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Loeb verzichtet auf Le Mans-Start

Foto: McKlein

Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb wird 2007 nicht bei den 24 Stundenvon Le Mans antreten. Der Franzose konzentriert sich voll auf die Eroberung des Rallye-Titels für Citroën.

16.02.2007 Powered by

Er könnte der erste Fahrer der Welt sein, der sowohl im Rallye-Auto als auch im Langstreckensport an der absoluten Spitze stünde, aber zumindest 2007 unternimmt Sébastien Loeb keinen Versuch, die 24 Stundenvon Le Mans zu gewinnen.

Der Zweite des letzten Langstreckenklassikers sieht mit dem privaten Pescarolo-Team keine Siegchance. "Ich habe mich entschlossen, in diesem Jahr nicht zu starten. Die Entscheidung fiel nicht aus mangelndem Interesse. Die Rahmenbedingungen sind in diesem Jahr einfach nicht ideal",  zitiert das "Rallye-Magazin" den Weltmeister.

"In den vergangenen Jahren hatten wir jeweils die Chance, um den Gesamtsieg zukämpfen, auch als Audi letztes Jahr am Start war. Obwohl derVeranstalter ACO die Regeln zugunsten der Benziner geändert hat, so ist das Leistungsniveau immer noch nicht genug ausbalanciert, und wir können mit den Diesel-Autos nicht mithalten", sagt Loeb.

Sébastien Loeb: "Risiko zu groß"

Zusätzlich zu den drei Werks-Audi werden in diesem Jahr auch drei Werks-Peugeot mit Dieselmotoren an den Start gehen. "Insgesamt sechs Fahrzeuge, die schneller sein werden", sagt Loeb.

Abgesehen von der mangelnden Konkurrenzfähigkeit der Pescarolo-Judd spielt auch das gesundheitliche Risiko eine Rolle: "Ich genieße zwar den Prototypen zu bewegen, aber beim Kampf um wichtige Zehntelsekunden ist das Risiko zu groß."

Loeb betont zwar, Citroën habe ihm den Start in Le Mans nicht verboten, allerdings ließ Sportchef Guy Fréqelin durchblicken, dass er nicht begeistert von dem Ausflug seines wichtigsten Angestellten ist. Loeb hatte schon im Vorjahr vier WM-Rallyes auslassen müssen, nachdem er mit dem Mountainbike gestürzt war und sich einen komplizierten Armbruch zugezogen hatte.

Legendäres Vorbild

Der letzte Fahrer, der sowohl im Rallyesport als auch im Sportprototypen mit der Weltspitze mithalten konnte, war übrigens der Brite Vic Elford. Der gewann 1968 mit einem Porsche 911 die Rallye Monte Carlo. 1969 und 1970 glänzte er (ebenfalls auf Porsche) in Le Mans mit der schnellsten Runde, gewinnen konnte er allerdings den Klassiker an der Sarthe nie.

Der Rennsport-Tausendsassa holte sich aber immerhin eine Woche nach der Rallye Monte Carlo 1968 den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Daytona. Im gleichen Jahr debütierte er auch noch in der Formel . 1969 wurde er Siebter beim Monaco-Grand Prix. Damit nicht genug: Elford trat auch noch beim Daytona 500 in der Nascar-Serie an und wurde dort Elfter. Elford ist bis heute der letzte Brite, der die Rallye Monte Carlo gewinnen konnte.

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