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Leserwahl Marken-Images 2009

Die beliebtesten Marken der auto motor und sport-Leser

Foto: Audi 26 Bilder

Sympathie für eine Marke setzt sich aus vielen Teilen zusammen: von Umwelttechnik bis zu gutem Aussehen. So bewerten die auto motor und sport-Leser das Image der Automarken.

27.03.2009 Jens Katemann

Hohe Sympathiewerte entscheiden bei Politikern über Sieg und Niederlage. Um in der Kundengunst die Nase vorn zu haben, ist es auch nicht schlecht, wenn möglichst viele Autofans sagen: "Ich mag die Marke".

Auf und ab bei den Deutschen Marken

Von den auto motor und sport-Lesern, die an der Wahl "Die besten Autos 2009" teilgenommen haben, geben 53 Prozent an, die Marke Audi zu mögen. Das ist der beste Wert von allen Autoherstellern. Audi bleibt damit der Favorit der Leser, gefolgt von BMW und Porsche. Bemerkenswert ist der Zuwachs bei der Marke VW, die mit plus drei Prozentpunkten den größten Sprung unter den zehn Beliebtesten macht und mit Mercedes gleichzieht (minus zwei Prozentpunkte). Die Marke mit dem Stern kann den Rückgang der Sympathiewerte - seit 2005 neun Prozentpunkte - auch in diesem Jahr nicht stoppen. Nach Ansicht der Leser istAudi zudem die Marke, die besonders im Trend liegt.

Beste Autos 2009: Interviews 4:50 Min.

VW liegt im Trend

BMW, Mercedes und Porsche verlieren an Zustimmung, während Skoda als Marke mit günstigen Autos ebenso zulegen kann wie Smart mit kleinen, sparsamen Fahrzeugen. VW kann fünf Prozentpunkte hinzugewinnen und belegt nach Rang fünf im Vorjahr diesmal gemeinsam mit BMW den zweiten Platz. Der Erfolg von VW steht gleich auf mehreren Säulen: Aktuell schreiben 37 Prozent aller Befragten den VW-Modellen eine gute Verarbeitungsqualität zu - zehn Prozentpunkte mehr als 2005. VW liegt damit nach zehn Jahren wieder fast auf dem hohen Niveau des Jahres 2000. Gleiches gilt für das Kriterium "hohe Zuverlässigkeit", das 34 Prozent mit der Marke verbinden - zwölf Prozentpunkte mehr als noch 2005.

Dass VW-Modelle "fortschrittliche Technik" an Bord haben, meinen elf Prozent mehr als vor fünf Jahren, und zehn Prozent mehr finden, dass VW ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis biete. Verstärkt wird der positive Eindruck noch dadurch, dass VW auch bei den Fahrern der eigenen Marke einen deutlich besseren Stand hat. 48 Prozent halten die VW-Technik für fortschrittlich. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Toyota-Fahrer beurteilen die Technik ihrer Marke nicht mehr so positiv (minus zehn Prozentpunkte). Konstant hohe Werte erreichen hier Audi (84 Prozent) und BMW (85 Prozent). Bei Mercedes halten nur noch 60 Prozent der Fahrer der Marke die Technik ihrer Wagen für fortschrittlich (minus sieben Prozentpunkte).

Mercedes nicht mehr fortschrittlich

Was die Daimler-Manager ebenfalls nachdenklich stimmen sollte, ist die Einschätzung aller Befragten. Aus deren Sicht ist die frühere Domäne vonMercedes nun von anderen besetzt: Nur noch 39 Prozent halten Mercedes-Benz für eine Marke mit fortschrittlicher Technik, bei Audi sind es 62, bei BMW 59. Im Bereich Umwelt ist VW der bisherigen Nummer eins Toyota mächtig auf den Fersen. "Baut umweltfreundliche Autos" sagten 30 Prozent aller Befragten über VW, 35 Prozent stimmten dieser Aussage in Bezug auf Toyota zu. Da BMW (29 Prozent) als einziger Premium-Hersteller serienmäßig Start-Stopp-Systeme im Programm hat, nehmen die Leser die Marke ebenfalls als umweltfreundlich wahr.

