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Mazda 6 Kaufberatung

Alle Motoren, alle Ausstattungen

Mazda 6, verschiedene Modelle, Gruppenbild Foto: Beate Eisele 30 Bilder

Drei Karosserievarianten, Fünf Ausstattungslinien, sechs Motoren – welche Kombination ist beim japanischen Mittelklassemodell Mazda 6 besonders empfehlenswert?

05.10.2011 Peter Wolkenstein Powered by

Die Ziffer 6 dient erst seit der letzten, 2008 abgelösten Modellgeneration als Bezeichnung für die Baureihe. Rechnet man jedoch deren Vorgänger 626 dazu, dann kommt Mazdas Mittelklasse seit 1979 in Deutschland auf sieben Generationen. Allen gemeinsam: Sie zählten fast immer zu den meistgekauften Importautos in ihrer Klasse.

Das Angebot der aktuellen, zuletzt 2010 leicht überarbeiteten Generation deckt eine Preisspanne ab, die vom Basismodell mit Stufenheck und 120-PS-Einstiegsbenziner für 22.690 Euro bis zum 180 PS starken Diesel-Kombi in Sports-Line-Ausstattung für 33.490 Euro reicht – zusätzliche Optionen nicht mitgerechnet. Auf eine hochmotorisierte, teure MPS-Sportversion wie bei der kleineren 3-Baureihe oder bei der ersten 6er-Generation verzichtet Mazda ebenso wie auf vielzylindrige Motoren, selbst der stärkste der drei zwischen 120 und 170 PS leistenden Benziner begnügt sich trotz üppiger 2,5 Liter Hubraum mit vier Brennräumen. Modernstes Triebwerk ist hierbei der Zweiliter-Direkteinspritzer mit 155 PS (ab 25.590 Euro), der als einziger wahlweise auch mit einem fünfstufigen Automatikgetriebe (1.510 Euro) angeboten wird. Für den in drei Leistungsstufen mit 129, 163 und 180 PS offerierten 2,2-Liter-Turbodiesel steht diese Option leider nicht zur Verfügung – in der Mittelklasse ein schweres Handikap. Mit Preisen ab 25.390 Euro kostet der schwächste Diesel 2200 Euro Aufpreis gegenüber dem vergleichbar ausgestatteten Basisbenziner, der Sprung in die nächsthöhere Leistungsklasse kostet 500 bis 700 Euro.

Als einer von wenigen Herstellern bietet Mazda seine Mittelklasse-Limousine nicht nur mit klassischem Stufenheck, sondern auch mit Fließheck und großer Heckklappe (Aufpreis 500 Euro) an – eine Variante, die allgemein wieder größere Aufmerksamkeit genießt. Die beliebteste Variante im Programm bleibt jedoch der Kombi für weitere 600 Euro Zuschlag, der sich in einem eher elegant als nutzwertig gezeichneten Karosseriekleid präsentiert.

Dynamik kennzeichnet beim Mazda 6 aber nicht nur die Optik, auch Schaltung und Lenkung funktionieren präzise und leichtgängig. Seit der Modellpflege im letzten Jahr bietet das Fahrwerk einen ausgewogenen Kompromiss aus Agilität und Komfort, die Federung hält Unebenheiten deutlich wirksamer von den Passagieren fern. Naturgemäß hängt das Komfortniveau auch von der gewählten Ausstattung ab. Mazda fasst die meisten Extras in fünf Linien zusammen. Über der nur mit zwei Motoren lieferbaren Prime-Line folgt das Niveau Center-Line (1.900 Euro Aufpreis), das unter anderem einen Tempomat enthält. Ab Exclusive-Line und dem darauf basierenden Sondermodell Active (beide plus 1.900 Euro) ist eine Sitzheizung an Bord. Und ab Sports-Line (2.500 Euro zusätzlich) sind die Polster teilweise mit Leder bezogen.

Ausstattung und Extras

Bereits die kaum nachgefragte Einstiegsversion Prime-Line garantiert dank manueller Klimaanlage und CD-Radio mit vier Lautsprechern ein Mindestmaß an Komfort – viel mehr aber auch nicht. Die nächsthöhere Center-Line (Aufpreis 1.900 Euro) bietet mit vier Motoren nicht nur eine größere Antriebsauswahl, sondern auch Details wie einen Tempomaten, der über ein lederbezogenes Multifunktionslenkrad bedient wird. Elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel sowie eine Klimaautomatik mit separater Temperaturregelung für Fahrer und Beifahrer erhöhen ebenfalls den Komfort. Bordcomputer, ein erweitertes Audio-System mit AUX-Anschluss und sechs Lautsprechern sowie Leichtmetallräder runden den Zusatzumfang ab. Trotz des guten Gegenwertes entschieden sich 2011 bislang nur vier Prozent aller Mazda 6-Kunden für die Center-Line. Mit 38 Prozent deutlich begehrter: das Sondermodell Active, das auf der Exclusive-Line basiert. Beide kosten gegenüber der Center-Line weitere 1.900 Euro extra und warten mit Annehmlichkeiten wie Sitzheizung, automatisch aktivierten Scheinwerfern und Scheibenwischern, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, Berganfahrassistent und ei-nem CD-Wechsler auf. Äußere Kennzeichen: Nebelscheinwerfer und größere Aluräder im 17-Zoll-Format. Besonders attraktiv wird das Sondermodell durch das serienmäßige Touring-Paket, das für die Exclusive-Line weitere 1.700 Euro kostet. Es umfasst einen Spurwechselassistenten, eine bluetoothgestützte Freisprecheinrichtung und ein Soundsystem von Bose mit acht Lautsprechern. Das gesparte Geld können Active-Käufer in das ebenfalls 1.700 Euro teure Business-Paket inklusive Bi-Xenon-Scheinwerfer mit aktivem Kurvenlicht, ein Reifendruck-Kontrollsystem und Parkpiepser an Front- und Heck investieren. Immerhin 35 Prozent aller Mazda 6-Kunden reicht auch das noch nicht – sie nehmen die Sports-Line-Ausstattung (Aufpreis 2.500 Euro zu Active und Exclusive-Line). Sportliche Anbauteile, 18-Zoll-Aluräder mit 225/45er-Bereifung und LED-Rückleuchten unterstützen das dynamische Ambiente. Neben dem Business-Paket erweitern schlüsselloser Zugang, Alarmanlage und schwarze Teilledersitze die Ausstattung. Bis auf eine Metallic-Lackierung (540 Euro) und ein DVD-Navigationssystem (2.300 Euro, nur Sports-Line) gibt es ab Werk keine Einzelextras. Ein Glasschiebedach ist zwar im Angebot, aber nur für Käufer der teuren Sports-Line – und nur im (Plus-)Paket zusammen mit Lederausstattung samt elektrisch einstellbarer Vordersitze und Memory-Funktion für den Fahrerplatz. Preis: 1.990 Euro.

Unterhaltskosten

Der 163 PS starke Diesel gehört zu den günstigsten Antriebsvarianten im Mazda 6-Programm. Das kommt nur selten vor: Seit der Aktualisierung der Versicherungsklassen im letzten Herbst ist beim beliebten Kombi der Basisdiesel in der Vollkasko eine Typklasse höher eingestuft als die stärkeren Selbstzünder. Von diesem Vorteil profitiert speziell die Version mit 163 PS, die nach unserer Kostenrechnung im Unterhalt auf dem niedrigen Niveau des Einstiegsbenziners liegt.

Gegenüber dem Benziner mit 155 PS lohnt sich der mittlere Diesel schon bei einer Fahrleistung von deutlich weniger als 15.000 Kilometer pro Jahr, selbst bei einer Haltedauer von drei Jahren. Die starken Motoren – Diesel wie Benziner – fordern nicht zuletzt deshalb einen deutlich höheren finanziellen Einsatz, weil sie an die Topausstattung Sports-Line gekoppelt sind. Limousinen-Käufer können sich nur bedingt an den Kosten für den Kombi orientieren, da sich die Typklassen teilweise unterscheiden. Die Diesel etwa sind hier alle identisch (18/23/24), aber in der Haftpflicht teurer eingestuft. Das Kostenniveau fällt also etwas höher aus.

Karosserievarianten

Die Preisdifferenz zwischen den drei Varianten des Mazda 6 beträgt maximal 1.100 Euro. Stufenheck, Fließheck oder Kombi – beim Mazda 6  ist für jeden Geschmack etwas dabei. Bei Stufen- und Fließheck stimmen die Abmessungen bis auf den Millimeter überein, der Kombi ist bei identischem Radstand mit 4,79 Meter drei Zentimeter länger. Dadurch unterscheiden sich die Platzverhältnisse für die Passagiere nur marginal, lediglich im Fond genießen große Mitfahrer im Kombi geringfügig mehr Kopffreiheit. Anders sieht es naturgemäß beim Gepäckraum aus. Im Stufenheck stehen 519 Liter zur Verfügung. Die geteilte Rücksitzlehne lässt sich bei allen drei Karosserievarianten umklappen und vom Gepäckraum aus entriegeln. Beim 500 Euro teureren Fließheck senkt sich wie beim Kombi zudem die hintere Sitzfläche ab, wodurch eine durchgehend ebene Ladefläche entsteht. Beim reinen Ladevolumen steht das Fließheck (510 bis 1.702 Liter) dem Kombi (519 bis 1.751 Liter) kaum nach. Dennoch entpuppt sich der nochmals 600 Euro teurere Kombi als der praktischere Transporter. Ein Sicherheitstrennnetz, das sowohl hinter den Vorder- als auch hinter den Rücksitzen aufgespannt werden kann, zählt zum Serienumfang. Ebenfalls praktisch: Beim Öffnen der Heckklappe schwenkt die daran befestigte Laderaumabdeckung zur besseren Beladbarkeit automatisch mit hoch.

Fazit:

Mazda fordert von den Kunden keinen großen Zuschlag, wenn sie sich für die in dieser Klasse beliebte Kombi-Karosserieform entscheiden wollen. Das Stufenheck wird weder mit den attraktiven Ausstattungen noch mit den kräftigen Dieselmotoren angeboten, das Fließheck ist nur 600 Euro günstiger als der Kombi. Kein Wunder also, dass die Empfehlung mit der von den Mazda 6-Kunden bevorzugten Wahl übereinstimmt: Es ist der Kombi mit 163 PS starkem Diesel und Active-Ausstattung. Wer jedoch die Sports-Line-Ausführung ins Auge fasst, bekommt mit der stärkeren 180-PS-Version noch mehr Dampf für vergleichsweise günstige 500 Euro Aufpreis.

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