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Lotus-Neuheiten bis 2020

Neue Details zu Elise und zum SUV

Lotus 3-Eleven, Heckansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 16 Bilder

Der Lotus-Modellfahrplan steht. Bis 2020 sollen jährlich weitere Derivate von Elise, Exige und Evora aufgelegt werden. Dann kommt endlich die komplett neue Elise. Ein SUV mit Allradantrieb und Macan-Abmessungen steht auch auf der Agenda.

10.02.2017 Andreas Haupt 1 Kommentar Powered by

Jean-Marc Gales musste schwere Entscheidungen treffen, um Lotus aus der Krise zu führen. Vor drei Jahren arbeiteten in der Fabrik in Hethel noch 1.200 Mitarbeiter. Heute sind es knapp 820. „Wir mussten diesen Schnitt vornehmen, um die anderen zu retten“, sagt der Lotus-Geschäftsführer.

Die personelle Entschlackung des englischen Traditionsunternehmens hat sich auf dem Papier gelohnt. „Unser EBITDA war sechs Monate in Folge positiv“, freut sich der Luxemburger. EBITDA, das ist das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Also praktisch das Betriebsergebnis ohne Verzerrungen.

Lotus folgt wieder voll der Chapman-Philosophie

Aber nicht nur die Zahlen machen den Chef glücklich. Sondern auch die Einstellung und der Spirit innerhalb seiner Truppe. „Das Haus hat die Philosophie von Colin Chapman wieder komplett inhaliert.“ Sagt Gales, der auf seinem Schreibtisch die Biographie des legendären Firmengründers liegen hat. Außerdem steht auf dem Tisch noch ein Modell des Lotus 49 – eines der berühmtesten Formel 1-Autos der Geschichte.

Mit Elise, Exige und Evora hat Lotus aktuell drei Baureihen. Das Angebot fächert Lotus mit mehreren Derivaten auf. Die Elise gibt es als Sport, Sport 220, Cup 250, 250 Special Edition und als Renngerät Elise Race 250. Die Exige baut Lotus als Sport 350, Sport 380 und als Race 380. Sprich: zwei Versionen für die Straße, eine für die Rennstrecke. Den Evora gibt es als 400 und Sport 410. Die neuen Topversionen für die Straße von Exige (Sport 380) und Evora (Sport 410) führte der Sportwagenbauer zuletzt ein. „Sie werden häufiger bestellt als die darunter positionierten Brüder“, berichtet Gales. Das bedeutet mehr Geld für die Lotus-Kasse.

Der Handschalter ist bei Lotus besonders beliebt. „Beim Exige bestellen ihn 95 Prozent. Ursprünglich hatten wir mit 30 Prozent Verkaufsanteil vom Automatikgetriebe gerechnet, vor allem mit Blick auf den asiatischen Markt“, erzählt Gales. „Auch beim Evora ist der Anteil der Handschalter höher als mit Automatik.“ Die Elise bietet Lotus ausschließlich mit Sechsgang-Handschalter an. Gales leitet aus dem großen Anteil von manuellen Getrieben bei Lotus eine Zukunftsprognose ab. „Ich glaube, der Handschalter ist wieder stärker im Kommen.“

Lotus Evora Cabrio kommt

Der Modellfahrplan sieht bis 2020 weitere Derivate aus den bestehenden Baureihen vor. In diesem Jahr sollen vier neue Versionen kommen. Ebenso 2018. Es soll sich überwiegend um weitere Cup- und Rennmodelle handeln. Vom Evora will Lotus ein Cabrio bauen. „Wir hoffen, dass wir das Cabrio noch in diesem Finanzjahr vorstellen werden“, sagt der Geschäftsführer. Es dürfte in Richtung einer Targa ähnlicher Dachkonstruktion mit herausnehmbarem Dachteil gehen. Wie bei der Elise. Das Finanzjahr endet übrigens im März 2018.

Schon vorher ist eine Sonderversion des Evora angedacht. Sie soll unter 1.300 Kilogramm wiegen. Das Topmodell Evora Sport 410 bringt 1.325 Kilo (Leergewicht) auf die Waage. Die Ersparnis will Lotus unter anderem durch Carbonräder erzielen, die derzeit entwickelt werden. „Da können Sie allein auf jeder Seite zwei Kilogramm abziehen.“ Außerdem will Lotus den vorderen und hinteren Stoßfänger aus Carbon bauen. Das soll weitere 15 Kilogramm sparen.