VW baut Öko-Image aus

Audi (19 Prozent) und Mercedes (14 Prozent) landen dagegen abgeschlagen auf den Plätzen. Toyota profitiert weiterhin davon, Pionier der Hybrid-Technik zu sein, die Strahlkraft lässt aber nach. 2008 fanden noch vier Prozent mehr, dass Toyota umweltfreundliche Autos baut. VW hat sich beim Öko-Image auch dank spritsparenden TSI-Motoren mittlerweile einen Namen gemacht und sich seit 2006 um insgesamt zwölf Prozentpunkte verbessert. Ein Erfolg, der sich im Absatz ablesen lässt. Während überall die Werke wegen der Wirtschaftskrise zeitweilig geschlossen werden mussten, legten die Mitarbeiter im TSI-Motorenwerk Chemnitz Sonderschichten wegen der hohen Nachfrage ein.

Absturz für Peugeot

Einen regelrechten Absturz beim Thema Umwelt legt Peugeot hin. Vor fünf Jahren stimmten noch 25 Prozent der Befragten der Aussage "baut umweltfreundliche Autos" zu, dieses Jahr sind es nur noch fünf Prozent. Grund: Peugeot war damals Vorreiter beim Diesel-Partikelfilter. Da die Technik mittlerweile aber bei jedem Hersteller zu haben ist, wird Peugeot nicht mehr als besonders umweltfreundliche Marke wahrgenommen. In Zeiten von Wirtschaftskrise, knappen Budgets und hohen Nachlässen ist es für Hersteller ganz wichtig, ob die Preise für ihre Produkte von den potenziellen Kunden als angemessen angesehen werden.

Skoda bietet gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Skoda hat hier bei den befragten Lesern ein ausgesprochen gutes Image. 40 Prozent sagen über die tschechische VW-Tochter, dass die Autos ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Die rumänische Billigmarke Dacia (20 Prozent), VW (19 Prozent), Ford (18 Prozent) und Opel (17 Prozent) können da nicht mithalten. Auffällig ist, dass VW und Dacia in den vergangenen Jahren mehr Zustimmung in diesem Bereich bekommen haben, während Ford stagniert und über Opel immer weniger Befragte sagen, die Marke biete ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Trend, der auch bei den Fahrern der Marke zu sehen ist. Im vergangenen Jahr meinten noch 69 Prozent der Ford-Fahrer, ihre Marke biete ein gutes Preis- Leistungs-Verhältnis. 2009 sind es nur noch 63 Prozent.

Opel verliert an Zustimmung

Opel verlor innerhalb von nur zwei Jahren gar 13 Prozentpunkte an Zustimmung und landet bei nur noch 54 Prozent. Zum Vergleich: Marken wie Chrysler (58 Prozent), Hyundai (61 Prozent), Mazda (58 Prozent) und Seat (59 Prozent) haben einen größeren Anteil an Fahrern, die ihrem Fabrikat ein gutes Preis-Leistungs- Verhältnis zusprechen. Unangefochten vorn liegt auch hier Skoda mit 88 Prozent.

Optik gilt als wichtiges Kaufkriterium

Ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung ist die Optik. Die Designsprache von Audi kommt bei den Lesern seit Jahren immer besser an. Mit 58 Prozent liegt Audi klar vor BMW und vor allem Mercedes. Die Zustimmung zur Mercedes-Optik hat allein seit 2005 um 16 Prozentpunkte abgenommen. Selbst von den Mercedes-Fahrern finden nur noch 59 Prozent das Design gut - 16 Prozent weniger als als 2005. Alfa Romeo, früher eine sehr stark über das Design definierte Marke, verliert ebenfalls an Rückhalt für die Optik ihrer Modelle. Nur noch 35 Prozent aller Befragten finden, dass die Autos ein gutes Aussehen haben. Anders sieht es bei den Alfa-Fahrern selbst aus. Sie sind eingefleischte Fans. Kein Fabrikat hat hier eine so hohe Zustimmung wieAlfa Romeo (87 Prozent).

