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Mauretanien

Im Opel Frontera durch Mauretanien

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Im Hafen von Tanger betreten wir zum ersten Mal auf unserer Reise afrikanischen Boden. Unser Ziel ist die Oase Chinguetti im Herzen Maureta­niens. Sie wird auch Rose der Wüste genannt. Doch der Weg dorthin ist lang und gefährlich, heiß und sandig. Marokko und Westsahara müssen durchquert werden. Ob wir ankommen?
Die Araber sagen: inschallah – wenn Allah will!

13.04.2008 Powered by

Es ist Ende September und die Sonne steht genau im Zenit, als wir mit unserem präparierten Opel Frontera Sport zur Grenz- kontrolle kommen. Die uniformierten Staatsdiener scheinen Siesta zu halten. Die Arbeit erledigt ein ziviler Helfer: lässt sich unsere Papiere geben und – o Schreck – verschwindet damit. Doch kurz darauf ist er wieder da, lächelt sein „Alles klar!“ – und hält die Hand auf. Ein Bakschisch ist fällig. Wilkommen in Afrika.

Von Tanger aus am Meer entlang

Die Fahrt führt von Tanger nach Südwest. Wichtige Ersatzteile haben wir dabei, auch Sandbleche, Decken und Schaufeln. Man kann ja nie wissen.

Zunächst geht’s über die sandige Hauptstraße entlang der Atlantik- küste, rechts von uns die kanarischen Inseln, links das Atlas­gebirge. Die Hitze ist dank der frischen Meeresbrise erträglich. Wir passieren die geschichtsträch-­ tigen Städte Rabat, Casa­blan­ca und Marrakesch. Bald darauf fahren wir durch den immer noch beidseits verminten Grenzkorridor nach Westsahara.

Übernachtung im Dachzelt

Weiter geht’s auf viel befahrener Piste. Wer von Westsahara nach Mauretanien will, muss sie nehmen – es gibt keinen anderen Weg. Die Nächte verbringen wir im Zelt auf dem Autodach. Das ist sicher und praktisch. Zudem hat man eine herrliche Aussicht auf den unvergleichlichen Ster- nenhimmel Afrikas. Endlich: Nach dreizehn Tagen erreichen wir Mauretanien, zuerst Nouadhibou und Noakchott – Städte, wie wir sie uns für Schwarzafrika vorgestellt hatten. Die Menschen sind dunkelhäutig – wie aus Ebenholz geschnitzt. Und sehr freundlich zu uns.

Über eine einsame Straße dringen wir weiter ins Landesinnere vor. Hunderte Kilometer liegen noch vor uns. Die Hitze wird uner­träglich. 45 Grad im Schatten. Aber den gibt es hier ja nicht. Weit und breit keine anderen Fahrzeuge. Nur Sand und Steine. Uns wird ein bisschen mulmig. Doch der Opel hält durch und bringt uns tapfer bis nach Atar, Hauptstadt der Region Adrar. Ein guter Ausgangspunkt für die Weiterreise zu unserem Ziel: die Oase Chinguetti, einst Knotenpunkt vieler großer Kamel­karawanen, die wochenlang die Wüsten durchwanderten, um diesen bedeutenden  Handelsplatz zu erreichen.

In Begleitung zur Moschee

Wir müssen dazu noch 200 staubige Kilometer über steile Bergpässe und durch ausgetrocknete Flusstäler zurück­legen. Unsere Ankunft im Ort spricht sich dann schnell herum. Sofort umringen uns Kinder und verschleierte Frauen. Kleine Geschenke müssen sein. Dafür erhalten wir Begleitung bis zur Freitagsmoschee, die eine Bibliothek mit uralten kostbaren Büchern beherbergt. Schließlich reicht die Geschichte der Oase zurück bis zum Jahr 770. Hier steht auch noch die erste Universität Afrikas. Bereitwillig führt uns der Muezzin, im zivilen Leben Bibliothekar, zu seinen Schätzen: in Leder gebundene Originalschriften aus dem 13. Jahrhundert – Korantexte und wissenschaftliche Abhandlungen. Wer mal Arabisch gelernt hat, kann sie lesen: keine Recht- schreibreform – Allah sei Dank.

Schnell wird es Nacht, und wir klettern hurtig in unser 1000-Sterne-Hotel, um unseren Traum Mauretanien ganz zu Ende zu träumen, inschallah – wenn Allah will. 

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