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MAN

Schulterschluss mit Scania und VW

Foto: MAN

UPDATE +++ MAN setzt nach der geplatzten Scania-Übernahme auf eine friedliche Einigung mit den Schweden und ist dank der anhaltend guten Branchenkonjunktur für 2007 optimistisch. Für das vergangene Jahr legte der Konzern am Dienstag (6.2.) in München das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte vor.

06.02.2007

Nach dem Scheitern des milliardenschweren Übernahme-Angebots für Scania solle nun eine engere Zusammenarbeit mit dem schwedischen Konkurrenten und seinem größten Aktionär Volkswagen zum weiteren Wachstum beitragen, erklärte MAN-Chef Hakan Samuelsson: "Bei unserem zurückgezogenen Angebot für den Zusammenschluss mit Scania wurde die industrielle Logik unseres Konzeptes anerkannt und wir sind nun offen für einvernehmliche Lösungen. Wir werden den eingeschlagenen Weg fortsetzen, unsere Bereiche zu stärken, um den Unternehmenswert der MAN-Gruppe weiter zu erhöhen."

Dass es unmittelbar zu Gesprächen über eine europäische Nutzfahrzeug-Allianz mit den Beteiligten kommen wird, erwartet Samuelsson zwar nicht, zumal alle Beteiligten "ein bisschen Pause" bräuchten. MAN habe aber Geduld, abzuwarten. "Wir werden offen in diese Diskussionen gehen", betonte Samuelsson. Die genaue Art der angestrebten Zusammenarbeit ließ er offen. Darüber hinaus schaue man sich auch am Markt auch nach anderen Möglichkeiten um, sagte der MAN-Chef, ohne konkreter zu werden.

Im laufenden Jahr will das Unternehmen vom anhaltend guten Marktumfeld mit einer lebhaften Nachfrage nach Investitionsgütern und Transportleistungen profitieren. Der Umsatz der Gruppe werde in diesem Jahr voraussichtlich um mindestens fünf Prozent zulegen, hieß es. Der Auftragseingang soll sich auf hohem Niveau stabilisieren und eine Größenordnung von rund 16 Milliarden Euro erreichen. Das operative Ergebnis, das im vergangenen Jahr erstmals die Milliardenschwelle überschritten hatte, und den Überschuss will der Konzern weiter steigern. "Dazu werden alle Bereiche der MAN-Gruppe wichtige Beiträge leisten", sagte Samuelsson.

Als Wachstumsregionen für das Nutzfahrzeug-Geschäft hat der Konzern vor allem Osteuropa, Russland, den Mittleren Osten und Teile Asiens im Blick, die man aus dem neuen Lkw-Montagewerk in Polen und über das Joint Venture in Indien erschließen werde, hieß es. Daneben sollten Kooperationen wie die mit dem US-Anbieter Navistar weiter ausgebaut werden.

Aktionäre erhalten Dividendenanhebung und Bonus

2006 verbuchte der Konzern vor allem dank des anhaltenden Lastwagen-Booms einen Ergebnisschub. Der operative Gewinn kletterte von 674 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,105 Milliarden Euro. Der Umsatz verbesserte sich um 15 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Darin sind das im vergangenen Jahr verkaufte Geschäft mit Druckmaschinen und der Stahlhandel der Tochter Ferrostaal nicht mehr enthalten und auch aus den Vergleichszahlen des Vorjahres herausgerechnet. Beim Auftragseingang verbuchte MAN ein Plus von 16 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. Unterm Strich konnte das Unternehmen den Überschuss nahezu von 472 Millionen auf 925 Millionen Euro verdoppeln. Die Aktionäre sollen von den guten Zahlen, die zum Großteil noch besser ausgefallen sind als von den meisten Analysten erwartet, durch eine Anhebung der Dividende von 1,35 auf 1,50 Euro je Aktie profitieren. Zudem will MAN einen Bonus von 50 Cent je Anteil ausschütten.

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