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Markenpokal KTM-X-Bow Battle

So kommen Sie in den Motorsport

KTM-X-Bow Battle Foto: KTM 24 Bilder

Bei der KTM X-Bow Battle geht es normalerweise mit den puristischen Sportwagen im Rahmen des Porsche Alpen-Pokals rund. Nur am Adria Raceway war der Markenpokal Gast der DTM.

27.04.2011 Anja Wassertheurer Powered by

"Man muss die Dinge ihrem Zweck zuführen", lautet der Lieblingsspruch des sport auto-Chefredakteurs. Ein Motto, das bei KTM im oberösterreichischen Mattighofen durchaus auf Zustimmung stößt. Warum sonst hätte sich der dort beheimatete kleine aber feine Motorrad- und Automobilhersteller wohl entschlossen, ausgerechnet im Angesicht der jüngsten Wirtschaftskrise mit dem KTM X-Bow Battle eine eigene Rennserie ins Leben zu rufen.

Eigener Markenpokal für den KTM X-Bow

Wer kompromisslose Sportwagen baut, so das Credo der hinlänglich rennaffinen Alpenländler, muss seinen Kunden auch ein Umfeld bieten, in dem mit dem eigenen Trainingspartner engagiert Sport getrieben werden kann - vergleichsweise gefahrlos und unbehelligt von mit Radarpistolen bewaffneten Verkehrsgendarmen mit anerkannt nervösem Abzugsfinger. Und da der KTM X-Bow aufgrund seiner extremen Bauweise (leichtes Kohlefaser-Monocoque gepaart mit einem leistungsstarken Turbomotor und Hinterradantrieb) nun einmal schlecht in die bestehenden Reglements passt, musste halt eine eigene Veranstaltungsreihe her.

"Das war uns schon deshalb wichtig", so KTM X-Bow Vertriebs- und Motorsportchef Georg Silbermayr, "weil wir den Kunden wertigen Amateursport offerieren wollten. Kart-Aussteigern und Ex-Profis eine Plattform zu bieten, ist eher nicht das Ziel der KTM X-Bow Battle." In der Folge beschränken sich die illustren Namen auf den Starterlisten der just zu Ende gegangenen ersten Rennsaison denn auch auf die von KTM explizit geladenen VIPs - so zum Beispiel Ex-Skirennläufer Hans Knauss. Der 39-jährige Schladminger wies die Konkurrenz zwischen 1994 und 2003 im alpinen Weltcup-Zirkus auf Brettern in die Schranken, bevor er im Jahr 2006 seine Liebe zum automobilen Rennsport entdeckte.

Saison mit Gaststart in der DTM

Jener durfte Knauss nach Ausflügen in die Motorsportwelt von Porsche und Lamborghini gemeinsam mit sport auto-Chef Horst von Saurma beim ersten von insgesamt sechs Rennwochenenden des Jahres 2010 am Salzburgring ausgiebig frönen. Der Porsche Alpen-Pokal, in dessen Rahmen die KTM X-Bow Battle an sechs Rennwochenenden gastiert, räumt der neuen Serie jeweils zwei halbstündige Trainings- und Rennläufe ein. Die einmalige Teilnahme schlägt mit 1.190 Euro, die Nennung für die 12 Rennen umfassende Saison mit 4.790 Euro zu Buche.
 
Wer darüber hinaus noch abseits öffentlicher Straßen am zierlichen KTM X-Bow-Volant drehen will, dem bietet der von der obersten österreichischen Motorsporthoheit OSK mit einem Prädikat gekürte Veranstalter on top ein besonderes Schmankerl an: Einmal im Jahr können die KTM-Piloten im Rahmenprogramm der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) starten. Die beiden 2010 am Adria Raceway und 2011 Jahr am Eurospeedway Lausitzring vom 17. bis 19. Juni ausgetragenen beziehungsweise auszutragenden Rennen gehen nicht in die Meisterschaftswertung ein und sind in der Saison-Nennung daher nicht enthalten. Für das Lausitzring-Rennen der KTM X-Bow Battle im Rahmen der DTM werden im Jahr 2011 voraussichtlich rund 1.500 Euro zusätzlich fällig.

