Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Limo, Kombi, Offroader

Die neue Mercedes C-Klasse

Foto: Computerretuschen: Schulte-Nextline 14 Bilder

Im Frühjahr 2007 startet die Aufholjagd: Dann will die neue Mercedes C-Klasse gegen Audi A4 und BMW 3er wieder Boden gut machen - mit aufwendigem Fahrwerk, neuem Info- tainment-System und stärkeren Motoren. Schon ein halbes Jahr später folgt der Kombi, 2008 die Offroad-Variante.

28.03.2006

Die Mercedes-Verkaufsstatistik liest sich zurzeit wie ein klassisches Alphabet: A und B vor C - klingt richtig, ist aber nicht gut. So erfreulich der Erfolg der Kompaktmodelle auch sein mag: Er findet zu Lasten der Cash-Cow C-Klasse statt. Die Mittelklasselimousine vermag dem Konzern aber weit mehr Geld in die derzeit nicht gut gefüllten Taschen zu spülen als die teuer zu produzierende A- und B-Klasse mit doppeltem Boden. Doch das Frühjahrserwachen lässt noch ein Jahr auf sich warten.

Im März 2007 präsentiert Mercedes den Nachfolger der C-Klasse als Messe-Stern auf dem Genfer Salon - in der Hoffnung, die Konkurrenz endlich wieder deutlich zu überstrahlen. Obwohl der W 204 gegenüber dem Vorgänger (4,53 Meter) nur um wenige Zentimeter wächst, zeigt er in seiner Optik deutlich mehr Präsenz als bislang. Breitere Radläufe, größere Räder und ein tieferer Schwerpunkt sind die wesentlichen Merkmale, um die C-Klasse wieder fit für den sportlichen Dreikampf mit BMW 3er und Audi A4 zu machen. Die Kühlermaske wird höher, breiter und wie die Motorhaube plastischer herausgearbeitet, die Flächen der Seitenteile sind mehr gewölbt.

In erster Linie zählt die Technik

Entscheidend für das Geschäft ist jedoch nicht nur das neue Outfit, sondern in erster Linie die Technik. Hier wird Mercedes einen wichtigen Schritt in puncto Produktivitätsverbesserungen tun, der bei BMW und Audi bereits eingeleitet worden ist: Die Hinterachsen von C- und E-Klasse - bislang nur konstruktiv als Raumlenker eng miteinander verwandt - werden auch in ihren Bauteilen vereinheitlicht, so dass die internen Kosten aufgrund der höheren Stückzahlen um 30 Prozent gesenkt werden können.

Die Lenker werden im C jedoch zum Teil aus Stahl bestehen, während bei der E-Klasse nur Aluminium zum Einsatz kommt. Unterschiede in der Spur zwischen den beiden Modellen werden über den Radträger ausgeglichen. Nicht ganz so weit gediehen ist die Gleichteilestrategie an der Vorderachse. Hier bleibt es bei der im Detail verfeinerten Federbeinachse. Von der S-Klasse übernimmt die C-Klasse das Sicherheitssystem Pre-Safe, das bei Unfallgefahr vorsorglich Fenster und Schiebedach schließt sowie die Sitze in die optimale Position bringt. Der zentrale Dreh-Drücksteller zieht dagegen nicht ein.

Die C-Klasse bekommt einen klappbaren Bildschirm, Schnittstellen für portable Player und ein Surround-Soundsystem - das alles eingebettet in einen aufgewerteten Innenraum, in dem künftig reichlich Chrom zum Einsatz kommt. Zwischen Motorhaube und den Aggregaten entsteht mehr Raum, um den neuen Anforderungen des Fußgängerschutzes besser gerecht zu werden.

Beim Antrieb selbst bleibt zunächst vieles beim Alten, wobei auf Wunsch nun auch hier mit Keyless Go gestartet werden kann. Als Basis gibt es für Limousine und Kombi (ab Herbst 2007) die bekannten Vierzylinder-Kompressormotoren im C 180 und C 200, die aber in ihrer Leistung deutlich gesteigert werden. Darüber rangieren die Sechszylinder- Typen 230, 280 und 350, die auf Direkteinspritzung umgestellt werden. Spitzenmodell ist der C 63 AMG. Die Diesel starten als 200, 220 und 320 CDI, alle ausgerüstet mit De-Nox- Kat zur Reduzierung von Stickoxiden.

Der kleine Diesel wird 2009 von einem neuen 2,2-Liter-Vierzylinder abgelöst, der mit 204 PS deutlich mehr leistet als der alte (150 PS). Bei diesem Triebwerk mit dem Code OM 651 handelt es sich um eine Art Weltmotor, der in C- und E-Klasse, Dodge Caliber, Chrysler PT Cruiser und die Nachfolgemodelle von A- und B-Klasse passt. Geplante Stückzahl pro Jahr: 500.000 Einheiten.

SUT 204 wird der neue C-Offroader intern genannt

Da sind die Planungen für den C-Offroader mit dem Code SUT 204 bescheidener. Im Anlaufjahr 2008 sollen im Werk Bremen 12.700 Einheiten gefertigt werden, ab 2009 dann 100.000 Autos. Der BMW X3-Konkurrent, der die Plattform mit C-Limousine und Kombi teilt, ist mit Heck- oder Allradantrieb zu haben, eine Luftfederung zur Niveauregulierung ist dagegen nicht vorgesehen.

Am Berg hilft aber ein Anfahrassistent. Mit 4,50 Meter Länge grenzt sich der kleine Mercedes-Geländegänger, zurzeit MLK genannt, deutlich von der M-Klasse ab, die fast 30 Zentimeter länger ist. Vierzylinder gibt es hier nur in Form des 2,2-Liter-Diesels, über dem der Dreiliter-V6 rangiert, der 2011 durch eine neue Motorengeneration ersetzt werden soll.

Bei den Benzinern offeriert Mercedes zunächst nur Sechszylinder (230, 280 und 350). Dem Ausflug in neue Gefilde geht allerdings wichtiger Pflichtstoff voraus. Auf der New York Motorshow wird im April die überarbeitete E-Klasse präsentiert - ohne die defektanfällige elektrohydraulische Bremse, sondern mit konventionellem System.

Die wichtigste Botschaft: Alle Qualitätsprobleme sind aufgearbeitet. Äußerlich gibt es hingegen nur maßvolle Änderungen in Form von Projektionsscheinwerfern, neuen schmaleren Außenspiegeln im S-Klasse-Look sowie geänderten Schürzen. Ein E vor A, B und C - das wäre für Mercedes das perfekte Alphabet.

Anzeige
Mercedes C63 AMG Mercedes-Benz C-Klasse ab 325 € im Monat Leasing & Vario-Finanzierung Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Mercedes C-Klasse Mercedes Bei Kauf bis zu 13,22% Rabatt Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden