Lotus Evora Type 124 Endurance Racecar

Lotus beim 24h-Rennen Nürburgring am Start

Lotus Evora Type 124 Endurance Racecar

Auf Basis des Lotus Evora haben die Briten ein Rennfahrzeug nach FIA-Regularien aufgebaut. Der Lotus Evora Type 124 soll 2010 unter anderem beim 24h-Klassiker am Nürburgring starten. Darüber hinaus sind weitere Einsätze bei Langstreckenrennen rund um den Globus geplant.

Zurück zu den Wurzeln. Lotus besinnt sich auf seine Ursprünge und startet 2010 eine Großoffnesive auf den Rennstrecken dieser Welt. Wir erinnern uns: 1948 baute ein gewisser Colin Chapman sein erstes Fahrzeug und legte damit den Grundstein für zahlreiche Rennerfolge in der Formel 1, bei den 24 Stunden von Le Mans und in anderen Rennserien.

Lotus Evora Type 124 startet 2010 bei mehreren Langstrecken-Klassikern

Das Debüt feiert der Lotus Evora Type 124 Endurance Racecar beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2010. Wie das Serienfahrzeug (der Lotus Evora im Fahrbericht) verfügt der Lotus-Rennwagen über einen Mittelmotor und eine neu konzipierte Aluminium-Plattform mit vorderem und hinterem Hilfsrahmen.

Nach Lotus-Angaben wurde bereits das Serienfahrzeug mit Blick auf einen späteren Renneinsatzes hin entwickelt. Während der Toyota-V6-Motor im Lotus Evora 280 Pferdestärken mobilisiert, soll der hochgezüchtete Toyota-Rennmotor über 400 PS an die Hinterräder schicken. Gleichzeitig speckte der Brite um 200 auf rund 1.200 Kilogramm ab, um die Reglementsbestimmungen zu erfüllen.

Sequenzielles Getriebe im Lotus Evora-Rennfahrzeug

Die Kraftübertragung obliegt einem sequenziellen Sechsgang-Getriebe, ein massiver Überrolbügel schützt den Piloten und sorgt zugleich für die im Renneinsatz notwendige Steifigkeit. Der Tank fasst reglementsbedingt bis zu 120 Liter Treibstoff. Für ausreichend Anpressdruck sorgt ein Heckflügel aus Karbon.

Den harten Rennbedingungen auf der Nordschleife des Nürburgrings soll sich die Sechskolben-Rennbremsanlage von AP Racing gewachsen zeigen. Ein speziell abgestimmtes ABS-System unterstützt den Piloten, wenn er zwischen Hatzenbach, Fuchsröhre, Ex-Mühle und Pflanzgarten in die Eisen gehen muss. Selbstverständlich verfügt der Lotus Evora Type 124 Endurance Racecar über ein einstellbares Fahrwerk sowie einen Diffusor am Heck, der mehr Abtrieb generieren soll. Für die nötige Bodenhaftung sorgen 18-Zoll-Felgen mit Slick-Bereifung.

Die Karosserie des Rennwagens bleibt im Vergleich zum Serienmodell fast unverändert. Nach dem Start in der Eifel im Mai 2010 stehen dem neuen Lotus-Renner noch zahlreiche weitere Renneinsätze bevor. So wird er im August 2010 beim Zwölf-Stunden-Rennen Merdeka Millenium in Sepang, im Oktober bei den BritCar 24 Hours in Silverstone sowie bei den 24 Stunden von Dubai im Januar 2011 an den Start gehen.

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Manuel Dohr

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