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Leserwahl

Die Besten Autos 2008

Foto: ams 202 Bilder

Zum 32. Mal rief auto motor und sport zu den Wahlurnen. Knapp 95.000 Teilnehmer folgten dem Aufruf und gaben ihre Stimme ab. Gejubelt wird in diesem Jahr vor allem in Ingolstadt: Von zehn Kategorien gehen vier an Audi.

30.01.2008 Jens Katemann

Souveräner war nur noch der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Bei der Leserwahl "Die besten Autos 2008" gewinnt Audi vier Kategorien, darunter mit dem R8 die prestigeträchtige Sportwagen-Klasse. Schon 2007 war der neue Mittelmotor-Sportler kurz davor, Seriensieger Porsche 911 vom Thron zu stürzen. Damals fehlten nur 0,4 Prozent der Stimmen. Diesmal liegt der R8 mit 8,2 Prozent klar vor dem Carrera.

Audi: Mit dem A4 in der Mittelklasse vorn

 Mit der Neuauflage des A4 erobert Audi in diesem Jahr auch den Spitzenplatz in der Mittelklasse zurück. Nach zwei Siegen in Folge hat der BMW 3er das Nachsehen, denn der A4 liegt klare 13,5 Prozent vor dem verkaufsstärksten BMW-Modell. Interessant wird, ob sich dies auch in den Absatzzahlen niederschlägt. In diesem Jahr verkaufte sich der 3er in Deutschland noch besser als der alte A4. Überraschend das schwache Abschneiden der neuen Mercedes C-Klasse, die seit der Einführung im Frühjahr 2007 an A4 und 3er am deutschen Markt vorbeiziehen konnte.

A3 - alt, aber beliebt

Modellwechsel garantieren ebenso wenig Spitzenplätze wie hohe Absatzzahlen. Der VW Golf ist seit Jahren hier- zulande das meistverkaufte Auto, konnte aber seit 2004 keinen Sieg mehr in seiner Klasse einfahren. Auch in diesem Jahr landet der Bestseller hinter Audi A3 und BMW 1er nur auf dem dritten Rang. Der 1er kann den Abstand zum Audi zwar verkürzen, aber der A3 ist selbst in der zweiten Hälfte seines Lebenszyklus für die auto motor und sport-Leser noch das attraktivste Modell in diesem Segment. Konkurrenten wie die Mercedes A-Klasse, aber auch Opel Astra oder Ford Focus können nur wenig Punkte sammeln.

Luxusklasse: Mercedes knapp vorn

Die Marke mit dem Stern behauptet dagegen mit der S-Klasse zumindest die Führung in der Luxusklasse. Doch auch in dieser Kategorie ist Audi mit seinem A8 – immerhin schon seit 2002 am Markt − mit 0,7 Prozent Rückstand nur knapp unterlegen. Der kurz vor der Ablösung stehende BMW 7er hat hingegen keine Chance.

BMW bei den Geländewagen vorn

Dafür triumphiert ein BMW-Modell in der Geländewagen-Kategorie. Die Euphorie um den Audi Q7 hat sich 2008 bereits deutlich gelegt, sowohl Design als auch Konzept scheinen aus Sicht der Leserschaft nicht so zeitlos wie beim A3. Somit geht der erste Platz bei den Offroadern nach 2005 wieder an den BMW X5. Im Vorjahr hatte der Q7 die Mercedes M-Klasse abgelöst. In keiner anderen Kategorie wechselten die Kräfteverhältnisse zuletzt so oft wie bei den Geländewagen.

Multivan, Multivan und wieder Multivan

Ganz stabil ist dagegen das Van-Segment. Hier hat erneut der VW Multivan die Nase vorn. Selbst der zweite und dritte Platz geht mit dem Ford S-Max und dem VW Touran wieder an dieselben Modelle wie im Vorjahr.

Mini bleibt vor Fiat 500

Alles beim Alten auch bei den Minicars. Obwohl der Fiat 500 medial einschlug wie eine Bombe, kann er den Mini nicht vom ersten Rang verdrängen. Der Abstand zum zweitplatzierten Fiat beträgt aber nur noch gut zehn Prozent. In den Vorjahren hatte der Mini die Klasse mit Ergebnissen um 50 Prozent, in der Importwertung gar mit über 60 Prozent dominiert.

Importwertung: Skoda im Aufwärtstrend

Überhaupt hat sich bei den Importen einiges getan. Bei den Kleinwagen, wo der VW Polo in der Gesamtwertung weiter unangefochten Platz eins belegt, schafft der Skoda Fabia 2008 erstmals den Sprung auf den Spitzenplatz. Er löst den Fiat Grande Punto ab, der sogar hinter dem Peugeot 207 auf den dritten Platz abrutscht.

Auch in anderen Klassen ist ein klarer Aufwärtstrend bei Skoda zu erkennen. Am ersten Rang in der Importwertung der Mittelklasse rutscht der Octavia nur um Haaresbreite vorbei. Der Alfa Romeo 159 kann die Führung noch einmal knapp (0,1 Prozent) verteidigen. In der Gunst der Leser hingegen gesunken ist Lexus. Aus der Modellpalette der Toyota-Premiummarke konnte sich in diesem Jahr überhaupt kein Modell in Szene setzen. Mit 14,8 Prozent und dem zweiten Rang in der Importwertung der Luxusklasse schafft der LS noch das beste Ergebnis von allen Lexus-Modellen, die zum Teil deutliche Verluste hinnehmen müssen.

Maserati Quattroporte ist eine Macht

Potenzial zum Klassiker hat dagegen der Maserati Quattroporte. Das vom italienischen Stardesigner Sergio Pininfarina kreierte Modell dominiert die Importwertung der Luxusklasse, seitdem es 2004 erstmals antrat. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis kann der Quattroporte sogar nochmals um 4,7 Prozent zulegen. Mit dem Ferrari F430 erringt in der Importwertung der Cabrio-Kategorie ein weiteres italienisches Modell einen Sieg.

Sieg für das 911 Cabrio

Die Gesamtwertung geht an das Porsche 911 Cabrio − ein kleiner Trost für die Niederlage bei den Sportwagen. Der offene Elfer kann den Seriensieger Mercedes SL erstmals seit Jahren vom ersten Platz verdrängen. Der Audi TT Roadster hat trotz Neuauflage keine Chance, verkaufte sich dafür in diesem Segment 2007 in Deutschland am meisten.

Sportwagen: Aston Martin vor Ferrari

Bei den Sportwagen gibt es auch in der Importwertung einen Wechsel. Aston Martin gelingt es mit dem DB9/DBS, Ferrari von der Spitzenposition zu verdrängen. Außerdem votieren mehr Leser für den Alfa Romeo 8C (11,4 Prozent) als für den Ferrari F430 (10,9 Prozent). Der Vorjahressieger Ferrari 599 GTB spielt keine Rolle mehr.

A6 deklassiert den 5er

In der oberen Mittelklasse komplettiert Audi sein hervorragendes Ergebnis. Der A6 schlägt den ewigen Rivalen BMW 5er erneut klar, auf den Plätzen drei und vier folgen Mercedes CLS und die E-Klasse. Bester Importeur wird in diesem Segment Jaguar mit dem XF. Das durchaus umstrittene Design des S-Type-Nachfolgers kommt bei den auto motor und sport-Lesern offenbar gut an. Vorjahressieger Chrysler 300C fällt dagegen deutlich zurück. Zweiter wird der Volvo V70.


Für Renault war 2007 in Deutschland ein rabenschwarzes Jahr. Die Franzosen verkauften hierzulande 17,8 Prozent weniger Autos und wurden von Toyota als bestem Importeur abgelöst. Bei der Leserwahl "Die besten Autos 2008" kann der Hersteller immerhin in der Kategorie, die er mitbegründet hat, den ersten Platz in der Importwertung behaupten. Beliebtester Van bleibt der Renault Espace. Der Skoda Roomster, der 2007 Platz zwei belegte, kann den Platzhirsch nicht vertreiben. Im Geländewagen-Segment ist Renault dagegen ein Neuling. Der Mitte 2008 in Deutschland auf den Markt kommende Koleos hat noch keine nennenswerte Zahl von Anhängern unter der auto motor und sport-Leserschaft.

Immer wieder Range Rover

Diese setzt in der Importwertung der Geländewagen-Kategorie auf Altbewährtes. Seit der Range Rover Sport bei der Leserwahl antritt, hat er diese Kategorie immer gewonnen − so auch in diesem Jahr. Im hausinternen Duell lässt er erneut den großen Range Rover hinter sich. In die britische Phalanx kann nur der Hummer H2 auf dem dritten Platz einbrechen. Auf ihn folgen die Land Rover-Modelle Defender, Freelander 2 und Discovery.

Toyota bislang ohne Erfolg

Die 32. Auflage der Wahl "Die besten Autos", an der diesmal 94.628 Leser teilnahmen, zeigt, dass sich aufstrebende Marken wie Skoda mit neuen, erfolgreichen Produkten gegen etablierte Hersteller durchsetzen können. Mit Verkaufserfolgen und hoher Qualität erobert man aber nicht zwangsläufig die Herzen der auto motor und sport-Leser. Toyota ist zwar die erfolgreichste Importmarke in Deutschland, konnte bei der Leserwahl aber noch nie einen ersten Platz erringen.

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