs. Mir fehlt beim Elektro-Auto wirklich was." Eberhard Kromer bemängelt vor allem das ungewohnte Klangerlebnis: "Besonders der E-Smart hat ein Beschleunigungsgeräusch wie eine S-Bahn." Überrascht waren alle Leser über den Zustand der Prototypen. "Der wirkt völlig serienreif", lautete einer der häufigsten Kommentare zur Mercedes B-Klasse mit Elektromotor. So ließ sich in den fröhlichen Gesichtern leicht ablesen, dass auch die alternativen Antriebe der Zukunft viel Fahrspaß versprechen.

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Alexander Bloch

Autor:

auto motor und sport, Heft 19 / 2009

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