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Leserwahl 2012

Diese Hersteller haben das beste Image

Grafik, Emotion, Qualität Foto: Achim Hartmann 31 Bilder

Ohne perfekte Imagepflege geht nichts, wenn ein Unternehmen am Markt erfolgreich sein will. Wie gut die Auto-Hersteller an dieser Stelle gearbeitet haben, bewerteten die auto motor und sport-Leser bei der Wahl "Die besten Autos". Hier die Ergebnisse.

20.04.2012 Henning Busse

Wenn die auto motor und sport-Leser im Rahmen der Wahl "Die besten Autos" neben den Modellen auch das Image der Hersteller bewerten, mag sich der eine oder andere fragen, ob seine Kreuze auf der Karte ins Gewicht fallen. Antwort: Die Automanager nehmen sie sehr ernst, schließlich sind die Stimmen von mehr als 116.000 Teilnehmern in Deutschland ein Gradmesser für die Branche. Sie zeigen, welches Ansehen die Hersteller genießen. Denn je sympathischer eine Marke, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden auch eines ihrer Autos kaufen. Vor allem die Frage, ob man die Marke mag, spiegelt deutlich ihre Attraktivität wider.

Wie in den Vorjahren geben hier vor allem die Hersteller hochwertiger Fahrzeuge den Ton an – allerdings mit einer Änderung: BMW (53 Prozent) verdrängt Audi (51 Prozent) von der Spitze. Schon 2011 war das Rennen um die Krone in dieser Disziplin eng. Die Ingolstädter konnten sich mit einem Punkt Vorsprung behaupten. Doch der Zuwachs von einem Zähler reichte jetzt nicht mehr aus, der Rivale aus München legte gleich um vier zu. Auf den weiteren Plätzen folgen Porsche (45 Prozent) und Mercedes (38 Prozent).

Audi ist knapp vor BMW Trendmarke Nummer eins

Auch das Ergebnis der Trend-Wertung sagt viel über das Ansehen einer Marke aus. An dieser Stelle verteidigt Audi (87 Prozent) weiterhin die Führung, doch der Abstand zu Verfolger BMW (86 Prozent) schmilzt auf nur noch einen Punkt. Auf den dritten Platz hat sich Mercedes (78 Prozent) vorgearbeitet. Die Schwaben konnten mit der besten Volumenmarke Volkswagen gleichziehen, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht verbesserte. Porsche (77 Prozent) dagegen verzeichnet mit sechs Prozent einen kräftigen Zuwachs und schiebt sich auf Platz fünf.

Die Erfahrung zeigt: Wer bei den kritischen auto motor und sport-Lesern als Trendmarke gelten will, der muss in unterschiedlichen Disziplinen vieles richtig machen, bis hin zur hochintelligenten Technik mit echtem Sparpotenzial. So punktet zum Beispiel Audi mit dem kompakten SUV Q3 und dem völlig neuen A6, BMW frischte die 1er-Baureihe auf, Mercedes erneuerte die B-Klasse und Porsche die Sportwagen-Ikone 911. Doch wie man einen Trend setzt, zeigt die englische Marke Land Rover mit dem hoch gelobten Evoque. Das richtungsweisende Design hat sicher erheblichen Anteil daran, dass der Hersteller im Trend-Kapitel einen Sprung von Platz 18 auf den achten Rang hinlegte.

Keine gute Umwelt-Wertung für Premiummarken

So sehr sich die Premiummarken über diese Erfolge freuen, in der Umwelt-Wertung kommt die Ernüchterung. Denn ein Großteil von ihnen muss hier leichte Einbußen hinnehmen. Da reicht BMW nicht der Schritt von Sechszylindermotoren zu aufgeladenen Vierzylindern oder Mercedes das Downsizing-Konzept in der S-Klasse, wo mit dem 250 CDI ein Verbrauch um fünf Liter realisiert wurde – die Leser reagieren besonders stark auf das Stichwort Hybridfahrzeuge. Denn die Marken, die diese Technik konsequent umsetzen, verbuchen Zuwächse in jener Wertung oder halten ihre Vorjahresergebnisse. So kann Toyota mit stabilen 38 Prozent die erste Position verteidigen und gegenüber VW auf Platz zwei sogar leicht ausbauen. Die Wolfsburger (33 Prozent) müssen jedenfalls ein Minus von zwei Prozent hinnehmen, während die Toyota-Tochter Lexus dank dem kompakten Hybridmodell CT 200h weiter im Umwelt-Kapitel zulegt. Doch die höchste Zunahme an dieser Stelle verzeichnet Opel, was sicherlich auf den neuen Ampera zurückzuführen ist. Mit diesem Auto, bei dem die Erfolgsformel Elektromotor plus Range Extender lautet, kann die Marke ihre Ausbeute um neun Prozent steigern und befindet sich nun in den Top Ten.

Das allein reicht allerdings noch nicht, um auch den Neuwagenabsatz eines Herstellers zu beflügeln. Dazu müssen noch weitere Punkte erfüllt sein. So spielen neben der Verarbeitung, der Zuverlässigkeit und dem Sicherheitsstandard eines Autos auch das Fahrzeugdesign sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis eine wichtige Rolle.

Skoda bei Preis-Leistung vorn

In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis liegen deutlich die Volumenanbieter vorn. Schon seit Jahren dominiert Skoda dieses Kapitel. Bei den Kunden hat sich ausgereifte VW-Technik zu günstigen Kosten in den Köpfen festgesetzt. Der tschechische Ableger (43 Prozent) verliert zwar drei Prozent, liegt aber immer noch deutlich vor Dacia (24 Prozent). Rang drei geht unverändert an Volkswagen (20 Prozent). Die Überraschung folgt danach: Hyundai konnte von zehn auf 18 Prozent zulegen und befindet sich nun dicht hinter den Wolfsburgern. Die neuen Modelle sind nicht nur günstig, sondern inzwischen konsequent auf den europäischen Geschmack zugeschnitten. Das überzeugt viele Autofahrer.

Die Premiumanbieter backen in diesem Kapitel kleine Brötchen, allenfalls beim Thema Wiederverkauf machen sie verlorenes Terrain wieder gut. Die Leser sehen die Marken als sehr wertstabil an, was daran liegt, dass bei diesen Autos im Privatkundenbereich weniger die Rabattschlacht tobt. Interessant ist auch, dass VW als einziger Volumenhersteller zu den wertstabilsten Marken gezählt wird.

Bei der Verarbeitung können die Hersteller teurer Fahrzeuge ebenfalls viele Sympathiepunkte bei den auto motor und sport-Lesern sammeln. Hier rangiert Audi (75 Prozent) vor BMW (65 Prozent), Mercedes (63 Prozent) und Porsche (47 Prozent). Dagegen schafft es ein Großteil der Volumenhersteller nicht, ihre Ergebnisse des Vorjahres zu überbieten. Bester Vertreter ist hier Volkswagen (41 Prozent) auf Position fünf.

Premiummarken führen Zuverlässigkeits-Wertung an

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage nach der Zuverlässigkeit, auch hier sind die Premiummarken stark – mit einer Ausnahme: Volkswagen liegt vor Porsche auf Rang vier. Eine annähernd gleiche Situation ist bei den Sicherheitsstandards anzutreffen: Mercedes (74 Prozent) führt vor Audi (60 Prozent) und BMW (59 Prozent). Danach folgt Volvo (35 Prozent) vor VW (32 Prozent). Porsche (28 Prozent) landet auf Platz sechs.

Die Image-Wertungen machen deutlich, dass vor allem die deutschen Marken sehr positiv bei den Lesern gesehen werden. Das ändert sich auch nicht beim Thema Design, obwohl hier einige Importeure hohe Werte erzielen oder deutlich zulegen. So konnte Land Rover (neun Prozent) gegenüber dem Jahr 2011 seine Werte fast verdoppeln, was vor allem auf das Konto des Range Rover Evoque ging. Alfa Romeo (30 Prozent) und Jaguar (23 Prozent) kommen zwar nicht an Audi (54 Prozent), BMW (53 Prozent), Porsche (49 Prozent) und Mercedes (34 Prozent) vorbei. Doch Volkswagen ist mit 17 Prozent weit abgeschlagen – ganz zu schweigen von den anderen deutschen Herstellern Ford (fünf Prozent) und Opel (fünf Prozent).

Und wie sieht es bei der Werbung aus? Mercedes macht die beste, sagen die auto motor und sport-Leser – mit klarem Abstand vor Audi, Volkswagen, BMW und Porsche.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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