Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Los Angeles Auto Show

Die Show-Highlights im Messerundgang

L.A. Auto Show Birgit Priemer Rundgang Foto: ams 41 Bilder

Birgit Priemer, stellvertretende Chefredakteurin von auto motor und sport, hat die Messeneuheiten aus L.A. unter die Lupe genommen - ein Rundgang über die Auto Show in Los Angeles und Impressionen von den Premieren des VW Up Lite und Porsche Boxster Spyder.

03.12.2009

Das schwache Licht in den Messehallen der L.A. Auto Show scheint symbolträchtig die Stimmung in der amerikanischen Autoindustrie wiederzugeben: Nach dem überraschenden Rauswurf von GM-Chef Fritz Henderson am Vortag der Messeeröffnung scheint eine düstere Zukunft fast besiegelt. Die Personalrochade kam so überraschend, dass die Veranstalter buchstäblich in letzter Sekunde den Namen des als Eröffnungsredner geplanten Henderson nur noch händisch überkleben konnten: Statt seiner sprang der altgediente GM-Vize-Präsident Bob Lutz ein.

L.A. Auto Show - Der Rundgang 6:44 Min.

VW Up Lite feiert Debüt in L.A.

Die gute Laune der deutschen Vertreter wurde durch dieses Durcheinander dagegen nicht getrübt: Premierenstimmung stellte sich bereits am frühen Morgen bei VW ein, als Entwicklungschef Ulrich Hackenberg den Up Lite enthüllte, einen kleiner Viersitzer, der es mit einem Zweizylinder-Diesel und zuschaltbaren E-Motor im Sparmodus auf einen Minimalverbrauch von nur 2,44 Liter bringt.

"Das Design soll so aussehen, als ob es aus einem Aluminium-Block herausgeschlagen worden wäre", erklärt VW-Designchef Klaus Bischoff und verweist darauf  "das jede Linie eine Funktion hat. Nichts kann mehr weggelassen werden." Der Kühllufteinlass in der Front öffnet sich nur, wenn der Motor Bedarf hat - ein Effekt, den Bischoff während der Pressekonferenz schmerzlich zu spüren bekam: Nicht einmal zu Vorführzwecken ließ sich diese Funktion darstellen. Spontanes Lob kam von amerikanischer Seite: J. Mays, früher ebenfalls im VW-Design beschäftigt  und seit vielen Jahren Ford Konzern-Designchef, klopfte seinen Ex-Kollegen ab: "Good work. Mir gefällt besonders das Interieur."

Auf der Chevrolet-Pressekonferenz ging es da schon deutlich ruhiger zu: Die Tatsache, dass der Chevrolet Volt Ende 2010 als E-Auto mit zuschaltbarem Verbrennungsmotor als Range Extender auf den Markt kommt, interessierte weit weniger Journalisten.

Weitere Premieren: Toyota Sienna, Hyundai Sonata, Suzuki Kizashi

Toyota hatte da eine viel höhere Anziehungskraft - und zwar ausgerechnet mit einer Neuentwicklung im scheinbar aussterbendem Segment der Minivans: "In den USA sind 12,6 Millionen Autos dieser Art unterwegs", erklärte Toyota US-Statthalter Bob Carter dem Publikum. "Deshalb glauben wir weiter an den Erfolg dieses Konzeptes." Sprachs - und ließ die dritte Generation des Toyota Sienna vorfahren, die auf drei Sitzreihen mit flexiblem Raumkonzept viel Platz bietet und sich mit einer 180 Grad-Panoramakamera und USB Port mit i-Pod-Anschlußmöglichkeit auch technologisch auf der Höhe der Zeit befindet.

Sei es die neue Generation des Hyundai Sonata, die Mittelklasselimousine Suzuki Kizashi, die US-Version des Ford Fiesta oder Cadillac CTS Sport Wagon und Coupé - dem Publikum wurde viel Mainstream geboten. Kein Wunder, dass Porsche da keine Mühe hatte, mit seiner Show die Massen anzulocken.

Weltpremire für den Porsche Boxster Spyder

Mit Paukenschlag und viel Rauch wurde die Weltpremiere des Porsche Boxster Spyder in Szene gesetzt und konnte die Massen auf Anhieb überzeugen: Auf keinem anderen Stand wurde mehr gejubelt. Das Leichtbauauto mit 320 PS starkem Boxermotor erinnert die Amerikaner an Modelle wie den 550 Spyder und den 356 America Roadster, verbunden mit berühmten Namen wie den Schauspielern James Dean und Steve McQueen sowie den Rennfahrerlegenden Phil Hill und Dan Gurney. Der tosende Applaus verspricht für die Zukunft des Modells viel Gutes.

Über einen wirtschaftlichen Erfolg auf dem US-Markt freut sich auch VW: Die Marke konnte im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 40 Prozent zulegen, und seit Markteinführung der TDI-Motoren im Sommer 2008 wurden 50.000 Modelle verkauft - und das auf einem Markt, der seit Jahrzehnten als dieselfeindlich gilt. Der kalifornische Sonnenschein rund um die Messehallen spiegelt also die Gefühlslage der Deutschen ziemlich genau wieder. Die US-Hersteller suchen dagegen weiter vergeblich nach dem richtigen Lichtschalter.

Umfrage
Sollte VW den Up Lite in Serie bauen?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden