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Mattias Ekström

Der Mann der ersten Runde

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Der DTM-Champion der Saison 2004 und sein Renningenieur ließen die Konkurrenten beim DTM-Auftakt wie Anfänger aussehen. Der Schwede zeigt sich 2007 nicht nur extrem fit, sondern auch extrem angriffslustig.

24.04.2007 Powered by

Eigentlich schien nach dem Start schon alles verkorkst. Mattias Ekström stellte in der ersten Kurve fest, dass sein Auto stark untersteuerte."Ich hätte nie so nah auf meinen Vordermann aufschließen können, um zu überholen", sagte der Audi-Fahrer. Für Fahrwerksmodifikationen war es da längst zu spät.

Doch nach der Wiederaufnahme des Rennens (eine halbe Stunde nach dem Kristensen-Unfall) stellte Ekström fest, dass sein A4 schneller und schneller wurde. Was er nun brauchte, war freie Fahrt.

Blitzgescheiter Renningenieur

Renningenieur Alexander Stehlig reagierte sofort. Als sein Schützling von der vierten bis zur sechsten Runde hinter Teamkollege Martin Tomczyk zu versauern drohte, holte er Ekström zum ersten Reifenwechsel an die Box.

Weitere sieben Runden später lief Ekström auf Hinterbänkler Mattias Lauda auf.Auch hier ließ Stehlig nicht zu, dass sich Ekström in einem Duell mit dem 2005er Mercedes verzettelte. Bereits nach 13 Runden hatte der Schwede seine beiden Pflichtstopps absolviert.

Mercedes: Trügerische Führung

Die Konkurrenz mit dem Stern erfreute sich mit Paul di Resta und später Bruno Spengler so sehr ihrer Führungsrunden, dass sie das Unheil von hinten nicht kommen sah. Von Platz 14 schob sich Ekström mit jedem Boxenhalt eines Konkurrenten unaufhaltsam nach vorn. Dabei fuhr er nicht nur die schnellste Rennrunde, beeindruckend waren vor allem die ersten Umläufe nach den Boxenstopps. Beide Male gelangen Ekström 1:50er Zeiten.

Die anderen Toppiloten waren entweder nicht auf den Punkt hellwach, oder brachten ihre Reifen nicht sofort auf perfekte Arbeitstemperatur. Die Gegner waren in ihren Outlaps durch die Bank eineinhalb bis zweieinhalb Sekunden langsamer.

Falsch gerechnet

Wer dachte, dass Ekström mit seinen frühen Stopps gegen Rennende mit abgefahrenen Reifen zurückgereicht würde, hatte schlicht falsch gerechnet. Durch die Verkürzung der Renndistanz musste der Audianer gerade 13 Runden mit seinem letzten Reifensatz absolvieren, eine Distanz, die etwa einem regulären Renndrittel entsprach und damit keineswegs besonders viel Ausdauer von den Gummis verlangte.

Die Hochgeschwindigkeits-Schleichfahrt des Mattias Ekström blieb aber nicht nur den Rennstrategen der Konkurrenz lange verborgen - von den ARD-Kommentatoren bis zum Streckensprecher waren alle überrascht, als der Abt-Pilot kurz vor Rennende die Führung im Rennen, und nach dem Sieg auch die in der Tabelle übernahm.

Mattias Ekström: "Kampfansage"

Nach der knappen Niederlage gegen Gary Paffett 2005 und dem glücklosen Jahr 2006 ist der Meister von 2004 wieder oben auf. "Und ob das eine Kampfansage ist", sagt er.

Weitere Hintergründe zur aktuellen DTM finden Sie in der neuen ausgabe von auto motor und sport, Heft 10, ab 25. April im Handel.

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