KTM X-Bow Battle mit drei Klassen

In welcher der drei offerierten Klassen der Fahrer an den Start geht, ist für das Bankkonto hingegen unerheblich. Ob Rookie (ehemals Klasse 1), Pro Am (ehemals Klasse 2) oder Unlimited (ehemals Klasse 3) - die Nenngebühr ist hier wie da identisch. Auch gefahren wird gemeinsam. Über die wertungsrelevante Zuordnung zu den einzelnen Klassen entscheidet einzig und allein die technische Spezifikation des Autos. Serienmäßige KTM X-Bow-Modelle mit 240 PS ohne Motortuning, die eine Mindestfahrzeughöhe nachweisen müssen, bilden die Basis und werden der Rookie-Klasse zugerechnet.
 
Fahrer mit bis zu 315 PS starken Standard-KTM-X-Bow oder dem neuen, mittels 35-Millimeter-Air-Restrictor gedrosseltem KTM X-Bow R sind in der Pro Am-Klasse startberechtigt. Die Kategorie Unlimited steht bis zu 375 PS starken Autos sowie dem KTM X-Bow R ohne Restrictor offen. Der Papierform nach sind die Kräfteverhältnisse somit klar. Auf der Strecke hat sich im Verlauf der am Salzburgring, in Most, auf dem Eurospeedway Lausitz, in Hockenheim, am Slovakia Ring und in Brünn ausgetragenen Rennen der Saison 2010 jedoch gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit der Technik in diesem messerscharfen, an veritable Formel-Renner gemahnenden Umfeld oft weniger entscheidend ist als die Klasse des Gesamtpakets.

KTM X-Bow Battle ist für Amateure konzipiert

Soll heißen: Wer als Amateur mit einem derart leistungsstarken, ABS-losen 800-Kilo-Floh ins Rennen geht, muss erst einmal lernen, damit umzugehen. Und das fällt mit dem recht umgänglichen Serienauto nun mal leichter als mit den scharf gemachten und in der Folge oft viel aggressiver agierenden KTM X-Bow der Unlimited-Kategorie. Aus diesem Grund, und weil die KTM X-Battle ganz bewusst nicht für Profis konzipiert worden ist, bietet der Veranstalter den Teilnehmern die Möglichkeit, die Fahranteile an den Rennwochenenden durch den Zukauf von zwei je 30 Minuten langen zusätzlichen Trainingssessions zu erhöhen. Kostenpunkt: 50 Euro pro Einheit.
 
Selbst an potenzielle Kunden, die noch keinen KTM X-Bow besitzen, hat der Hersteller gedacht. Wer mit dem Formel-Renner liebäugelt, ihn aber nicht gleich kaufen will, kann für 5.000 Euro pro Wochenende ein rennfertiges Serienauto nebst technischer Basisunterstützung mieten. Nur getankt werden muss selbst. Etwaig erforderliche Ersatzteile und Mechaniker gibt’s am KTM-Truck im Fahrerlager - gegen Bezahlung, versteht sich.

KTM X-Bow Battle 2011

Termine:
29./30. 4.11 Salzburgring , (AT)
20./21. 5.11 Slovakiaring, (SK)
17.- 19. 6.11 DTM-Gaststart Eurospeedway Lausitzring, (D)
1./ 2. 7.11 Eurospeedway Lausitzring, (D)
22./23. 7.11 Hockenheim, (D)
16./17. 9.11 Red Bull Ring, (AT)
7./ 8.10.11 Brunn, (CZ)

Artbauer Racing Days: freies Fahren mit eigenen Fahrzeugen um € 435,-
15. April 2011     Red Bull Ring, AUSTRIA
19. Mai 2011     Slovakiaring, SLOVAKIA
13. Juni 2011     Red Bull Ring, AUSTRIA
08. Juli 2011     Pannoniaring, HUNGARY
12. August 2011     Slovakiaring, SLOVAKIA
01. / 02. September 2011     Pannoniaring, HUNGARY
      

Preise: Die Nennung fur alle sechs im Rahmen des Alpen-Pokals ausgetragenen X-Bow Battle-Wochenenden mit je zwei Rennen kostet 4.790 Euro. Einzelne Rennwochenden schlagen mit 1.190 Euro zu Buche. Der Lauf im Umfeld der DTM am Lausitzring (17.- 19. Juni 2011) ist nicht Bestandteil der Meisterschaft und gesondert zu buchen. Infos unter: www.x-bow-battle.at

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