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Los Angeles Auto Show 2010

Mercedes, Porsche und Heidi glänzen

Los Angeles Auto Show Impressionen Foto: dpa 39 Bilder

26 Hersteller präsentierten auf der Los Angeles Auto Show über 50 Premieren. Doch trotz des Neuheiten-Feuerwerks fehlt es der US-Messe weiter an Profil.

22.11.2010

Vergangenes Jahr wurde angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf der Los Angeles Auto Show sogar am Licht gespart – dieses Jahr kam dafür die Stimmung zu kurz. Denn obwohl die Pressekonferenzen von VW, Mercedes, Honda, Dodge und Porsche durchaus belagert waren, wollte keine rechte Atmosphäre aufkommen. Die alte "The Show must go on-Stimmung" der Amerikaner scheint nicht mehr so richtig zu ziehen.

Viel Prominenz an den Ständen der Hersteller

Dabei ließen sich auf dem ersten Pressetag durchaus Stars und Sternchen blicken: Auf dem VW-Stand war es schließlich Werbe-Ikone Heidi Klum persönlich, die das überarbeitete Eos Cabrio vorstellte und dem Publikum versicherte, wie gerne sie in ihrer Wahlheimat Los Angeles offen fährt. Als bekennende VW Tiguan-Pilotin fand sie offensichtlich auch Gefallen an dem Blechdachcabrio, das in dieser Form in seinen letzten Modellzyklus geht, bevor es eingestellt wird. "Wir haben den Eos stilistisch nun in die neue VW-Gesichterfamilie eingegliedert", erklärt VW-Designchef Klaus Bischoff die wichtigsten Änderungen, "und die Stoßfänger vorne im Eckbereich stärker ausgeformt, um Analogien zum GTI zu schaffen." Ein Novum bei VW sind im Heckbereich Lichtleitern mit LED-Technik, die für ein gutes Nachtdesign sorgen sollen.

Mercedes kooperiert mit Ducati

Auch bei Mercedes ließen sich die Massen blicken - kein Wunder, der Großraum von Los Angeles gehört schließlich zu den Hauptabsatzmärkten der sportlichen Tochter AMG und so ließ deren neuer Chef Ola Källenius die Hüllen vom  550 PS starken CLS 63 AMG fallen, der im Verbrauch um rund 30 Prozent sparsamer ausfallen soll als vergleichbare Vorgängermodelle.
 
Darüber hinaus gab Källenius eine Marketing-Kooperation mit dem italienischen Motorrad-Hersteller Ducati bekannt und bat dafür Ducati-Geschäftsführer Gabriele del Torchio auf die Bühne, der zur Freude des Publikums Werksfahrer Nicky Haydon mitgebracht hat. Der ehemalige MotoGP-Weltmeister und jetzige WM-Sechster träumt bereits davon, künftig neben einer Ducati auch ein AMG-Modell als Dienstwagen bewegen zu dürfen.

Wenig Besucher bei Toyota nach Rückruf-Skandal

Eher düster nach einer unrühmlichen Rückrufserie war es auf dem Stand von Toyota, wo eigentlich nur die Hybrid-Variante Lexus CT 200 h in gleisendem Licht zu sehen war. Auf der Pressekonferenz gab es immerhin einen Ausblick auf den elektrisch betriebenen RAV4, der in den USA in Kooperation mit Batteriespezialist Tesla entstehen soll.
 
Viel Optimismus herrschte dagegen auf dem Saab-Stand, wo unter der Führung von Spyker-Chef Victor Muller mit der Präsentation des Saab 9-4X der Neustart geprobt werden soll: "Wir müssen zunächst einmal das Image von Saab ändern", beschrieb Muller. "Hier fragen sich doch alle, ob die Marke nicht eigentlich tot ist." Mit der Markteinführung des sportlichen SUV im April 2011 soll sich dieser Eindruck ändern.

Chevrolet zeigt Camaro Cabrio

Chevrolet blieb mit der Präsentation der Neuauflage des Camaro Cabrios der eigenen Historie dagegen treu, während GMC mit der Studie eine kompakten Minivans auf sich aufmerksam machte: Der Granite Concept mit 1,4-Turbo und Sechsgangautomatik stellt mit seinen Flügeltüren eine Ableitung des Opel Meriva da.
 
Auf scharfe Ecken und Kanten setzte Cadillac mit dem ULC, einem viersitzigen Kompaktwagen mit zwei Portalen, die als Flügeltüren spektakulär nach oben schwingen. Weit seriennäher ging es dagegen beim dritten US-Hersteller im Bunde, der Marke Ford zu: Dort wurde der Focus Jahrgang 2012 präsentiert, der so viel Besucher auf den riesigen Stand lockte, dass einem hier um die Zukunft der Marke nicht Bange wurde.

Viel Mut beweist Nissan mit dem neuen Murano Cross Cabriolet, dem zur Zeit einzigen offenen SUV mit Stoffdach. Die zumindest gewöhnungsbedürftige Form dürfte wohl dafür sorgen, dass die Neuauflage des Quest Minivan ebenso auf höhere Stückzahlen kommen dürfte wie die neue Limousine Nissan Ellure.

Messe-Highlights bei Jaguar und Landrover

Zu den Showstarts gehörten zweifellos die neuen Modelle von Landrover und Jaguar: Der Kompakt-SUV Evoque wurde als Zwei- und Viertürer vorgestellt und wird ab 2011 verkauft, während die Jaguar-Sportwagen-Studie CX-75 noch reine Zukunftsmusik ist. "Es ist schon aufregend, hier in den USA zu sein und einen solchen Supersportwagen zu präsentieren", bekannte Jaguar-Designchef Ian Callum. "Wir geben damit auf jeden Fall einen Ausblick auf die nächsten Schritte im Jaguar-Design." Eine Kleinserie des traumhaft schönen Sportwagens will der Designchef nicht bestätigen, doch hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass es Jaguar-Enthusiasten gibt, die bereit wären, für eine Serienversion locker eine Millionen Dollar auf den Tisch zu blättern.
 
Noch ein Modell dieses Kalibers war auf der Los Angeles Auto Show in diesem Jahr nicht zu finden. Doch trotz der verhaltenen Stimmung und der eher müden Fahrzeug-Vorstellungen gilt im Gegensatz zum letzten Jahr die Gewissheit: The Show will go on.

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