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Mahle

Unerwartet erfolgreich

Mahle Logo Foto: Mahle

Der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle wird 2005 mehr Umsatz erzielen als zunächst geplant. Mahle-Chef Heinz K. Junker erwartet ein Erlösplus von rund sieben Prozent auf vier Milliarden Euro, sagte er am Dienstag (6.9.) in Stuttgart.

06.09.2005

Als Grund nannte er einen günstigeren Dollarkurs, den anhaltenden Nachfrageboom bei Nutzfahrzeugen und den steigenden Anteil von Diesel-Pkw in Westeuropa. Ursprünglich hatte Mahle Erlöse von 3,8 bis 3,9 Millionen Euro geplant. Das Betriebsergebnis werde wegen der hohen Rohstoffkosten den Vorjahreswert nicht wieder erreichen, sagte Junker.

Im ersten Halbjahr wuchs der nach eigene Angaben weltweit führende Hersteller von Kolben und Filtersystemen Mahle um 9,3 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich Mahle erneut überproportional zur gesamten Automobilbranche. Für das zweite Halbjahr rechnet Junker allerdings wegen der hohen Treibstoffpreise mit einem verlangsamten Wachstum vor allem bei Pkw. Deshalb werde der Umsatz im gesamten Jahr nur um sieben Prozent steigen.

Mahle geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass der Dieselmotor weiter an Bedeutung gewinnen wird. Dies gelte vor allem auch für die USA, wo nach Prognosen 2010 ein Dieselanteil bei PKW von rund zehn Prozent (heute ein-zwei Prozent) erreicht werden könnte. Junker betonte, dass Mahle auch für Hybrid-Antriebe gerüstet sei und beispielsweise bei Marktführer Toyota gut vertreten sei. Deshalb komme eine Steigerung von Hybrid-Fahrzeugen in den USA auch Mahle zu Gute.

Die Sparprogramme bei den großen Mahle -Kunden VW und Daimler-Chrysler nannte Junker unangenehm. Es wirke sich vor allem aus, dass die Autokonzerne vorher ausgelagerte Tätigkeiten wieder in den Konzern zurückholen würden. Junker sprach von Einsparungen in Höhe von 15 bis 30 Prozent in drei Jahren, die die Autokonzerne von den Zulieferern verlangten.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg vor allem wegen neu erworbener Unternehmen im Jahresvergleich um 3.700 auf 37.500. In Deutschland sank die Mitarbeiterzahl um 273 auf 9.421.

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