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Maserati-Sammlung Museo Panini

Maserati 5000 GT

Foto: Frank Herzog 15 Bilder

Die weltweit größte Maserati-Sammlung zeigt nicht nur Rennwagen und alle ab 1957 gebauten Luxus-Serienmodelle, sondern auch rare Einzelstücke und Exoten. Exklusiv für Motor Klassik rollt hier das erste von vier Prachtexemplaren ins Freie.

24.08.2007 Franz-Peter Hudek Powered by

Auf dem Weg zum privaten Maserati-Museum der Familie Panini in Cittanova mit rund 60 Exponaten passiert der Besucher nach dem Eisentor und einer imposanten Alleezufahrt Traktoren, Vieh-Unterstände und Kühlhallen. Umberto Panini und Sohn Matteo produzieren hier den berühmten Parmigiano Reggiano. Um die optimale Produktion des Bio-Käses zu sichern, entsteht hier alles auf einem einzigen, umzäunten Landbesitz – das Grünfutter, die Milch und der Parmesan-Käse.

Vom Testfahrer zum Millionär

Umberto Panini arbeitete zunächst bei Maserati Motociclette (Motorräder) als Techniker und Testfahrer, entwickelte später Maschinen zur Produktion von Stickers, kleinen Klebebildchen in Süßigkeiten - und machte damit ein Vermögen. Umberto und Matteo sammelten schon immer Motorräder und Autos, bevorzugt Maserati. Dank ihres Reichtums konnten sie auch die etwa 20 Wagen umfassende Maserati-Sammlung von Alessandro De Tomaso, dem von 1976 bis 1993 Maserati gehörte, als Paket bei einer Auktion ersteigern.

Der Maserati 5000 GT - Rennrakete für den Schah

Der Maserati 3500 GT, dessen Produktion im Sommer 1957 anlief, war für die Marke mit dem Dreizack einer der wichtigsten Meilensteine. Ingenieur Giulio Alfieri entwarf ein luxuriöses Sportcoupé mit 220 PS starkem 3,5-Liter-Reihensechszylinder. Auf dessen Rohrrahmen ruhte in der Regel eine Karosserie von Touring. Die bis 1964 erreichte Stückzahl von insgesamt 2.225 Fahrzeugen (inklusive Spyder) war für Maserati sensationell und zeigte die große Beliebtheit des 3500 GT.

Nur einer war nicht zufrieden

Reza Pahlevi, der Schah von Persien. Er wollte mehr Kraft unter der Haube und zudem ein Auto, das nicht jeder hat.

Alfieri verpflanzte daher den V8-Motor des Tipo 450 S-Rennsportwagens in das verstärkte Chassis des 3500 GT, erhöhte den Hubraum auf fünf Liter und schuf einen 350 PS starken Supersportwagen, mit dem der Schah bis zu 280 km/h schnell durch Persien eilen konnte. Historiker Cozza erinnert sich: "Im Werk hieß der Wagen nur Schah von Persien. Als man sich zu einer kleinen Serienproduktion entschloss, wurde schließlich der 5000 GT daraus."

Blechkleid von Alemanno

Während die beiden ersten 5000 GT identische Touring-Karosserien besaßen, erhielten die meisten der nachfolgenden 2 + 2-Coupés ihr Blechkleid von Alemanno in Turin. Der Entwurf stammte von Giovanni Michelotti und trug den Namen Maserati 5000 GT Indianapolis.

Kette ersetzt Zahnrad

Dieser 5000 GT von 1962 mit seiner großen Panorama-Heckscheibe und dem ebenso schlicht wie imposant wirkenden Stufenheck unterschied sich in technischer Hinsicht jedoch stark von dem Schah-Coupé: Der Antrieb der vier obenliegenden Nockenwellen erfolgte nicht mehr über Zahnräder, sondern über eine Kette. Geblieben sind dagegen die aufwendige Doppelzündung und eine archaisch wirkende, an Blattfedern aufgehängte Hinterachse, die schon den schnellen Schah sicher auf der Straße hielt.

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