Lincoln C Concept Detroit Motor Show 2009: Kleinwagen mit Luxusanspruch

Lincoln C Concept, 0109, Detroit Motor Show

Auf der Detroit Motor Show zieht ein Concept Car am Stand von Lincoln die Blicke auf sich. Der C Concept soll die Vorteile eines Kleinwagens mit dem Luxus einer Limousine verbinden.

Dabei richtet sich der C Concept insbesondere an die junge Kundschaft. Diese Zielgruppe fordert nach Meinung der Lincoln-Strategen in Zeiten von Handys und tragbarem Mini-MP3-Player hohe Qualität auf möglichst kleinem Raum und sei durchaus bereit, für kleinere Dinge mehr Geld zu investieren.

Diese Philosophie will Lincoln auf den Automobilsektor übertragen und zeigt mit dem C Concept ein Fahrzeug mit den Abmessungen eines Ford Focus , das zugleich den Luxus einer großen Limousine bieten soll. Dabei setzt Lincoln auf das gesteigerte Umweltbewusstsein der Kunden. Denn das Konzeptfahrzeug soll dank Leichtbau besonders sparsam sein.

Biturbo-Aufladung

Ein weiteres Plus des Concept C soll seine Wendigkeit sein, die ihm im Stadtverkehr klare Vorteile verschaffen dürfte. Angetrieben wird der C Concept von einem 180 PS starken 1,6-Liter Duratec Ti-VCT EcoBoost-Motor, der dank Biturbo-Aufladung gute Fahrleistungen mit Sparsamkeit kombinieren soll. Den Verbrauch des Vierzylinders beziffert Lincoln auf durchschnittlich 5,5 Liter pro 100 Kilometer, wobei eine Start-Stopp-Automatik den Motor bei jedem Halt abstellt. Ein Sechsgang-Direktschaltgetriebe sortiert die Gänge.

Das Design der Studie ist geprägt durch die extrem kurzen Überhänge, die großen Leichtmetallräder sowie den verchromten Kühlergrill mit Doppelflügel-Motiv und LED-Lampen. Die großen Glasflächen sollen in Verbindung mit der niedrigen Schulterlinie und dem Glasdach ein großzügiges Raumgefühl vermitteln.

Suicide Doors

Den Zugang zum Fond erleichtern gegenläufig öffnende Türen, sogenannte "suicide doors" - eine Reminiszenz an den Lincoln Continental von 1961. Die B-Säule entfällt völlig, dafür wirkt die C-Säule umso wuchtiger. In die Fronthaube ist eine Fuge eingearbeitet.

Dem neuesten Trend folgend bringt auch Lincoln bei seinem aktuellen Concept Car in den Seitenspiegeln Kameras und LED-Blinkleuchten unter. Ein breites LED-Leuchtband zieht sich über die gesamte Breite des schwungvoll gestalteten Hecks. In einem kleinen Bürzel am Dachende  versteckt sich die integrierte Rückfahrkamera.

Der Innenraum präsentiert sich mindestens ebenso futuristisch wie das Außendesign des Concept C. Das speichenlose Lenkrad gibt den Blick frei auf den dreigeteilten Instrumententräger, der zahlreiche Touchscreens und Monitore beherbergt. Dem Anspruch der Kunden nach mobiler Vernetzung will Lincoln im Concept C mit einem sogenannten Human Machine Interface Rechnung tragen. Das Armaturenbrett ist mit Leder und Holz verkleidet, eine in Höhe des Innenspiegels integrierte Webcam richtet sich automatisch in Richtung der Person aus, die via Internet an Chats oder Videotelefonaten teilnimmt.

Sojaschaum in den Sitzen

Die Sitze der Studie wirken auf den ersten Blick nicht gerade bequem. Lincoln verspricht jedoch ausnehmend guten Sitzkomfort dank Sojaschaum-Füllung. Die Kopfstützen der nicht besetzten Sitze fahren automatisch ein, um die Sicht des Fahrers nicht zu beeinträchtigen. Die weiße Innenraum-Beleuchtung soll der Wohlfühl-Atmosphäre an Bord zuträglich sein.

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Manuel Dohr

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