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Lila Tage in Passau

Härtetest für die Trophy-Szene

Lila Tage in Passau 27 Bilder

Wenn Henrik Strasser und sein „Lila Q“-Team nach Niederbayern einlädt, kommen die Top-Teams der europäischen Trophy-Szene. Bei der fünften Auflage des mehrtägigen Extrem-Wettbewerbs traten rund 40 Mannschaften gegeneinander an.

20.08.2009 Powered by

Wer hier mitfahren möchte, muss eingeladen werden: Zu den Lila Tagen kann nicht jeder einfach antreten. Stattdessen treffen sich hier die Top-Fahrer der europäischen Trophy-Szene, von Lila Q-Teamchef Henrik Strasser persönlich ausgewählt. Zwei Tage lang bebt dann die Luft in Niederbayern, in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein und rekordverdächtigen Temperaturen.

Nur ein Teil der Wettbewerbsfahrzeuge lässt noch erkennen, was einstmals die Basis darstellte. Jeeps oder Toyotas nachempfundene Karosserien stülpen sich über radikale Technik mit Lkw-Achsen und V8-Motoren aus der Schwermetall-Abteilung. Die ursprüngliche Wertung bei den Lila Tagen betrifft einzig die verwendete Bergetechnik – das sagt bereits viel über die Veranstaltung. Unterschieden wird dabei nur, ob eine elektrische oder eine mechanische Seilwinde verwendet wird. Letztere sind schneller, kräftiger, leistungsfähiger – und die Fahrer mit mechanischer Winde bekommen im als Rundkurs abgesteckten weitläufigen Areal noch ein paar Extra-Schmankerl serviert.

Durchschnittlich 100 Meter Seil haben die Starter auf den Rollen – auch das verdeutlicht, wie es bei den Lila Tagen zur Sache geht. Steilhänge, die der Beifahrer nur auf allen Vieren erklettern kann, um am Gipfel den Erdanker einzutreiben. Wasserlöcher, in denen ein Suzuki verwschwinden kann. Schlammdurchfahrten, die die Teilnehmer reihenweise festbetonieren. Kochende Kühler, platzende Seilwinden, fluchende Beifahrer – die haben naturgemäß am meisten zu tun, laufen die halbe Strecke bergauf und bergab vor dem Auto, erkunden, sichern, setzen Ankerpunkte für die Winde. Auch gern mal bis zum Bauch im Wasser – Co-Pilot bei einer Trophy ist kein Job für Schöngeister.

Neu in diesem Jahr: Die Wertung per Transponder

Rund 30 auf der Strecke verteilte Kontrollpunkte mussten bei der Vorbeifahrt registriert werden. Zusätzlich waren GPS-Logger auf den Autos montiert, welche die exakte Strecke registrierten – wer abkürzte, flog spätestens abends bei der Computerauswertung auf. Die Strecke führte dabei sowohl durch eine riesige Kiesgrube als auch durch ein umliegendes Waldgebiet. Durch die locker verteilte Startaufstellung kämpften sich die Teams meist alleine durch die Botanik, nur an wenigen Schlüsselstellen kam es zu kurzen Staus – Langeweile kam da nicht auf.

Erstmals wurde die Wertung um eine Klasse erweitert: Die Buggys wurden extra geführt. Immer mehr dieser Eigenbau-Boliden vom winzigen Mikro-Trekker auf Suzuki-Basis bis zum riesenhaften Sledge-Hammer ergänzen die Phalanx der Starter. Ganze vier Teams (!) bewältigten in den zwei Tagen die vorgegebenen drei Runden auf der Trophy-Strecke, Sieger wurde das Team Feeberger/Feeberger. Eine komplette Wertung liegt bislang nicht vor – der Veranstalter ist erst einmal in den Urlaub abgetaucht.

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