Neue Elise soll Benchmark im Segment sein

Leichtbau gehört zum Firmengeist. So lebte es Chapman vor, und genauso will es die aktuelle Firmenleitung nachmachen. „Jedes zusätzliche Kilogramm muss abgebremst und wieder beschleunigt werden“, sagt Gales. Einfache Rechnung: Mehr Gewicht kostet Performance. Außerdem sollen das Handling und die Aerodynamik den Markenkern definieren. „Bei der Aerodynamik ist es unser Ziel, den cw-Wert zu halten, gleichzeitig aber den Abtrieb zu steigern.“ Ein Beispiel für gesteigerten Anpressdruck ist die Exige Sport 380. Der Purist presst bei Höchstgeschwindigkeit (286 km/h) die Karosserie mit 140 Kilogramm auf den Boden. Der Vergleich mit Exige Sport 350: 88 Kilogramm bei 274 km/h.

Das Gewicht der aktuellen Elise (Serie 3) wird man beim Modellwechsel, der für 2020 vorgesehen ist, jedoch nicht halten können. Weil der Sportwagen etwas länger und breiter baut. „Das verlangen die Sicherheitsbestimmungen“, entschuldigt sich Gales, der aber für die Elise Serie 4 verspricht: „Die neue Elise wird wieder auf 100, 200 Meter als Elise erkennbar sein. Das Fahrverhalten wird die Benchmark im Segment. Die neue Elise wird wie kein anderes Auto um die Ecken gehen.“

Gales verspricht auch mehr Leistung für den Vierzylinder. Und einen besseren Klang. „Ein Vierzylinder muss in einem Sportwagen gut klingen. Sonst geht die Hälfte des Fahrerlebnisses verloren. Wir arbeiten intensiv am neuen Auspuff.“ Der Vierzylinder soll sich deutlich bassiger anhören. Das Gewichtsthema lässt den Luxemburger nicht los. Unter einer Tonne solle die zukünftige Elise schon wiegen. „Sie wird mindestens 350 Kilogramm leichter sein als ein Porsche Boxster.“ Der 718 Boxster bringt es nach DIN-Norm auf 1.335 Kilogramm. Minus 350 Kilo würde ein Gewicht für die Elise von gut 985 Kilo ergeben. Die Gewichte der aktuellen Elise-Baureihe: Elise Sport (866 kg, Leergewicht), Elise Sport 220 (914 kg), Elise Cup 250 (931 kg) und Elise 250 Special Edition (899 kg).

SUV mit Allrad – über 200 Kilo leichter als Porsche Macan

Ein Branchentrend macht auch vor Lotus nicht halt: das SUV-Thema. Einen Prototyp haben die Ingenieure in Hethel bereits gebaut. „Wir sind gerade in den letzten Zügen, ihn fahrbar zu machen“, berichtet Gales. „Ein paar Meter ist das Modell schon gerollt.“ Bevor Lotus aber einen Hochbeiner für die Kundschaft baut, muss der Aufsichtsrat noch zustimmen. „Ein SUV wäre für uns eine andere Dimension der Investition. Besonders für China und die USA wäre ein SUV hoch interessant“, sagt Gales.

Dass die Pläne schon weit fortgeschritten sind, veranschaulichen die Details, die der Lotus-Chef verrät. „Wir streben Innenraum- und Außenmasse ähnlich zum Macan an. Aber die Karosserie wird tiefer sitzen für einen besseren Schwerpunkt.“ Porsches Verkaufsschlager ist 4.697 Millimeter lang, 1.923 Millimeter breit und 1.624 Millimeter hoch. Das Macan-Gewicht nach DIN: 1.770 Kilogramm. „Wir wollen mindestens 200 bis 250 Kilogramm leichter sein.“ Da immer mehr Kunden auf SUV-Coupés stehen, orientiert sich Lotus in diese Richtung. Gales zieht Vergleiche zum Lamborghini Urus. Heißt: Auch ein Lotus-SUV soll voll auf Performance getrimmt sein.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen den Lotus Exige Sport 380 im Fahrbericht.

Neuester Kommentar

Interessant. Man redet ja darüber dass Geely, Proton aufkaufen will, mit Fokus auf Lotus.
Volvo C90 mit Chassistuning von Lotus Ingenieuren hört sich etwas nach Lotus Carlton (vielleicht sogar etwas weniger Gewicht) an und Lotus mit verbesserter Lebensdauer klingt ebenso nicht schlecht.
XC40 und Exige SUV auf gleicher Plattform - ja, gerne.

Oxnard Montalvo 10. Februar 2017, 19:35 Uhr
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