Zuverlässig sind Japaner und Deutsche

Hohe Zuverlässigkeit verbinden dagegen nur äußerst wenig Befragte mit der italienischen Marke (ein Prozent). Hier liegen traditionell japanische und deutsche Hersteller vorne. Unter allen Teilnehmern der Befragung belegt Audi mit 53 Prozent Rang eins. Es folgt BMW (43 Prozent), VW erreicht 34 Prozent. Toyota fällt von 51 Prozent im Jahr 2006 auf nur noch 30 Prozent Zustimmung zurück. Ganz anders die Einschätzung der Toyota-Fahrer. 89 Prozent sagen, ihre Modelle seien sehr zuverlässig. Keine andere Marke erreicht hier einen höheren Wert. Die Rostprobleme etwa bei der C-Klasse und frühere Qualitätsdefizite der E-Klasse scheinen Mercedes immer noch nachzuhängen. Dass Autos mit dem Stern eine hohe Zuverlässigkeit haben, finden lediglich 41 Prozent aller Befragten. Bei den Mercedes-Fahrern selbst ist das Vertrauen dagegen schon wieder gewachsen. 78 Prozent sind der Meinung, ihre Marke baue Autos mit hoher Zuverlässigkeit. Das sind immerhin 14 Prozent mehr als 2006. Dennoch gibt es für Mercedes noch einiges aufzuholen. So sind 74 Prozent der Befragten der Meinung, Audi-Modelle seien gut verarbeitet, 57 Prozent sagen das über BMW, erst dann folgt Mercedes mit 51 Prozent.

Unter den Fahrern der eigenen Marke hat Mercedes ebenfalls den geringsten Rückhalt bei diesem Kriterium. 93 Prozent der Audi-Fahrer und 84 Prozent der BMW-Besitzer finden, dass ihre Autos gut verarbeitet sind. Mercedes erreicht nur 79 Prozent Zustimmung. Die sinkenden Restwerte von Gebrauchtwagen sind im Autohandel ein großes Problem. Auch die Fahrer der Premium-Marken scheinen häufiger als früher vom Wertverlust ihrer Fahrzeuge enttäuscht. Von den Mercedes-Fahrern sagen noch 79 Prozent, die Marke habe einen hohen Wiederverkaufswert. Das sind zwei Prozent weniger als 2008 und neun weniger als 2005. Bei Audi sinkt die Zustimmung gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 71, bei BMW um drei auf 65. Den höchsten Wert erreicht Porsche mit 92 Prozent.

Formel 1-Engagement wirkt sich nicht aus

Nach den Ergebnissen der Umfrage scheint sich das teure Engagement von Mercedes und BMW in der Formel 1 nicht besonders stark auf das Image auszuwirken. Trotz des Gewinns der Fahrer-WM 2008 sagen nur 65 Prozent aller Teilnehmer, Mercedes sei im Motorsport erfolgreich. Das ist sogar ein Prozent weniger als 2008. Immerhin liegt Mercedes vor Audi (62 Prozent) und BMW (64 Prozent). Mit erfolgreichem Motorsport verbinden die meisten Befragten immer noch am häufigsten die Marke Porsche (78 Prozent) - auch wenn die Zustimmung bröckelt (minus vier Prozentpunkte).

Mercedes baut die sichersten Autos

Und wer baut nach Ansicht der befragten Leser sichere Autos? Hier liegt Mercedes mit 65 Prozent vor Audi (57 Prozent) und BMW (52 Prozent). Auffällig: Renault erreichte beim Thema Sicherheit wegen der seit vielen Jahren guten Crashtest-Ergebnisse bis 2008 immer recht hohe Werte. Da mittlerweile eine Vielzahl an Fabrikaten nachgezogen hat, verbinden in diesem Jahr nicht mehr so viele Leser ausgerechnet die französische Marke mit dem Thema (minus zehn Prozent). Renault landet nur noch bei 14 Prozent.

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