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Lotus Esprit auf dem Autosalon Paris

Comeback des Supersportlers

Lotus Esprit Paris 2010 Foto: SB-Medien 12 Bilder

Oft spielte der Lotus Esprit die automobile Nebenrolle im Kino. Auf dem Pariser Autosalon 2010 soll der neue britische Supersportwagen die Hauptrolle auf dem Lotus-Stand spielen. Unterstützt wird er dabei vom 620 PS starken V8 im Heck.

30.09.2010

1976 brachte Lotus mit dem Esprit einen Mittelmotorsportwagen an den Start, der in seiner beinahe dreißigjährigen Bauzeit in mehreren Versionen angeboten wurde. Der Ur-Esprit lockte noch mit bescheidenen 162 PS aus einem Zweiliter-Saugmotor, die finale Variante verabschiedete sich 2003 mit einem 3,5-Liter-Biturbo-V8 und 354 PS im Heck.

Toyota-V8 mit 620 PS im Lotus Esprit

Auf der Mondial de l'Automobile in Paris meldet sich der Lotus Esprit zurück. Wieder als Mittelmotorsportler, wieder trägt er einen V8 hinter den Sitzen. Der von Toyota adaptierte Fünfliter-V8 leistet unter dem Hochdruckeinfluss eines Kompressors satte 620 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 720 Nm. Diese fallen über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe her und entfachen an den Hinterrädern des Lotus Esprit einen wahren Beschleunigungssturm. In nur 3,4 Sekunden soll der 1.450 Kilogramm schwere Zweisitzer von null auf 100 km/h spurten. Die Höchstgeschwindigkeit soll laut Lotus bei gut 330 km/h liegen.

Wird der Lotus Esprit mit dem optionalen Energierückgewinnungssystem KERS bestückt, so soll der Durchschnittsverbrauch bei rund 10,5 Litern (CO2: 250 g/km) liegen.

Beim Design bricht der neue Lotus Esprit allerdings mit der Tradition. Vom kantigen Vorgänger ist nichts geblieben, eifert der Neue, der auf dem Pariser Autosalon seine Weltpremiere feiert, doch eher italienischen Vorgaben nach. Einen Lamborghini Gallardo fest im Blick, streckt sich die Esprit-Nase mit drei großen Luftschächten spitz in den Fahrtwind. Die Flanken sind durch gegenläufige Schwünge gekennzeichnet. Das Heck kennzeichnen die lang auslaufenden Dachsäulen, die hohe, spoilerbewehrte Abrisskante, die schlitzförmigen Rückleuchten und der Karbondiffusor, der dem zentral positionierten Doppelrohrauspuff eine Heimat bietet.

Damit die Passagiere im ultraflachen Lotus Esprit nicht Beklemmungsgefühlen anheim fallen, ist das Dach des Supersportlers komplett in Glas ausgeführt. Durchsichtig kommt auch die Motorabdeckung daher. Bis zur Serienreife ändern dürften sich die am Lotus-Conceptcar als Rückblickkamera ausgeführten Außenspiegel.

Esprit mit Leder-Kohlefaser-Cockpitlandschaft

Im Cockpit des Esprit konzentriert sich alles auf den Fahrer. Ein volldigitales Instrumentenpanel bündelt Tacho, Drehzahlmesser, Kontrollinstrumente und den Navigationsbildschirm. Funktionstasten am Lenkrad ersetzen im Lotus Esprit die üblichen Lenkstockhebel. Gangwechsel erfolgen ebenfalls durch Tasten am Volant. Die weiteren Bedienelemente sind auf der Türtafel, der Mittelkonsole und dem Armaturenbrett verteilt. Der durch eine mächtige Mittelbarriere separierte Beifahrer genießt den freien Blick auf die Leder-Kohlefaser-Cockpitlandschaft.

In den Handel soll der neue Lotus Esprit im Frühjahr 2013 kommen. Der Grundpreis wird nach Lotus-Angaben bei rund 128.000 Euro liegen. Und wer weiß, vielleicht wird James Bond bei so einem verlockenden Angebot künftig wieder mit einem Esprit liebäugeln.

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