Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Magna

Magna erneut mit Verlust - Umsatz fast halbiert

Magna Logo Foto: Magna 144 Bilder

Der um Opel buhlende Autozulieferer Magna hat im zweiten Quartal erneut einen Verlust eingefahren.

07.08.2009

Auch die Umsätze brachen angesichts der Absatzkrise auf den weltweiten Automärkten dramatisch ein, wie der Konzern am Freitag (7.8.) im kanadischen Aurora mitteilte. Auf Halbjahressicht rutschte der kanadisch-österreichische Zulieferer ebenfalls ins Minus. Dennoch sieht sich der Konzern weiter für eine Übernahme des Autobauers Opel zusammen mit russischen Partnern gerüstet.

Cashreserven von 1,7 Milliarden US-Dollar

Magna stehe trotz der zurzeit schwierigen Situation solide da und verfüge über Cash-Reserven in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar (1,18 Milliarden Euro), sagte Magna-Chef Siegfried Wolf laut einer Mitteilung nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. Am Abend (MESZ) wollten sich in Detroit GM-Chef Fritz Henderson und Magna-Chef Siegfried Wolf zu einem Gespräch treffen, um knifflige Fragen in dem Poker um Opel zu klären. Hauptstreitpunkt bei den Verhandlungen sind offenbar weiter die Patentrechte.

Verlust von 205 Millionen Dollar


Wie in den ersten drei Monaten fiel bei Magna im zweiten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 205 Millionen Dollar an. Im Vorjahreszeitraum erzielte Magna ein Plus von 227 Millionen Dollar. Die Umsätze des Autozulieferers brachen von April bis Juni um fast die Hälfte auf 3,71 Milliarden Dollar ein. Im ersten Quartal hatte Magna ebenfalls rote Zahlen geschrieben (minus 200 Millionen Dollar).

"Die Fahrzeugproduktion in Nordamerika und Europa ist im zweiten Quartal um 49 beziehungsweise 28 Prozent zurückgegangen", berichtete Wolf. "Da wir auf diesen Märkten praktisch alle Fahrzeughersteller beliefern, haben sich unsere Zahlen synchron dazu entwickelt."

Auf Halbjahressicht rutschte Magna ebenfalls ins Minus. Unter dem Strich stand in den ersten sechs Monaten ein Minus von 405 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch ein Plus von 434 Millionen Dollar erzielt. Die Umsätze in der ersten Jahreshälfte halbierten sich ebenfalls fast auf rund 7,28 Milliarden Dollar.

An einer Übernahme des Autobauers Opel zeigt weiterhin auch der belgische Finanzinvestor RHJI Interesse. Die deutschen Bundesländer mit Opel-Standorten favorisieren Magna. General Motors hat sich trotz des starken politischen Drucks aus Deutschland nach eigenen Angaben noch nicht entschieden. Eine mit den Verhandlungen vertraute Person aus Wien hatte sich am Donnerstag bezüglich der Verhandlungen aus Magna-Sicht aber optimistisch gezeigt: "Wir sind zuversichtlich, dass die offenen Punkte noch geklärt werden können."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden