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Maserati MC 12

Vorsicht, Renn-Spiritus

Foto: Uli Jooß 6 Bilder

MC 12 lautet die Formel, mit der Maserati im internationalen Rennsport den Glanz des Dreizacks der vergangenen Jahre wieder aufpolieren will. Satte 632 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/h markieren die Eckdaten des neuen Supersportlers.

21.07.2004

Von den Rennserien dieser Welt passte die FIA-GT-Meisterschaft am besten ins Konzept. Ein geeignetes Modell gab es zwar nicht im eigenen Haus, aber beim rennerprobten Bruder. Auf Basis des Ferrari Enzo Ferrari stellte die noch Sportabteilung Maserati Corse den MC 12 auf die Räder, von dem neben acht bis zehn Wettbewerbs-Autos zugleich eine Kleinserie für die Straße gebaut wird.

Rennen wird der MC 12 vorerst jedoch nicht, denn die FIA verweigerte dem chancenreichen Italiener die Homologation für die GT-Meisterschaft und selbst in LeMans darf der MC 12 nur gestutzt antreten. Die ersten 25 Modelle der Straßenversion sind allerdings fertig und bereits zum Stückpreis von 696.000 Euro verkauft. 2005 sollen abermals 25 Fahrzeuge gebaut werden und dann ist Schluss.

150 Liter-Gepäckabteil und ein Hauch von Luxus

Was die Kunden erwartet ist dagegen einzigartig: Die unter Federführung von Entwicklungschef Frank Stephenson gestaltete Karosserie, die traditionsgemäß nur in blau-weiß lackiert wird, trägt ein Design wie ein GT-Sportprototyp. Lange Stunden im Windkanal und einem daraus resultierenden Sortiment von Kiemen, Finnen und Lufteinlässen machte sich der MC 12 den Wind zum Freund. Die seitlichen Öffnungen und der vollverkleidete Unterboden mit Venturi-Kanälen dienen zugleich dem Zweck, den Abtrieb zu verbessern. Den gleichen Zweck erfüllt der Flügel über dem gestreckten, schroff abgeschnittenen Heck.

Gegenüber dem kantigen, kompakteren Enzo präsentiert sich der MC 12 weicher und mit einer Gesamtlänge von 5,143 Meter 44 Zentimeter länger, auch der Radstand misst mit 2,80 Meter 15 Zentimeter mehr. Da bleibt sogar Platz für großgewachsene Fahrer und ein 150-Liter-Gepäckabteil.

Sichtbares Karbon und Aluminium in der Kabine verweisen auf die tragenden Materialien des Chassis, Leder sorgt für einen Hauch von Luxus. Das Lenkrad ist oben abgeflacht, die Tasten für ASR, Fahrwerksabstimmung und Rückwärtsgang bekamen ihren Platz auf dem Getriebetunnel zugewiesen. Desgleichen wurde zugunsten klassischer Rundinstrumente für Öldruck, Öl- und Wassertemperatur auf ein Digitaldisplay links vom zentralen Drehzahlmesser verzichtet. Die Regler der Klimaautomatik, der blaue Startknopf und die typische Ovaluhr sind in der Mittelkonsole untergebracht.

Weitere Änderungen ergeben sich aus dem abnehmbaren Dach, das zugleich konventionelle Klapp- statt der nach vorn schwenkenden Flügeltüren sowie Verstärkungen an Karosserie und Chassis erforderlich machte. Beide bestehen wie im Ferrari aus Kohlefaser, und auch die Inspektion der Fahrwerkstechnik offenbart die Parallelen zum Schwestermodell.

632 PS für über 330 km/h Spitze

Alu-Hilfsrahmen übernehmen die Anlenkung der Räder, die jeweils von doppelten Dreiecks-Querlenkern, Schraubenfedern und progressiven Dämpfern geführt werden. Für Verzögerung sorgt eine Brembo-Bremsanlage - vorn mit Sechskolben-Leichtmetallzangen sowie rundum mit innenbelüfteten, quergebohrten Stahlscheiben im Format einer herzhaften Familienpizza (380, hinten 335 Millimeter Durchmesser), die sich hinter 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen mit Reifen der Dimension 245/35 vorn und 345/35 hinten verbergen.

Gegen dies geballte Bremspower stellt Maserati einen Sechsliter-V12 mit 632 PS, der aufgrund geänderter Zylinderköpfe sowie einer niedrigeren Maximaldrehzahl (7.700 statt 8.200/min) 28 PS weniger als im Enzo leistet. Dennoch leitet das Aggregat maximal 652 Nm auf das Sechsganggetriebe mit elektrohydraulischer Betätigung über Wippen am Lenkrad weiter. Wer die sechs Fahrstufen flott genug durchschaltet und den V12 entsprechend jubilieren lässt, erreicht die 100 km/h-Marke bereits nach 3,8 Sekunden, 200 km/h sind nach 9,9 Sekunden erreicht und die Topspeed des MC 12 stellt sich erst jenseits der 330er-Marke ein.

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