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Maserati-Sammlung Museo Panini

Maserati Tipo 63

Foto: Frank Herzog 15 Bilder

Die weltweit größte Maserati-Sammlung der Familie Panini beherbergt nicht nur Serienmodelle, sondern auch rare Einzelstücke und Exoten. Nach dem Maserati 5000 GT rollt nun das zweite von vier Prachtexemplaren ins Freie.

27.08.2007 Franz-Peter Hudek Powered by

Der erste Eindruck: Dieser Rennwagen ist ein Monster, ein Zwitterwesen, das zwei Welten angehört. Die Umsetzung der 1961 noch revolutionär wirkenden Konstruktionsidee eines Mittelmotor-Sportwagens erfolgte mit traditionellen, sehr zeitgemäßen Mitteln. Der Radikalität eines John Cooper oder Colin Chapman begegnete man in Italien, so scheint es zumindest, mit einem gewissen Argwohn.

Die Spurweite fällt sehr schmal aus

Große, schmale Speichenräder und ein ebenso üppig dimensioniertes Lenkrad weisen am Maserati zurück bis in die 50er Jahre. Die geringen Spurweiten von nur 1.200 Millimeter und die große Bodenfreiheit halten ebenfalls an traditionellen Werten fest. Das komplett geschlossene Heckteil der Karosserie verfügt über mehrere Wartungsklappen und -Öffnungen und ist im Gegensatz zu nur wenige Jahre jüngeren Konstruktion nicht hochklappbar. Der V-förmige Zusatztank für den durstigen V12-Motor ist über den Knien des Fahrers montiert - sehr hoch und wohl ziemlich gefährlich.

Birdcage für mutige Männer

Auch die Chassis-Konstruktion des Maserati Tipo 63 aus damenfingerdünnen Stahlröhrchen stammte aus der Vergangenheit. Maseratis legendäre Frontmotor- Rennsportwagen Tipo 61 und Tipo 62 - beide bekannt als "Birdcage" - rannten damit von Erfolg zu Erfolg, welcher dem Mittelmotor-Tipo 63 trotz seiner 250 PS und 312 km/h Spitze verwehrt blieb. Die Eigenheiten eines Mittelmotor-Autos waren für die italienischen Frontmotor- Spezialisten von heute auf morgen nicht in Griff zu bekommen.

Keine Unterstützung durch das Werk

Außerdem fehlte für die neun produzierten Tipo 63 (darunter zwei Tipo 64, eine Weiterentwicklung mit Detailänderungen) die Unterstützung durch das Werk. "Unser Museumswagen", erinnert sich Ermanno Cozzo, "rannte für die Scuderia Serenissima. Aber sogar unerschrockene Spitzenfahrer wie Joakim Bonnier und Nino Vaccarrella konnten sich mit dem Tipo 63 nicht anfreunden."

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