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Magna greift nach Getrag

Kanadier kaufen Getriebehersteller

Foto: Getrag

Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna will den deutschen Getriebehersteller Getrag übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung sei am Donnerstag (16.7.2015) unterzeichnet worden, teilte Magna mit.

16.07.2015 Uli Baumann

Der Automobilzulieferer Getrag mit Sitz in Untergruppenbach bei Heilbronn stellte 2014 3,9 Millionen Getriebe her und beschäftigte 13.500 Mitarbeiter. Die Erlöse der Getrag-Gruppe lagen 2014 bei rund 3,26 Milliarden Euro.

Getrag gilt als führender Anbieter von Doppelkupplungsgetrieben und zählt unter anderem BMW, Daimler, Renault, Ford und Volvo zu seinen Kunden sowie die chinesischen Autobauer Great Wall, Dangfeng und Jiangling. Getrag unterhält 13 Werke in neun Ländern in Europa, Asien und Nordamerika. In der Wirtschaftskrise 2009 war Getrag noch mit einer Landesbürgschaft gestützt worden.

Als Kaufpreis wurden von Magna 1,75 Milliarden Euro genannt. Die Wettbewerbsbehörden müssen den Kauf noch zustimmen, so kann sich die finale Abwicklung noch bis Ende 2015 hinziehen. Getrag soll zunächst als eigenständge Einheit mit eigenem Management weiterbestehen.

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