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Lucra Cars LC470

Power-Roadster im Stil der Fünfziger

Lucra Cars LC470 Foto: Lucra Cars 20 Bilder

So leichtgewichtige und puristische Sportwagen wie der Lucra Cars LC470 liegen weiterhin im Trend. Sie weisen ähnliche Fahrwerte auf wie die Boliden aus den Häusern Ferrari, Lamborghini & Co., sind dabei aber wesentlich günstiger.

13.08.2010

Das Beste vorweg: der Lucra Cars LC470  kommt auch nach Deutschland. Eine extrem lang gezeichnete Motorhaube, dazu ein kurzes Heck, fließende Karosserielinien und ein Roadster-Feeling par Excellence - fertig ist der LC470.

Lucra Cars LC470 erinnert an Lister/Cunningham-Rennwagen

Doch der Lucra Cars LC470, das sportive Leichtgewicht aus den USA, hat mehr zu bieten. Denn in seinem Design etwa erinnert es gelungen an die Rennwagen aus dem Hause Lister/Cunningham aus den fünfziger Jahren, speziell an den Lister-Jaguar von 1958. Briggs Swift Cunningham, der Zweite, hatte sich in den frühen Fünfzigern einen Ruf als Konstrukteur, aber auch Rennteam-Besitzer und Fahrer erworben, wobei er bei Rennen wie den "12 Stunden von Sebring", auf dem Race-Track in Watkins Glen oder gar bei den legendären "24 Stunden von LeMans" auf seine selbst entworfenen Prototypen-Wagen vertraute.

1955 ging Cunningham letztlich eine Kooperation mit Hersteller Jaguar ein, bei der man gemeinsam Rennwagen kreierte und der Amerikaner zugleich in seinem Showroom an der New Yorker Fifth Avenue Jaguar D-Type-Modelle zum Verkauf anbot. Leider machte ein Feuer in den Jaguar-Werkshallen eine erfolgreiche Weiterproduktion zunichte - doch eine Lösung für das Problem sollte sich schnell in Form der Person des Brian Lister finden.

Lister ebnet Weg für LC-Sportler

Lister, auch seit den frühen fünfziger Jahren im Rennsport mit eigenen Sportwagen-Kreationen aktiv, avancierte für Jaguar im Laufe der nächsten Monate zum offiziellen Rennwagenbauer, da man ja selbst durch die zerstörten Werkshallen gehandicapt sein sollte. Insgesamt 17 Fahrzeuge entstehen, die ersten beiden Boliden werden dabei an Cunningham ausgeliefert. Er führt sein Rennteam rund um Fahrer Walt Hansgen im Lister-Cunningham-Jaguar an die Spitze der nationalen Sportwagen-Meisterschaft - und ebnet so den Weg für die Legende des "LC"-Sportlers.

Lucra Cars LC470 basiert auf Stahlrohrkonstruktion

Die Basis des Lucra Cars LC470 aus der Neuzeit besteht aus pulverbeschichtetem, vier Zoll dickem Stahlrohr. Mit einer Gewichtsverteilung von 53 Prozent auf der Hinter- und 47 Prozent auf der Vorderachse gibt sich das Konstrukt mit seinem Frontmotor und dem Heckantrieb äußerst ausgewogen. Die Räder mit ihren 9,5 und 11 x 17 Zoll großen Aluminiumfelgen und den 275/40er und 315/35er Reifen sind vorne wie hinten einzeln aufgehängt (ungleich lange Doppel-Dreieckslenker vorne, 5-Link-System hinten), Alu-Stoßdämpfer und Composite-Federn gewährleisten einen praktikablen Restkomfort. Sturz, Spur und Nachlauf sind selbstverständlich individuell einstellbar - ganz nach Belieben und den Anforderungen des Kunden.

V8-Motor aus der Corvette Z06 mit bis zu 630 PS

In Sachen Antrieb vertraut Lucra Cars auf vier unterschiedliche Achtzylinder aus dem Hause General Motors: Als Basis dient ein ZZ4-V8 mit 5,7 Litern Hubraum und Vergasersystem, der 375 PS leistet. Wer will, kann sich aber auch für eine elektronische Kraftstoffeinspritzung entscheiden, dann gepaart mit einem LS6-V8 (5,7 Liter, 400 PS), einem LS3-V8 (6,3 Liter, 550 PS) oder einem LS7-V8 aus der Corvette Z06 mit satten 630 Pferdestärken. Gekoppelt sind die Aggregate dann an ein Sechsgang-Schaltgetriebe aus dem Hause Tremec, ein Dana-Limited-Slip-Differential ist um Traktionsoptimierung an der Hinterachse bemüht.

Natürlich schreien derartige Antriebe auch nach einer adäquaten Verzögerung: Im Falle des Lucra Cars LC470 kommen belüftete Scheibenbremsen mit PBR-Kolben zum Einsatz, Edelstahl-Bremsleitungen, unabhängige Kreisläufe vorne und hinten sowie ein Doppel-Hauptbremszylinder bürgen für Sicherheit. Ausgestattet mit dem 400 PS-V8 bewältigt der kraftvolle Roadster den Sprint auf 100 km/h in 3,5 Sekunden, dem Luftwiderstand beugen muss er sich bei rund 290 km/h.

Karosserie des Lucra Cars LC470 besteht komplett aus Karbon

Die fließend gezeichnete Karosserie des Lucra Cars LC470 in ihrem klassischen Design ist komplett aus Karbon gefertigt und wiegt deutlich unter 100 Kilogramm, ein Soft- oder ein Hardtop sind ebenso erhältlich - für Hochgeschwindigkeitsfahrten keine schlechte Investition. Der Basisentwurf stammt von Chuck Beck, wobei Lucra Cars das Konzept in die Gegenwart adaptierte. Das Interieur gibt sich puristisch, aber auch im Detail sehr überzeugend verarbeitet. Es bietet Platz für zwei Personen, wobei auch zwei Meter Körpergröße laut Luke Richards, Chef von Lucra Cars, keinerlei Problem darstellen sollen.

Die Position der Sportsitze und der Pedalerie ist auf den Piloten anpassbar, auch die Teleskop-Lenksäule ist verstellbar. Sechspunkt-Gurte halten die Passagiere auf den vorgesehenen Plätzen, selbst bei extremen Kurvenmanövern, die dank des niedrigen Schwerpunktes des Lucra Cars LC470 möglich sind. Farblich lassen sich hier, aber auch in Sachen Karosserie nahezu alle Wünsche erfüllen, verspricht der Hersteller.

Preise beginnen bei 100.000 Euro

Bestellbar ist der Lucra Cars LC470 in zwei vor konfigurierten Ausstattungsvarianten: Als "S Package" mit 550 PS für rund 100.000 Euro und als rund 130.000 Euro teures "SC Package" mit 630 PS, seitlichen Steckscheiben, Softtop, Cockpit-Comfort-Paket und weiteren zusätzlichen Ausstattungsdetails.

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