Lexus GX 460 bricht aus: Toyota stoppt US-Verkauf von Geländeauto

Der japanische Autobauer Toyota hat nach einem negativen Fahrtest eines einflussreichen US-Magazins den Verkauf seines Geländewagens Lexus GX 460 in den USA vorerst gestoppt.

Der Generalmanager in den USA für die Luxusmarke Lexus, Mark Templin, schrieb in einer Email am Dienstagabend (13.4.) nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, Toyota nehme die Angelegenheit "sehr ernst" und sei entschlossen, den Missstand abzustellen. Die Lexus-Händler in den USA seien angewiesen worden, das Modell nicht weiter zu verkaufen.

Lexus GS 460: ESP greift zu spät ein

Bei einem routinemäßigen Fahrtest des "Consumer Reports" - eine Art Stiftung Warentest der USA - brach das Heck des Wagens aus. Erst im letzten Moment habe das elektronische Stabilitätsprogramm eingegriffen und den Wagen wieder beherrschbar gemacht. Im richtigen Straßenverkehr hätte es zu einem Überschlag kommen können, bilanzierte das Magazin am Dienstag und sprach eine klare "nicht kaufen"-Empfehlung aus. Der deutsche Verwandte des GX 460 ist der 2009 auf der IAA präsentierte Toyota Landcruiser. Im Vergleich zum Landcruiser verfügt der Lexus in den USA jedoch über einen 100 Kilogramm schwereren V8-Motor, der Landcruiser wird hierzulande nur von einem V6-Diesel angetrieben. Bisher ist es zu keinen Auffälligkeiten beim Landcruiser in Europa gekommen.

Der Bericht weckt Erinnerungen an den legendären Elch-Test der A-Klasse von Mercedes-Benz. Der Hoffnungsträger der Stuttgarter hatte 1997 bei einem Ausweichmanöver in Schweden abgehoben. Mercedes musste sich viel Hohn und Spott gefallen lassen, der Ruf litt. Der Hersteller löste das Problem unter anderem mit dem serienmäßigen Einbau des damals noch wenig verbreiteten elektronischen Stabilitätsprogramm.

Toyota: Lexus GS 460 entspricht US-Standards

Toyota betonte, der Geländewagen entspreche den Sicherheitsanforderungen der USA. Gleichzeitig versprach das Unternehmen, den Test des Magazins wiederholen zu wollen. Der japanische Hersteller steht unter enormem Druck wegen seiner Pannenserie. Klemmende Gaspedale, rutschende Fußmatten und kurzzeitig aussetzende Bremsen sollen alleine in den USA 52 Menschen das Leben gekostet haben. Weltweit ruft Toyota 8,5 Millionen Autos zurück.

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dpa/hwi

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