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Li-Tec schließt Ende 2015

Aus für Daimler-Batteriezellenwerk

Litec Lithium-Ionen-Batterie Foto: Litec

Die Daimler AG schließt Ende 2015 aus wirtschaftlichen Gründen die Produktion der Firma Li-Tec im sächsischen Kamenz, wo bislang Akkuzellen für den Daimler-Konzern produziert worden sind.

18.11.2014 Uli Baumann

Die Zellen von Li-Tec seien sehr gut, ihre Produktion aber wegen zu geringer Stückzahlen viel zu teuer: Mit diesen Worten erklärte Daimlers Elektromobilitäts-Chef Harald Kröger das Aus für die Daimler-Tochter, meldet das "Manager Magazin". Im Dezember 2015 soll Li-Tec die Produktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen beenden.

Fehlende Massenproduktion

Bis zuletzt hatte Daimler darauf gehofft, dass auch andere Automobilhersteller bei Li-Tec Batteriezellen für Elektroautos produzieren lassen würden, denn erst eine Massenproduktion würde das Unternehmen profitabel machen. Bislang wurden im Kamenz fast auschließlich die Batteriezellen für den Smart Fortwo Electric Drive gefertigt.

Von den 280 Mitarbeitern die bei Li-Tec beschäftigt sind, sollen mehr als die Hälfte im Konzern bleiben können. Sie sollen bei Deutsche Accumotive unterkommen - ebenfalls eine hundertprozentige Daimler-Tochter, die in Kamenz Batteriesysteme herstellt.

Widerstand gegen Werkschließung

Widerstand gegen die Werkschließung bei Li-Tec regt sich beim Daimler-Betriebsrat und der IG Metall, wie das Handelsblatt berichtet. Daimler dürfe den Anschluss an die weitere Forschung und Entwicklung von Batteriezellen nicht verlieren, forderte Gesamtbetriebsrats-Chef Michael Brecht. Auch die Bundesregierung müsse mit dafür sorgen, dass in Deutschland Batteriezellen für Elektroautos wirtschaftlich produziert werden könnten. Der stellvertretende IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, der auch im Daimler-Aufsichtsrat sitzt, forderte nach Handelsblatt-Informationen dazu einen Aktionsplan von Regierung und Industrie.

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