Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Lexus-Deutschlandchef Selzer im Interview

"Wir bleiben eine exklusive Marke“

Foto: Toyota 42 Bilder

Lexus feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Deutschlandchef Ulrich Selzer spricht im Interview mit auto motor und sport-Redakteur Harald Hamprecht über Absatzziele, den schweren Kampf mit Mercedes und BMW, die Verkleinerung des Vertriebsnetzes sowie das neue Einstiegsmodell CT200h.

24.03.2010 Harald Hamprecht

Herr Selzer, auf dem Genfer Automobilsalon präsentieren Sie erstmals in Europa Ihr künftiges Einstiegsmodell, den CT200 h. Welche Pläne haben Sie mit diesem Audi A3-Wettbewerber?
Selzer: Das Premium-Segment der Kompakten mausert sich gerade europaweit zum volumenstärksten Premiumsegment. In Deutschland erreicht es eine Größe von etwa 250.000 Einheiten im Jahr, die Hälfte davon entfällt auf Vermieter und Flottengeschäfte, in diesen Märkten ist Lexus bislang kaum vertreten. Mit dem CT 200h erhoffen wir uns hier ein gutes Geschäft. Lexus-Modelle erreichen in Deutschland einen Segmentanteil von 1,5 bis zwei Prozent. Schon bei einem Prozent Segmentanteil für den CT 200h würden wir unseren Gesamtabsatz in Deutschland verdoppeln.

Weil Ihr Absatz 2009 von 3.700 auf magere 2.200 Einheiten gefallen ist.
Selzer: Ja, das war ein sehr schwieriges Jahr für unsere Vertriebspartner. Denn im Schnitt haben sie nur 55 Neuwagen verkauft.
 
Was erwarten Sie im laufenden Jahr?
Selzer: Wir werden das Niveau halten -  trotz einer angepeilten Reduzierung der Lexus-Standorte von 43 auf rund 35. Denn unser neues Einstiegsmodell kommt erst Anfang 2011 zu den Händlern. Dann wollen wir unseren Absatz in etwa verdoppeln und nachhaltig Jahr für Jahr zulegen, bis unsere Händler im Schnitt 200 Autos im Jahr verkaufen.
 
2006 hatten Sie doch schon mal mehr als 5.000 Neuzulassungen.
Selzer: Ja, das war unser Höchstwert. Allerdings verkauften deutsche Händler damals noch viele Neu- und Gebrauchtwagen mit gutem Gewinn nach Osteuropa. Auch ohne dieses Zubrot wird Lexus bald wieder dieses Niveau erreichen. Denn die Zeit arbeitet für uns. Lexus ist der Hybrid-Pionier. Die Konkurrenz zieht jetzt langsam nach, aber Lexus wird weiter voraus fahren. Schon jetzt ist der Vollhybrid in unserer Modellpalette nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Fast 70 Prozent unserer Verkäufe entfallen auf Vollhybrid-Fahrzeuge. 2012 werden wir nur noch Vollhybride verkaufen. Der Supersportwagen LFA ist das letzte neue Lexus-Fahrzeug ohne Vollhybridantrieb.
 
Lexus feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen in Deutschland. Was dürfen die Kunden hier erwarten? Und welche Sondermodelle?
Selzer: Eine komplett aufgefrischte Modellpalette mit drei Vollhybrid-Fahrzeugen und einer schon jetzt erstaunlichen Bandbreite. Vor 20 Jahren startete Lexus allein mit dem Achtzylinder LS 400, heute bieten wir das volle Premium-Portfolio an: vom reisetauglichsten Cabrio bis zum saubersten SUV, vom Vierzylinder Diesel zum Hochleistungs-V10 - und der LS ist nach wie vor unser Flaggschiff
 
Seit 1990 haben Sie in Deutschland kumuliert keine 43.000 Autos in Deutschland verkauft. Wann zerschlagen Sie den Knoten? Wann schaffen Sie einen Erfolg wie in den USA?
Selzer: Lexus hat Anfang der 90er in Nordamerika in kürzester Zeit höchste Stückzahlen erreicht und ist dort seit Jahren konstant die erfolgreichste Premiummarke vor BMW und Mercedes. Im Heimatmarkt dieser starken Wettbewerber braucht ein solcher Erfolg mehr Zeit. Wir bleiben hier im positiven Sinne eine exklusive Marke - für Menschen, die eben nicht das gleiche Auto fahren wollen wie ihre Nachbarn. Was Leistung und Design angeht, liegen wir längst gleichauf, was Technologien, Zuverlässigkeit und Dienst am Kunden betrifft, sind wir besser.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden