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Marder-Abwehr

Das schützt vor Marder-Attacken

Marder Foto: HUK-Coburg

Im Frühjahr treiben die Steinmarder wieder ihr Unwesen in Autos. Mit welchen Maßnahmen können sich Fahrzeugbesitzer vor den Beißattacken schützen? auto motor und sport hat verschiedene Möglichkeiten geprüft und sagt Ihnen, was wirklich hilft.

22.05.2014 Henning Busse

Wissenswertes über Steinmarder

Die größten Schäden richten Marder vorwiegend in den Monaten März, April und Mai an. Grund hierfür ist das Paarungsverhalten. Im Frühjahr verteilen die Rüden Duftmarken vor der anstehenden Paarungszeit. Wittert nun der Marder auf seinen Rundgängen in einem Auto den Geruch eines anderen Männchens, lässt er seine Wut an Kabelbäumen, Zündkabeln, Dämmmatten oder Wasserschläuchen aus. Doch nicht immer stammen die Spuren von einem Marder, auch Katzen laufen über Fahrzeuge. Wer nun für die Abdrücke auf Ihrem Auto verantwortlich ist, das können Sie an den Pfotenabbildungen unten herausfinden.

Das bietet langfristig Schutz

Garage: Sie ist immer noch der beste Schutz vor Marderattacken – vorausgesetzt, das Gebäude hat kein Gittertor und keine Löcher, durch die der Marder schlüpfen kann. Fertiggaragen gibt es bereits ab 1.000 Euro – ein Marder-Schaden kann höher ausfallen.

Stromschläge: Im Motorraum wird ein Netz mit Kontaktplatten verbaut, das dem Marder ungefährliche Stromstöße verpasst. Das Tier erschreckt sich und verschwindet. Wirksame Geräte kosten rund 150 Euro wie etwa von Stop & Go.

Motorkapselung: Je besser ein Motor von unten abgekapselt ist, desto besser ist der Marderschutz bereits ab Werk. Diese Produkte gibt es bei manchen Herstellern auch als Zubehör; sie heißen dann aber Unterfahrschutz.

Kabel-Ummantelungen: Stabile Kabel-Ummantelungen für Schläuche und Leitungen bilden auch einen wirksamen Schutz vor Bissschäden. Entsprechende Produkte gibt es bereits ab fünf Euro im Autofachhandel um die Ecke.

Das schützt nur kurz vor Beißattacken

Ultraschall: Ein sehr hoher, für Menschen unhörbarer Schalldruck soll die Marder aus dem Motorraum vertreiben. Allerdings müssen die Lautsprecher so positioniert sein, dass der Marder direkt an ihnen vorbeiläuft. Da das nicht immer der Fall ist, bieten die Geräte nur kurzfristig Schutz (Cartrend-Produkt, bei Lidl online um die 60 Euro).

Marderspray/Duftscheiben: Sie überdecken Mardergerüche. Da sich die Duftstoffe der Mittel (ab acht Euro) aber verflüchtigen, bieten diese Maßnahmen keinen langfristigen Schutz.

Bitterstoffe: Der Marder lässt sich davon nicht lange abschrecken und passt sich schnell an. Preis: um die zehn Euro.

Motorwäsche: Sie zeigt Wirkung. Die Gerüche eines Rivalen werden beseitigt, somit kommt es selten zu einer Beißattacke. Um langfristig Ruhe zu haben, sind regelmäßige Wiederholungen nötig.

Maschendraht/Besen: Ein Maschendraht unter dem Auto verschreckt das Tier, doch es gewöhnt sich an diese Maßnahme. Daher sind nach kurzer Zeit neue Tricks gefragt – wie zum Beispiel ein Besen unter dem Wagen.

Das schreckt Marder nicht ab

Hundehaare: Nur der bloße Anblick oder der Geruch der Haare schreckt den Marder nicht ab.

WC-Steine: Auch das richtet nichts gegen die Beißattacken aus. Schlimmer noch: Ein sich auflösender Toilettenstein kann Bauteile des Autos angreifen.

Duftsäckchen/Mottenkugeln: Vielleicht rümpfen Sie bei diesen Hausmittelchen die Nase. Der Marder wittert trotzdem den Duft seiner Rivalen, durch den er sich dann möglicherweise vor Wut im Auto austobt.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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